Rat und Hauptausschuss stimmen der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans zu
Feuerwehr bekommt neue Fahrzeuge

Die Preußisch Oldendorfer Feuerwehr kann in den kommenden Jahren einige in die Jahre gekommene Fahrzeuge ersetzen. Die erforderlichen Haushaltsmittel werden im Haushaltsplan 2021 und den Folgejahren bereitgestellt.

Dienstag, 05.01.2021, 06:00 Uhr
Damit die Feuerwehr Preußisch Oldendorf den stetig wachsenden technischen Anforderungen gerecht werden kann (wie hier bei einem Brand in Börninghausen), werden Fahrzeuge nach 25 Jahren durch neue ersetzt. Welche und wieviele Einsatzfahrzeuge an den Standorten vorgehalten werden müssen, legt der Brandschutzbedarfsplan fest. Dessen Fortschreibung stimmte der Rat jetzt zu. Foto: Andreas Kokemoor

Das haben der Rat sowie zuvor der Hauptausschuss als Feuerschutzausschuss in ihren jüngsten Sitzungen beschlossen.

Die Entscheidung entspricht dem Entwurf der Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplans für Preußisch Oldendorf, der den Gremien vorgelegt wurde. Das Fahrzeugkonzept wurde entsprechend der Laufzeit des Brandschutzbedarfsplans (BSBP) bis 2022 überarbeitet.

Gemäß dem Plan verfügt die Feuerwehr Preußisch Oldendorf gemäß über 21 Einsatzfahrzeuge. Im Plan ergaben sich zwei Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Bedarfsplan.

Bundesmittel für Löschfahrzeug

Beim Löschzug 1 wurde ergänzend ein Löschfahrzeug Typ LF 20 KatS in Preußisch Oldendorf stationiert, das mit Bundmitteln finanziert wird. Das Fahrzeug ist vorrangig für den Zivil- und Katastrophenschutz vorgesehen und kann daher ein laut Brandschutzbedarfsplan erforderliches Fahrzeug nicht ersetzen. Aus diesem Grund ist eine Ersatzbeschaffung eines baugleichen Fahrzeugs derzeit nicht erforderlich ist. Stattdessen soll ein abgängiges Löschfahrzeug (Typ LF 16-TS) am Standort Preußisch Oldendorf durch das gebrauchte LF 10/6 der Löschgruppe Hedem ersetzt werden. Es soll außerdem für alle Einheiten im Stadtgebiet einsetzbar sein, wenn städtische Fahrzeuge ausfallen (Reparaturen, Wartungen) oder das Fahrzeug des Bundes außerhalb von Preußisch Oldendorf eingesetzt wird (etwa für Zivil- und Katastrophenschutz oder überörtliche Hilfe). Zudem lässt sich das gebrauchte LF 10/6 für Lehrgänge (Ausbildungsgemeinschaft/Kreis) und Fortbildungen nutzen, ohne dass die Einsatzbereitschaft im Stadtgebiet dadurch beeinträchtigt wird.

Die zweite Änderung betrifft die Ersatzbeschaffung für ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) für Börninghausen. Dort soll stattdessen ein alter Rüstwagen ersetzt werden. Denn ein MTF hat die Feuerwehr Preußisch Oldendorf bereits angeschafft – überwiegend finanziert aus Fördermitteln des Landes NRW. Allerdings gilt für das Fahrzeug fünf Jahre lang eine Zweckbindung für die Nutzung im Rahmen der Kinderfeuerwehr und für die Jugendförderung. Danach steht es auch für den allgemeinen Einsatzdienst zur Verfügung und ersetzt das Altfahrzeug in Börninghausen.

Neuer Rüstwagen

Der neue Rüstwagen, der am Schwerpunktstandort in Börninghausen stationiert wird, rückt bei umfangreicheren Einsätzen der Technischen Hilfeleistung in das gesamte Stadtgebiet aus. Außerdem soll Börninghausen ein neues Löschfahrzeug erhalten, das einen höheren taktischen Einsatzwert hat – unter anderem für den Einsatz bei Verkehrsunfällen. Der oben genannte Rüstwagen steht dann, wie auch in allen anderen Stadtteilen, als Ergänzung mit Zusatzausrüstung zur Verfügung.

Darüber hinaus sind bis 2022 neue Fahrzeuge für Getmold, Schröttinghausen und Bad Holzhausen vorgesehen. Insgesamt plant die Stadt Preußisch Oldendorf dafür eine Summe von etwa 1,9 Millionen Euro im Haushalt ein. Aufgrund von marktüblichen Preissteigerungen sind das nach Angaben des Bedarfsplans 150.000 Euro mehr als bisher im Konzept dafür veranschlagt waren.

Der Rat stimmte dem neuen Bedarfsplan zu, ergänzte aber, dass die Ausschreibung für die bis 2022 zu ersetzenden fünf Großfahrzeuge gemeinsam europaweit erfolgen soll, um möglicherweise günstigere Preise zu erzielen. Den Auslieferungszeitpunkt für die einzelnen Fahrzeuge soll die Stadt jeweils bestimmen. Nach Informationen der Feuerwehr ist mit der Auslieferung entsprechend der derzeitigen Auftragslage der Hersteller am Markt ohnehin nicht vor 2022 zu rechnen.

Fahrzeugkonzept

Das Konzept des Bedarfsplans legt fest, wie die einzelnen Löschgruppen mit Fahrzeugen ausgestattet sein müssen. Demnach muss jeder Standort als Basisfahrzeuge über einvollwertiges Löschgruppenfahrzeug (LF) – alternativ ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) – und ein Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) verfügen. Alle Löschgruppenfahrzeuge sollen mit Wassertank und Atemschutzgeräten ausgerüstet sein. Kombiniert im Zug sollen zeitnah mindestens 1000 Liter Löschwasser an der Einsatzstelle vorhanden sein, um bei Bränden zunächst ohne externe Löschwasserversorgung vorgehen zu können. In jedem Zug sind eine dreiteilige Schiebleiter und hydraulische Rettungsgeräte vorzuhalten.

Weil sich der Einsatzschwerpunkt zunehmend in Richtung technischer Hilfeleistungen (wie Verkehrsunfälle, Patientengerechte Rettung, Tierrettung, Hilfeleistung bei Sturmschäden oder Überschwemmungen) verschoben hat, müssen Ausstattung und der Fahrzeugpark an diese Anforderungen angepasst werden.

Für Waldbrände und abgelegene Landwirtschaftsbetriebe ist in Preußisch Oldendorf jeweils ein Tanklöschfahrzeug im Süden (Zug 2) und im Norden (Zug 3) vorzuhalten. Dafür sind zwei LF 20 KatS notwendig.

Als Führungsfahrzeuge sind weiterhin ein Einsatzleitwagen sowie ein Kommandowagen für die Einsatzleitung und schnelle Verfügbarkeit des Einsatzführungsdienstes notwendig.

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