Schloss Ippenburg öffnet im kommenden Jahr regelmäßig – aber ohne Festivals
Die Gärten sind der Hauptakteur

Bad Essen/Preußisch Oldendorf (WB). Es war Schloss Ippenburg, das vor 25 Jahren die deutsche Gartenfestivaltradition begründete. Als Erstes setzt es für sich nun auch den Schlusspunkt.

Montag, 21.09.2020, 05:14 Uhr aktualisiert: 21.09.2020, 05:30 Uhr
Den Besuchern auf Schloss Ippenburg zeigt sich beim Betreten ein Meer aus Blumen. Ein tolles Beispiel ist die Rosenblüte. Diese Bild können die Besucher nun regelmäßig genießen.

Nach beinahe 25 Jahren Ausrichtung international berühmter Gartenfestivals hat Schloss Ippenburg das Corona-Jahr 2020 zum Anlass genommen, sein Konzept zu überdenken und wird, als Fazit, die Ippenburger Festivaltradition beenden.

Der Küchengarten

Die Ippenburger Gärten sind ab 2021 nicht mehr Kulisse, sondern Hauptakteur. Abseits des Festivaltrubels kann man sie endlich hautnah erleben und sich individuell erschließen. Sonntage im Grünen, ohne Hektik, Gedränge und Reizüberflutung mit Gartenlust pur, Schönheit und Fülle, Inspiration, Überraschung und Freude.

Picknick-Flächen

Vom 1. Mai bis Ende August des kommenden Jahres wird der Schlosspark an allen Sonn- und Feiertagen mit seinen Themengärten, Picknick-Flächen und dem familiengeführten Gartenshop und Café geöffnet sein. Der riesige Küchengarten, das bezaubernde Rosarium, die Wildnis mit ihrer unglaublichen Vielfalt an Insekten, Vögeln und Pflanzen, der Heilkräutergarten, die schattige Waldinsel, der schlosseigene Shop und das Café mit hausgemachtem Kuchen lassen das unverwechselbare Ippenburg-Flair in Reinform erleben.

Das Schloss hat nicht einen Garten, sondern mindestens fünf, und diese erstrecken sich auf mehr als 60.000 Quadratmetern rund um das neugotische Gebäude im englischen Tudorstil, mit Türmchen, Zinnen und Bögen und mehr als 100 Zimmern.

Biodiversität

Und es ist nicht irgendein Garten. Es ist der Garten von Viktoria von dem Bussche, Vollblutgärtnerin mit Chlorophyll in den Adern und Autodidaktin mit inzwischen nunmehr 40 Jahren Gartenerfahrung.

Ein Garten von überbordender Fülle, summend von all dem Leben in ihm. Die unendliche Vielfalt der Pflanzen und die Biodiversität lassen Ökologenherzen höher schlagen. Es ist ein Garten voller inspirierender, kreativer Ideen, verbunden mit einer Fülle praktischer und informativer Anregungen.

Der Lieblingsort dieser leidenschaftlichen Gärtnerin ist der riesige Schlossküchengarten: mit beinahe 5000 Quadratmetern der wohl größte Küchengarten in Deutschland.

Herausforderung

Rosen betrachtet Viktoria von dem Bussche als Herausforderung. Sie nennt sie ihre „Sparringspartner“ und baute deshalb 2013 ein 1200 Quadratmeter großes Rosarium. Sie erschuf eine Wildnis auf 10.000 Quadratmetern, die in wenigen Jahren zu einem Paradies für Vögel, Insekten und Amphibien wurde. „Ein Garten soll verschlingen oder gar nicht sein“, dieser Satz von Baudelaire ist ihr Leitmotiv.

Ab dem kommenden Jahr werden diese traumhaften Gärten vom 1. Mai bis Ende August an allen Sonn- und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet sein. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 10 Euro, Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt.

Kürbismeisterschaft

Noch bis zum 4. Oktober dieses Jahres sind die Gärten an Sonn-und Feiertagen geöffnet – ebenfalls von 11 bis 18 Uhr.

Am Samstag, 3. Oktober, findet die Niedersächsische Kürbismeisterschaft statt. Züchter aus Niedersachsen und dem angrenzenden Nordrhein-Westfalen versuchen erneut, mit ihren Riesenkürbissen die 500 Kilogramm Marke zu knacken.

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