Bewegendes Kino – Premiere unter Freunden in Bünde – auch Lichtburg gut besucht
Roter Teppich für Familie Pape

Preußisch Oldendorf/Bünde/Lemförde (WB/bir/aha). Nach den großen Premierenvorstellungen in Köln, München und Berlin startete der Film „Gott, du kannst ein Arsch sein“ am Donnerstagabend im Bünder Kino Büli. Zu dem besonderen Kinoabend, der mit einer Videobotschaft von Til Schweiger endete, hatte Frank Pape Freunde, Wegbegleiter und regionale Unternehmer eingeladen.

Freitag, 02.10.2020, 20:00 Uhr
Premierenkulisse in Bünde: Ulrich Birkemeyer (von links), Jörg Spreen und Dominik Placke hatten in einer Nachbarschaftsaktion den roten Teppich für die Gastgeberfamilie mit Nicole und Frank Pape sowie Tochter Viola Schmidt ausgerollt. Foto: Silke Birkemeyer

73 Gäste aus seinem näheren Umfeld konnten Nicole und Frank Pape sowie die Kinder Viola und Maurice zum Premierenabend begrüßen. Dominik Placke und Ulrich Birkemeyer, beide aus der Getmolder Firmennachbarschaft, gehörten zu den ersten Gratulanten. Im Gepäck hatten sie dem Anlass entsprechend einen roten Teppich, den sie den Gastgebern zu Ehren ausrollten. „Der erfolgreiche Kinostart ist ja nur ein Teil der Geschichte. Die daraus entstandene dauerhafte ehrenamtliche Tätigkeit der Familie eine anderer. Alles zusammen wollen wir mit dieser Aktion würdigen“, erläuterten sie die Motivation zu der Aktion. Die Kulisse mit Promicharakter nutzten die Gäste für ein Foto vor dem Kinoplakat oder ein Erinnerungsbild mit den Gastgebern. Ausgestattet mit einem Glas Sekt und Popcorn hieß es dann warten im Kinosessel, bevor Frank Pape um 20 Uhr alle Gäste nochmals willkommen hieß.

Auf und Ab der Gefühle

Die dann folgenden 90 Minuten waren ein auf und ab der Gefühle. Die Geschichte, in der es um den Krebstod eines 16-jährigen Mädchens ging, bot alles von skurrilen und fröhlichen Situationen bis zu tiefernsten Dialogen. Dabei verlässt der Film die autobiografische Darstellung, in der die Protagonistin Mary die letzten 296 Tage beschreibt. Der Film konzentriert sich auf die drei Tage nach der offiziellen Schulentlassung und bietet alles, was zu einem kurzweiligen Kinoabend dazugehört. Spannung und Komik, Road-Movie und viele Gefühle.

So gab es neben vielen herzlichen Momenten des Lachens auch lange Phasen der Stille. Die blieb auch noch im Kinosaal hängen, als der Abspann längst lief und das Licht wieder anging. Dann erst stellte sich der Applaus und die Freude über einen „tollen Film ein“.

„Wie fängt man eine große Liebesgeschichte an, wenn man weiß, dass sie bald zu Ende ist?“, fragte Hauptdarstellerin Sinje Irsllinger in einer der ersten Szenen. Dass es gelingen kann, erlebten die Gäste. Caroline Rosemann aus Getmold war beeindruckt vom Motto des Filmes: Es ist nicht wichtig, das Leben mit mehr Tagen zu füllen, sondern die Tage mit mehr Leben. Insbesondere die Balance zwischen der thematischen Tragik und der lebendigen Leichtigkeit gefielen ihr und den anderen Gästen. Sich nicht mehr über Kleinigkeiten ärgern und in der Gegenwart leben, mit diesen Eindrücken verließen Marlene Harmling und Gisela Bernstein aus Bückeburg beziehungsweise Porta Westfalica den Kinosaal.

Schweiger schickt Botschaft

Zum Schluss des Premierenabends nutzte Frank Pape die Gelegenheit, sich bei einigen Wegbegleitern zu bedanken, wie etwa den Mitarbeitern der Palliativstation in Bünde. Einzelheiten zu den Gästen und deren außergewöhnlichen Lebenssituationen nannte er nicht. Seine Umschreibung ist aber auch so gut zu verstehen: „Manche Geschichten sind so bitter-böse-scheiße“. In Getmold, wo er zusammen mit seiner Familie ein Hospitorium betreibt, möchte er in Zukunft in einem Erweiterungsbau in Form eines Begegnungscafés noch mehr Gäste aufnehmen können. Finanziert werden soll dieser Schritt durch Spenden beziehungsweise den Verkauf von Kaffee und Schokolade aus der eigenen Produktion. Zu diesem Thema hatte Til Schweiger eine kurze Videobotschaft nach Bünde geschickt und bat die Gäste, zum „besten Kaffee“ zu wechseln und damit Gutes zu tun.

Zur mehrtägigen Premierentour der Papes gehörte auch ein Besuch bei der Vorpremiere des Film in der Lichtburg am Mittwochabend in Lemförde-Quernheim. Kinobetreiber Karl-Heinz Meier freute sich über ein „volles Haus“ (so viel unter Corona-Bedingungen möglich war). Darauf, den Film zu zeigen, habe ihn seine Finanzberaterin aus Preußisch Oldendorf gebracht. „Zuerst habe ich gesagt, einen Film mit diesem Titel kann ich doch nicht zeigen. Mein Schwiegersohn ist Pastor.“ Aber er sei dann doch eines besseren belehrt worden und freue sich, dass dieser „tolle Film“ so gut angekommen sei. Herzlich dankte Meier Frank und Nicole Pape, dass er auch in Quernheim den Hintergrund der Geschichte erklärte und gemeinsam mit Frau und Tochter das Hospitorium und die Familienrösterei vorstellte.

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