Film „Gott, du kannst ein Arsch sein“ kommt am 1. Oktober ins Kino
Mit Stars und viel Emotion

Preußisch Oldendorf (WB). Der ursprünglich geplante Kinostart ist sogar etwas vorverlegt worden: Der Film „Gott, du kannst ein Arsch sein!“ nach dem Buch des Getmolder Autors Frank Pape soll am 1. Oktober, nicht am 15. Oktober, Premiere feiern, bestätigte jetzt die Produktionsfirma Ufa Fiction. Natürlich unter dem Vorbehalt, dass die Corona-Pandemie keinen Strich durch die Rechnung macht.

Mittwoch, 05.08.2020, 23:47 Uhr aktualisiert: 05.08.2020, 23:50 Uhr
Szenenbild: Steffi (Sinje Irslinger) tanzt zusammen mit ihrem Vater Frank (Til Schweiger) auf der Abschlussparty. Foto: Universum Film

„Ich freue mich natürlich riesig“, sagt Frank Pape. „In der Produktion steckt ganz viel Liebe und Mühe, auch von den Schauspielern.“

„Liebeserklärung an das Leben“

Der Getmolder hatte mit seinem Buch über die letzten Tage im Leben der 16-jährigen krebskranken Stefanie, seiner Tochter, nicht nur viele Leser begeistert und einen heimlichen Bestseller gelandet. Auch Filmproduzent Tommy Wosch war auf die anrührende Geschichte mit dem provokanten Titel aufmerksam geworden und hatte sich zu einem Drehbuch inspirieren lassen, das recht frei mit der ursprünglichen Handlung umgeht. Ein tragikomischer Roadmovie ist so entstanden , der Jugendliche, aber auch Erwachsene ansprechen soll. Herausgekommen sei „eine Liebeserklärung an das Leben“, heißt es von der Ufa Fiction. Und Produzent und Drehbuchautor Wosch sagt: „Ich wünsche mir, dass jeder etwas fühlt, dass der Film nachwärmt, wenn man das so sagen kann.“

Die federführende Produktionsgesellschaft (in Zusammenarbeit mit RTL) konnte eine Reihe hochkarätiger Schauspieler für die Dreharbeiten im Sommer 2019 gewinnen. In der Hauptrolle der 16-jährigen Steffi ist Sinje Irsingler zu sehen, ihre Eltern Frank und Eva werden von Til Schweiger und Heike Makatsch gespielt. Zu ihrer Darstellung sagt Regisseur André Erkau: „Die beiden haben diese emotionale Reise, die einer Achterbahnfahrt gleicht, wahnsinnig berührend interpretiert.“ Er habe am Filmset oft Tränen in den Augen gehabt.

Kinos haben schon Interesse

Mitgewirkt haben außerdem Max Hubacher und Jonas Holdenrieder. Und in weiteren Rollen: Jürgen Vogel, Benno Fürmann, Jasmin Gerat und Dietmar Bär. Regie führte André Erkau. Gedreht wurde größtenteils in NRW, aber auch in Bayern und Frankreich. Das Gut Heiderhof in Königswinter diente als Familienhaus der Papes. Die anfängliche Idee, am Originalschauplatz in Getmold zu drehen, war verworfen worden.

Frank Pape, der mit seinem Verein „Ein Lächeln für Dich“ Menschen in einschneidenden Lebenssituationen Begleitung und einen Ort zum Kraftholen bietet, hat enge Verbindung zur Filmproduktion gehabt, stand jede Woche in Kontakt. Jetzt hofft er natürlich auch, dass der Film ankommt. Viele Kinobetreiber hätten schon angemeldet, dass sie eine Vorführung mit Besuch des Autors haben wollten, erläutert er. Darunter auch die Lichtburg Quernheim.

Neuauflage des Buches in Druck

Parallel hat Frank Pape die Neuauflage seines Buches vorbereitet, die derzeit im Heyne-Verlag gedruckt wird und wohl noch vor dem Kinostart erscheinen wird. „Es ist eine aktualisierte Version, in der ich viele Hintergründe erläutere“, sagt Pape. Bei seinen Lesungen aus „Gott, du kannst ein Arsch sein“ seien immer wieder Fragen aufgetaucht, etwa zu seiner Rolle in der Geschichte. Das habe er klären wollen.

Ob es eine richtige Filmpremiere mit rotem Teppich und toller Feier geben wird, ist offen. Eines weiß Frank Pape aber schon: „Meine Familie und ich werden den Film erstmals in einer Privatvorführung in Potsdam sehen. Da sind so viele Emotionen für uns dabei, da möchten wir unter uns sein.“

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