„Wege durch den Advent“ von A wie Akrobatik bis Z wie Zauberkunst
Digitaler Adventskalender überrascht mit Vielfalt

Preußisch Oldendorf (WB) -

Aus dem in vielen Gemeinden schon praktizierten lebendigen Adventskalendern entstand in Preußisch Oldendorf mit dem Beginn des Lockdowns die Idee des digitalen Adventskalenders.

Sonntag, 03.01.2021, 22:03 Uhr aktualisiert: 03.01.2021, 22:10 Uhr

Innerhalb einer Woche hat Silke Birkemeyer, Initiatorin des Sternenzaubers, das Konzept für die in der Region einmalige Aktion entwickelt und konnte pünktlich zum 1. Dezember das erste Türchen öffnen.

Zu sehen und zu hören waren die 24 Beiträge auf den Facebook-Seiten „Preußisch Oldendorf interessiert mich“ und „Bad Holzhausen interessiert mich“. Von dort wurden sie fleißig auf private Seiten oder Instagram geteilt, Links wurden über WhatsApp verschickt. So konnten die Aktionen die Bürgerinnen und Bürger im gesamten Stadtgebiet erreichen.

An Vielfalt und Kreativität fehlte es dem besonderen Kalender wahrlich nicht. Zauberkunst und Musik, Kerzenmediation und Akrobatik, Gedichte und Geschichten, Bastelanleitungen und sportliche Übungen waren ebenso zu sehen und zu hören wie Beiträge der beiden Grundschulen, von Feuerwehr, Stadtverwaltung und Kirche und aus dem Vitales-Tagestreff.

Die Sternenfee stellte sich mit einem Video vor und nahm ein andermal die digitale Fangemeinde mit auf eine Rundreise durch alle Stadtteile. Mit den weihnachtlichen Botschaften aus aller Welt wurde es zum Schluss noch einmal international. Da folgte auf den plattdeutschen Beitrag von Günther Lusmöller aus Lashorst erst ein impulsives „Feliz Natal“ aus Sao Paulo und dann viele Grüße von Indien über China und Aus­tralien bis nach Chile und Costa Rica.

Gefragt nach den Highlights ist für Silke Birkemeyer schnell ein Favorit gefunden. „Alle Beiträge waren großartige und ganz besondere Geschenke. Am meisten gefreut aber habe ich mich über das Gedicht von Ewald Schwarze“, erläutert sie.

Zwischen seinem Videobeitrag und dem Klavierstück von Berith Luise liegt ein ganzes Jahrhundert – das mache ihn so einzigartig. Mit der Aktion „Wege durch den Advent“ wollte die Preußisch Oldendorferin einen Akzent setzen und zeigen, dass auch in den kleinen Dingen etwas Großes stecken kann.

„Sicherlich habe ich nicht alle Menschen erreicht, sowohl mit der Idee wie auch technisch. Und manch einer hat sicherlich auf 20 Prozent auf Irgendwas gehofft. In den Türchen stecken aber die vollen 100 Prozent Weihnachten“, erklärt sie zu der Grundidee. Ein besonderes Geschenk war auch das Sternenkind. Die aufgeschlossene Grundschülerin aus Börninghausen trägt den ungewöhnlichen Namen Fee und sorgte nach dem holprigen Start für die typische „Sternenzauber-Grundfreude“.

Zum Sternenzauber gehört in diesem Jahr erstmalig auch der Verkauf von Sternenzauber-Leuchten, der vorwiegend über die Dorfgemeinschaften, Vereine und Organisationen abgewickelt wurde. Mehr als 1000 Pergament-Lichter mit dem markanten Motiv standen in den Weihnachtsfeiertagen in den Haushalten in allen Stadtteilen.

Und noch vor Heiligabend konnten 1500 Euro an Kinder und Familien im Stadtgebiet übergeben werden – weitere 200 Euro werden zweckgebunden im neuen Jahr verteilt. „Licht im Dunkeln“ hieß das Projekt, dass die Menschen in der Stadt in diesem Jahr miteinander verbinden sollte.

Sowohl beim Kalender wie auch für die Lichteraktion wünscht sich Silke Birkemeyer, dass auf die Premiere eine Wiederholung folgt. Und dass auch in den kommenden Jahren Sternenzauber als eine Einladung an alle Preußisch Oldendorfer Bürger gesehen wird. „Ich habe die Hoffnung, dass es gelingt.“ Der Grundstein für das ortsübergreifende Miteinander wurde in diesem Jahr gelegt.

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