Glasfaserinitiative von Greenfiber wird auf ganz Preußisch Oldendorf ausgeweitet
Schnelles Internet in jedes Haus

Preußisch Oldendorf (WB). Die Firma Greenfiber (ehemals Internexio) wird eigenwirtschaftlich den gesamten Bereich des Stadtgebietes Preußisch Oldendorf mit Glasfaser ausbauen. Die neue Ausbaustrategie schließt alle Bereiche mit ein, die bislang nicht im Masterplan Breitbandausbau des Kreises Minden-Lübbecke inbegriffen waren, also die sogenannten grauen oder schwarzen Flecken.

Mittwoch, 01.07.2020, 04:00 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 05:01 Uhr
Stellen die Glasfaser-Offensive für Preußisch Oldendorf vor. Von links: Frank Zwirner (Vertrieb), Markus Fucik (Vertriebnsleiter), Marko Steiner (Bürgermeister), Uwe Krabbe (Geschäftsführer, technischer Leiter) und Paul Gummert (Geschäftsführer). Foto: Eva Rahe

Voraussetzung für den Anschluss eines Gebäudes ist, dass bis zum 31. August diesen Jahres ein Vertrag mit der Firma Greenfiber abgeschlossen wird. Wieso diese Entscheidung plötzlich so schnell ging, erklärte Uwe Krabbe, der technische Leiter von Greenfiber. Als das Thema bei einem Breitbandgespräch in Hedem (wir berichteten) zum ersten Mal auf den Tisch kam, habe man den eigenwirtschaftlichen Ausbau zunächst ausgeschlossen. „Damals haben wir noch nicht groß genug gedacht“, erklärte Uwe Krabbe weiter.

Aber der Gedanke, den Ausbau doch irgendwie zu ermöglichen, habe sie nicht losgelassen. Die Lösung sei gewesen, das Paket einfach größer zu schnüren und auf das ganze Stadtgebiet anzuwenden. So sei ein Ausbauplan entwickelt worden, der jedes einzelne Haus in Preußisch Oldendorf mit einschließen könne, vorausgesetzt, der Einzelne wolle schnelles Internet und würde sich dafür anmelden.

Einmalige Anschlussgebühr von 100 Euro

In dem Szenario, welches jetzt von der Firma Greenfiber vorgesellt wurde, kostet jeder Hausanschluss, der bis zum 31. August angemeldet wird, eine einmalige Anschlussgebühr von 100 Euro. „Damit haben alle Preußisch Oldendorfer Bürger erst mal gleiche Zugangsmöglichkeiten“, erklärt Geschäftsführer Paul Gummert. Ab dem 1. September gelte dann allerdings der Stand der Planung. Danach entspreche der Preis pro Hausanschluss den tatsächlich anfallenden Kosten.

Hintergrund für diese Vorgehensweise sei, dass Greenfiber im Rahmen des Masterplans Breitbandausbau des Kreises jetzt sowieso anfange, in den Ortskernen auszubauen. „Unser Ziel war es immer, alle Häuser im Kreis anzuschließen“, erklärt Paul Gummert weiter. Bislang hätten sie aber nach den festen Vorgaben des Masterplans ausbauen müssen. Da der Ausbau bislang so schnell und unkompliziert vorangegangen sei, hätten sie Kapazitäten frei, die es auszunutzen gelte. In Preußisch Oldendorf fände das Unternehmen ideale Rahmenbedingungen vor, sagte Gummert.

10 Gigabit-Glasfaserleitung ist Ende April 2021

So hat Greenfiber nicht nur die technische Zentrale in den Preußisch Oldendorfer Stadtkern verlegt – der neue Standort mit Kundenzentrale wird im alten Sparkassengebäude an der Rathausstraße sein – , sondern auch beschlossen, die kleinste Kommune als Leuchtturmprojekt im Kreis Minden-Lübbecke zu nutzen. „Wenn alles gut geht, wollen wir den gesamten Kreis ausbauen“, erklärt Gummert. Zumindest für den Altkreis Lübbecke ständen die nächsten Verhandlungen mit den Kommunen schon an. „Preußisch Oldendorf hat das Glück, dass es nicht mehr warten muss. Unsere Zielmarke für die Versorgung aller Häuser mit einer 10 Gigabit-Glasfaserleitung ist Ende April 2021“, sagte Geschäftsführer Paul Gummert.

Uwe Krabbe lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Kreis und der Stadt Preußisch Oldendorf, woraufhin Bürgermeister Marko Steiner erklärte, sie würden alles daran setzen, dieses „besondere Geschenk für Preußisch Oldendorf“ schnell voran zu bringen.

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