Freestyle Dance Club bringt 200 Akteure auf die Bühne und begeistert das Publikum »Die tanzen richtig toll«

Rahden (WB). Wenn der Freestyle Dance Club (FDC) auftritt, bebt nicht nur die Bühne, sondern der ganze Saal. Das war am Samstag nicht anders, als die von Steffi Hiller geleitete Tanzabteilung des TuSpo Rahden in der Gymnasium-Aula das »Cinderella-Projekt« aufgeführt hat, und das gleich zwei Mal.

Von Cornelia Müller
Cindy (Kolyn Thane, rechts) wird in der Schule gemobbt und ihre Mutter kümmert sich nicht sehr um sie. Da hat sie einen Traum. Sie möchte als Tänzerin in der ersten Reihe stehen.
Cindy (Kolyn Thane, rechts) wird in der Schule gemobbt und ihre Mutter kümmert sich nicht sehr um sie. Da hat sie einen Traum. Sie möchte als Tänzerin in der ersten Reihe stehen. Foto: Cornelia Müller

Beide Male rissen die 200 Tänzerinnen und Tänzer mit ihrer neuen Show die Zuschauer förmlich von den Stühlen. »Mann, die können toll tanzen«, hörte man

immer wieder aus dem Publikum. 12 Gruppen mit Teilnehmern im Alter zwischen 3 und 45 Jahren wechselten sich auf der Bühne ab. Von Lampenfieber war nicht viel zu spüren. Die Schritte und Bewegungen saßen, und die Trainerinnen, die vom Rand aus mitfieberten, durften mächtig stolz darauf sein, wie sich ihre Schützlinge präsentierten.

Tanzen gibt Power

»Tanzen befreit. Und Tanzen gibt neue Power, vor allem, wenn es einem mal nicht so gut geht«, wissen Louise (15) und Nina (16) aus eigener Erfahrung. Sie tanzen seit vielen Jahren im Freestyle Dance Club und haben mittlerweile beide den Trainerschein gemacht, um ihre Freude an diesem Sport mit den Jüngeren zu teilen.

Auch im »Cinderella-Projekt« geht es natürlich ums Tanzen, aber es geht auch um Selbstvertrauen und Selbstverwirklichung. Das alte Märchen vom Aschenputtel wird hier neu erzählt. Im Mittelpunkt steht die Schülerin Cindy (getanzt und gespielt von Kolyn Thane): Ihre Mutter interessiert sich mehr fürs Shoppen als für ihre Tochter und in der Schule wird Cindy von ihren Mitschülerinnen gemobbt. Aber sie hat einen Traum: Sie möchte eine erfolgreiche Tänzerin werden. Und sie erkennt: Wenn dieser Traum Wirklichkeit werden soll, muss sie auf sich selbst vertrauen und einiges in ihrem Leben ändern.

Cinderellas Geschichte

Die Akteurinnen und Akteure erzählten diese Geschichte fast ohne Worte, mit den Mitteln des Tanzes und der Musik. Jede Gruppe hatte ihren eigenen Stil und das Programm steckte voller Überraschungen. Ausdrucksstarke Choreografien zu ruhigen Balladen fehlten ebenso wenig wie fast artistische Elemente. Bunte Kostüme sorgten für noch mehr Abwechslung und dann wurden auch noch Requisiten wie Stühle, Tücher oder sogar Cola-Dosen ganz selbstverständlich in die Tänze integriert.

Die ganze Show war eine farbenfrohe, prall gefüllte Wundertüte, und am Ende ließ sich beim besten Willen nicht sagen, wer wohl mehr Spaß daran gehabt hatte: die Mitwirkenden oder die Zuschauer, die die Tänzerinnen und Tänzer sowie ihre engagierten Trainerinnen gebührend feierten.

Das Team

Als Trainerinnen fungieren: Sophie Kleedörfer, Lisa Oetting, Katrin Neumark, Milena Starke, Kim Langenberg, Lena Spechtmeyer, Pia Klostermeyer, Kolyn Thane, Jana Durnio, Janika Fast, Selina Bollhorst, Louisa Bollhorst, Yara Engeln, Eve Högemeier, Kaja Kriesten, Marie Ortgies, Nina Wortmann, Vivienne Noschka und Steffi Hiller. Für die Technik zeichnete Thomas Minkoley verantwortlich. Um die Organisation kümmerten sich Steffi Hiller und Kolyn Thane.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.