Einstimmige Beschlüsse in zwei Ausschüssen
Breite Mehrheit für das Schülerticket Westfalen

Preußisch Oldendorf – WB/aha -

Jetzt müssen nur noch der Hauptausschuss und der Rat zustimmen, dann können die Preußisch Oldendorfer Sekundarschüler bald kostenlos mit Bussen und Bahnen kreuz und quer durch ganz Westfalen fahren. Die Ausschüsse für Bildung, Kultur und Sport sowie für Umwelt und Wirtschaft haben dem bereits einstimmig zugestimmt.

Montag, 01.03.2021, 18:08 Uhr
Nicht nur für die Fahrt zur Schule soll das Schülerticket Westfalen gelten, sondern für alle Busse und Bahnen an 365 Tagen im Jahr von Petershagen bis Dortmund und von Olpe bis Enschede. Foto: dpa-tmn

 Über alle Fraktionsgrenzen hinweg begrüßten die Ausschussmitglieder am Donnerstagabend die Teilnahme an dem Pilotprojekt, das bereits im Rat vorgestellt worden war. Jan Hendrik Maschke, dessen SPD-Fraktion den Antrag auf Beteiligung eingebracht hatte, nannte viele Vorteile: „Es ist eine sehr gute Möglichkeit, das Defizit zu verringern.“ Dabei bezog er sich auf mehr als 300.000 Euro Verlust, die die Verkehrsgesellschaft MHV der Stadt Preußisch Oldendorf für 2021 angekündigt hatte. Zudem sei das Ticket eine Möglichkeit, den ÖPNV attraktiver zu machen, weil die Schüler halb NRW bereisen könnten. Auch die Zahl der „Eltern-Taxis“ könne verringert werden. „Wichtig ist uns, dass wir damit Preußisch Oldendorf als Schulstandort stärken. Andere Kommunen wie Lübbecke und Espelkamp machen mit. Wir dürfen diese Chance nicht vertun“, sagte er.

Frank Pape (CDU) sagte, seine Fraktion werde zustimmen. Darüber hinaus wolle sie einen Antrag auf bedarfsgerechte Taktung stellen.

Martin Schiegnitz (Grüne) fand das Projekt „eine tolle Sache“: „Wir können das Defizit verringern und noch etwas dafür bekommen.“

Bürgermeister Marko Steiner wandte ein: „Das Defizit bleibt das gleiche. Aber wir bekommen mehr Leistung.“ Das Geld werde „von der linken in die rechte Tasche“ gesteckt. „Das müssen wir sowieso bezahlen.“ 35.000 Euro koste das Schülerticket für die Sekundarschüler. Bei einem Defizit von mehr 300.000 Euro bleibe es nur, so lange es beim bestehenden Busangebot bleibe. „Machten wir den Busverkehr attraktiver, würde auch das Defizit wahrscheinlich steigen.“

Auf die Frage aus dem Gremium erklärte Grundschulleiterin Christina Meese, dass eine Ausweitung der Schülertickets auf die Grundschulen aus ihrer Sicht eher nicht sinnvoll sei. Während Sven Köndgen (Grüne) sich dafür aussprach, auch die Grundschulen mit dem Ticket auszustatten, meinte Frank Pape, dass man nach der dreijährigen Pilotphase entscheiden könne, ob auch Grundschulen berücksichtigt werden sollten, „wenn es das Ticket dann noch weiter gibt.“

Einig waren sich Jan Hendrik Maschke (SPD) und Sonja Köster (AfD), dass die Schulen mit dem Ticket auch Geld für Sonderfahrten sparen könnten. Rainer Köster (AfD) nannte als „Wermutstropfen“ das steigende Defizit im Nahverkehr. Eventuell müsse man den ÖPNV ganz neu aufstellen: „Die Entwicklung darf sich so nicht fortsetzen.“

 

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