Industrie- und Handelskammer betrachtet Entwicklung in Preußisch Oldendorf positiv
Einkaufsstandort gewinnt an Bedeutung

Preußisch Oldendorf (WB) -

Bisherige und in der nahen Zukunft geplante Einzelhandelsansiedlungen führen zu einer größeren Bedeutung des Einkaufsstandortes Preußisch Oldendorf. Das stellt die Mindener Zweigstelle der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) in ihrer traditionellen IHK-Neujahrserklärung fest.

Samstag, 02.01.2021, 08:58 Uhr aktualisiert: 02.01.2021, 09:00 Uhr
Karl-Ernst Hunting ist Zweigstellenleiter der IHK in Minden. Er sieht die Entwicklung in Preußisch Oldendorf positiv. Foto: WB

 

Als Bausteine einer konsequenten Stadtentwicklung sieht die IHK die Ansiedlung des unlängst eröffneten Aldi-Marktes am Standort der früheren Realschule (wir berichteten ausführlich) und den ausstehenden Edeka-Neubau im Bereich der heutigen Volksbank und des früheren Hotels Deeke im Zentrum von Preußisch Oldendorf. Damit befänden sich wesentliche Einzelhandelsgeschäfte eng konzentriert im Zentralen Versorgungsbereich.

„Das bedeutet eine Aufwertung der Einkaufsattraktivität des Zentrums und damit eine Aufwertung der Stadt sowie zukünftig vielleicht auch positive Impulse für benachbarte Immobilien,“ so der Mindener IHK-Zweigstellenleiter Karl-Ernst Hunting in seiner Einschätzung.

Die Industrie- und Handelskammer gehe davon aus, dass durch die Bauvorhaben die so genannte Zentralitätskennziffer, die die Attraktivität einer Stadt als Einkaufsort klassifiziert, in Preußisch Oldendorf in den kommenden Jahren steigen werde. Der aktuelle Wert für die Kommune liegt laut „Michael Bauer Research“ bei 82,2. Der Vergleichswert für Deutschland beträgt 100. „Durch die neuen Einkaufsmöglichkeiten werden wieder mehr Kunden auch aus benachbarten Kommunen angezogen“, ist Hunting optimistisch.

Die IHK appelliert an alle Städte und Gemeinden des Kreises Minden-Lübbecke, dass gerade in Zeiten der anhaltenden Corona-Pandemie und der anschließenden Erholungsphase die kommunalen Gewerbesteuerhebesätze nicht erhöht werden dürfen. Viele Unternehmen hatten coronabedingt erhöhte Aufwendungen, beispielsweise durch Hygienemaßnahmen vor Ort und Homeoffice der Mitarbeiter, eingeschränkte Unternehmenstätigkeiten und geringere Umsätze, wenn sie nicht sogar – wie vielfach in der Gastronomie und im Veranstaltungsbereich – komplett schließen mussten. Trotz staatlicher Unterstützung wurden viele Unternehmen empfindlich getroffen und mussten an ihre Reserven gehen.

Die Städte und Gemeinden würden vom Land Nordrhein-Westfalen und vom Bund in mehrfacher Hinsicht unterstützt, wie beispielsweise durch die Möglichkeit zur separaten Ausweisung coronabedingter Finanzschäden in den damit genehmigungsfähigen Haushalten, so die IHK. Hinzu kommen Sonderhilfen für die Stärkungspaktkommunen und Überweisungen aus Landes- und Bundesmitteln zum Ausgleich von Gewerbesteuermindererträgen.

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