Heimatkapelle Rahden feiert 50. Geburtstag mit zwei Konzerten in der Aula des Gymnasiums »Die jugendliche Frische bewahrt«

Rahden (WB). »50 Jahre alt und immer noch jugendlich frisch.« Wer würde sich nicht über ein solches Kompliment freuen? Gemeint war damit die Heimatkapelle Rahden, und Bürgermeister Bert Honsel war beim großen Jubiläums-Festkonzert beileibe nicht der einzige, der das Traditionsorchester in höchsten Tönen lobte.

Von Cornelia Müller
Am Wochenende hat die Heimatkapelle Rahden in der Aula des Gymnasiums ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert.
Am Wochenende hat die Heimatkapelle Rahden in der Aula des Gymnasiums ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Foto: Cornelia Müller

In Varl gegründet

Die Heimatkapelle, die vor 50 Jahren in Varl gegründet wurde, habe sich inzwischen zu einem über die Region hinaus bekannten Aushängeschild für Rahden entwickelt und zu einem Orchester, dem immer wieder das gelinge, was Musik eigentlich ausmacht: den Menschen Freude zu bereiten – da waren sich Bürgermeister Honsel, die stellvertretende Landrätin Kirstin Korte, der Vorsitzende des Kreismusikverbandes Henrik Wilkening, Günter Meyer (Heimatverein Varl-Varlheide) und der Varler Löschgruppenführer Alexander Thie einig.

In ihren Grußworten würdigten sie auch das persönliche Engagement der aktuell 26 Mitglieder der Heimatkapelle im Alter zwischen 18 und 86 Jahren, denen eines gemeinsam ist: die Liebe zur Musik.

Verwöhnprogramm

Das Beste an dieser gemeinsamen Liebe aber ist, dass sie andere daran teilhaben lassen. Und so hat das Orchester seinen runden Geburtstag natürlich mit einem Konzert gefeiert, das dem Publikum ein richtiges Verwöhnprogramm geboten hat – von der Bewirtung durch das Creativ Café bis zur frühlingshaften Dekoration, für die das »Blumenhaus Am alten Markt« gesorgt hat. Im Mittelpunkt aber standen natürlich die Musik und der unverwechselbare Klang der Heimatkapelle.

Quellmalz moderiert

Das Programm, das von Thomas Quellmalz moderiert wurde, steckte voller Überraschungen. Von Abba bis zu den Alten Kameraden – hier war nicht nur für jeden Geschmack etwas dabei, sondern hier konnte die Heimatkapelle auch eindrucksvoll beweisen, wie vielseitig sie ist. Da gab es eine musikalische Verbeugung vor den Comedian Harmonists, Happy Sound von James Last und italienischen Schlager aus den 1960er Jahren (»Quando Quando«). Aber auch die Liebhaber traditioneller Blasmusik kamen auf ihre Kosten, zum Beispiel mit den »Böhmischen Polkasternen« oder »Des großen Kurfüsten Reitermarsch«.

Schlagzeug-Experte

Als Mann für die besonderen Momente erwies sich dabei Manfred Griepenstroh, der sein Schlagzeug immer wieder gegen das Mikrofon eintauschte und – vom ersten Vorsitzenden Andreas Krüger scherzhaft als »Lerche vom Schnakenpohl« angekündigt – mit Schmelz in der Stimme unter anderem die beiden Lieder zum Besten gab, die genau den Kern der Veranstaltung trafen: »Heute feiern wir« und Andreas Bouranis »Auf uns«. Da ließ sich das Publikum gern zum Mitklatschen und Mitsingen animieren und alle, Orchester wie Zuhörer, waren bestens gelaunt und super zufrieden.

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