Neue Technik für Schießanlage – Sielhorster Schützen danken Sponsoren Messanlage ist ein Volltreffer

Rahden (WB). Wer darf den ersten Schuss abgeben? Vor dieser Frage hat am Sonntag der Schützenverein Sielhorst gestanden. Am Ende fiel die Wahl auf Bert Honsel. Und so visierte Rahdens Bürgermeister das Ziel an und drückte ab.

Von Florian Hemann
Wolfgang Hesse (Stiftung der Stadtsparkasse, von unten nach oben), Bürgermeister Bert Honsel, Wilhelm Kopmann, Sascha Hiller (Volksbank Lübbecker) betrachten die Ehrentafel in der Schützenhalle, auf der die Namen der Spender notiert sind.
Wolfgang Hesse (Stiftung der Stadtsparkasse, von unten nach oben), Bürgermeister Bert Honsel, Wilhelm Kopmann, Sascha Hiller (Volksbank Lübbecker) betrachten die Ehrentafel in der Schützenhalle, auf der die Namen der Spender notiert sind. Foto: Florian Hemann

Das Stadtoberhaupt landete einen Volltreffer – und das galt nicht nur für den Schuss, sondern auch für die Schießanlage. Mit dem Schuss von Honsel war der Kleinkaliberstand im Keller des Schützenhauses offiziell eröffnet. Denn: Dieser ist wie der Luftgewehrstand umfassend erneuert und um eine elektronische Messanlage der Firma Meyton erweitert worden. Möglich gemacht haben dies zahlreiche Spender und ehrenamtliche Helfer, bei denen sich der Verein bedankt hat.

Eigenleistung

Schriftführer Uwe Halve hatte in seiner Rede einige Zahlen parat: »Das Investitionsvolumen für die Anschaffung beläuft sich auf 12.500 Euro. Die Kosten für Material, den Einbau und für Renovierung betragen 2700 Euro. Zusammen mit der geschätzten Eigenleistung der Mitglieder in Höhe von 2500 Euro entsteht ein Gesamtinvestment von fast 18.000 Euro.« Kurzum: Ohne die Mithilfe und die vielen Spenden seien die Anschaffung der modernen Messtechnik sowie der Umbau nicht möglich gewesen.

Moderne Technik

Nötig geworden waren die Erneuerungen insbesondere aufgrund neuer Auflagen. Von der modernen Technik erhofft sich Sielhorsts mit 300 Mitgliedern größter Verein neue Interessierte –insbesondere Jugendliche – für den Schießsport zu begeistern. »Es ist eine Investition in die Sicherstellung und Förderung unserer zukunftsorientierten Vereins- und Jugendarbeit«, meinte Halve.

Deshalb äußerte er einen »herzlichen Dank« an Helfern und Sponsoren. Letztere sind vor allem die Stiftung »Standort: hier« der Stadtsparkasse Rahden, die Geschäftsstelle Rahden der Volksbank Lübbecker Land und nicht zuletzt die Stadt Rahden.

Tragende Säule

Die Stadt hatte die Sielhorster als Würdigung für die Eigenleistung mit einem Zuschuss aus der Sportpauschale unterstützt. Und die Eigenleistung sollte auch in den Grußworten der Ehrengäste eine Rolle spielen – genauso der Stellenwert des Vereins für Sielhorst. So bezeichnete etwa Wilhelm Kopmann, Ortsvorsteher und stellvertretender Rahdener Bürgermeister, den Verein als »tragende Säule der Dorfgemeinschaft« und deshalb sei diese Einweihung ein besonderer Tag für die Ortschaft.

Ähnlich äußerte sich Bert Honsel. Wie beispielsweise auch die Feuerwehr stehe der Schützenverein für die soziale Infrastruktur Sielhorsts, lobte er. Er sprach ebenfalls von einem guten Tag für das Dorf.

»Und es ist für mich als Städter heute ein Tag des Lernens. Als ich hörte, dass es hier Essen gibt, bin ich von Kaffee und belegten Brötchen ausgegangen. Ich hätte nicht gedacht, dass es hier um 11 Uhr schon Bratwurst und Wacholder gibt«, sagte Honsel und hatte die Lacher auf seiner Seite.

Dank an Sponsoren

Für die Stiftung »Standort: hier« trat Wolfgang Hesse ans Mikrophon. Hesse, der Mitglied im Schützenverein Stelle-Stellerloh ist, versprach: »Wir haben diese elektronische Messanlage schon lange. Und sie ist sehr gut. Sie werden Freude daran haben. Das garantiere ich Ihnen.«

Von den Anlagen sowie von der Ehrentafel, auf der die Namen der die Sponsoren verewigt sind, konnten sich die anwesenden Gäste im Anschluss selbst ein Bild machen.

Die Möglichkeit dazu besteht ansonsten auch wieder am Sonntag, 1. Mai. Beim Maiausmarsch können die neuen Räumlichkeiten ab 15 Uhr besichtigt werden – und natürlich die Anlage ausprobieren. So wie es Bert Honsel als erster durfte.

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