Schlossgärten sind vom 11. Juni an geöffnet
Ippenburger Sommerfestival ist abgesagt: Besuchern wird Alternative geboten

Preußisch Oldendorf/Bad Essen (WB). Eigentlich sollte vom 11. bis 14. Juni das große Ippenburger Sommerfestival stattfinden. Das ist aufgrund der Corona-Pandemie nun vorerst auf den Juni 2021 verschoben. An den prächtigen Schlossgärten sollen sich Interessierte dennoch erfreuen können. Deshalb werden sie vom 11. Juni an auch ohne großes Fest geöffnet.

Donnerstag, 04.06.2020, 07:00 Uhr
Wegen der Corona-Pandemie muss das Ippenburger Sommerfestival auf das kommende Jahr verschoben werden. Die Schlossgärten sollen aber dennoch für Besucher geöffnet werden. Dafür gelten bestimmte Hygienemaßnahmen und Eintrittsregeln.

Das Schloß Ippenburg und seine Gärten sind mehr als das Festival, mehr als ein kurzlebiges Event – auch wenn es als „Mutter der deutschen Gartenfestivals“ vor fast 25 Jahren den Anstoß für die deutsche „Gartenfestivalbewegung“ gab. Eine ganz neue Leichtigkeit hielt damals Einzug in Deutschlands Gärten und Parkanlagen. „Gardening is the new sex“, schallte es aus England hinüber. Damen in großen Sommerhüten und Herren mit Stetson prägten das Bild. Nach wenigen Jahren hatte dieser neue Festivalrausch ganz Deutschland erfasst, er wirkte geradezu „pandemisch“. Bis zu dem Augenblick, als die Corona- Pandemie den Stecker zog.

Zauber von Ippenburg

Trotz der Absage des Festivals bleiben jedoch die Gärten. Und das Schloß Ippenburg mit seinen Gärten ist die Geschichte einer Leidenschaft. „Einer Leidenschaft für Gärten und Pflanzen, für Trends und Traditionen, für Historisches und Zeitgenössisches, für Natur, Kunst und Küche, für alles, was wächst, blüht und lebt“, schreiben die Verantwortlichen des Festivals. Die Festivals, die hier ihren Anfang nahmen, um Deutschland im Sturm zu erobern, seien nie Selbstzweck gewesen – immer hätten sie dazu gedient, die Gärten zu unterhalten, sie schöner, spannender und üppiger zu machen. „Jetzt, in Zeiten von Corona, wo Großveranstaltungen strikt verboten sind, stehen sie im Zentrum des Geschehens. Sie machen den Zauber von Ippenburg aus und sind nicht länger nur Kulisse des Festivalrummels“, heißt es weiter.

Das sind die Corona-Regeln

Die erste Gartenöffnung ist deshalb am 11., 12., 13. und 14. Juni, jeweils von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt zehn Euro für Erwachsene, Kinder und Jugendliche sind frei. Natürlich gelten auch in den Schlossgärten Corona-Regeln: Es wird streng darauf geachtet, dass weniger als 900 Besucher zeitgleich auf dem Gelände sind. Eventuelle Wartezeiten können eintreten. Die Abstände im Eingangsbereich sind gekennzeichnet. Die vom Land Niedersachsen angeordnete Maskenpflicht gilt auch für den Besuch der Ippenburger Gärten. Die Organisatoren bitten die Besucher daher dringend, im Eingangs- und Kassenbereich, im Bereich der WC und des Gartenshops sowie am Café- und Bistrostand eine Mund- und Nasen-Schutzmaske zu tragen. Abgesehen von den genannten Bereichen ist das Tragen einer Maske beim Gartenspaziergang auf dem mehr als sechs Hektar großen Gelände nicht erforderlich. Diese Regeln orientieren sich an den aktuellen Anforderungen und werden tagesaktuell angepasst.

„Wunderkammer draußen“

Um allen Sicherheitsaspekten gerecht zu werden, findet die erste Gartenöffnung an vier aufeinanderfolgenden Tagen statt. Danach werden die Gärten voraussichtlich an allen Sonntagen geöffnet sein. Eine neue Hauptattraktion ist die Ausstellung „Wunderkammer Draußen!“ in der Ippenburger Wildnis. Eine Inszenierung voller Kuriositäten aus Natur und Kunst, eine fröhliche und spannende Entdeckungsreise für Kinder und Erwachsene. Ein weiterer Höhepunkt ist der Küchengarten mit dem neu entstandenen Heilpflanzengarten, dem Mundraub- und dem Zitrusgarten, den Sommerblumen der Slow-Flowerbeete und der Fülle der Kräuter und Gemüse.

Viele Ecken zum Entdecken

Die Kabinette des Heckenlabyrinths, das seit 2017 Ort der Ippenburger Wildnis ist, zeigen neben der Wunderkammer ein veritables Insektenresort mit vielen kleinen Insektenhotels und einer großen, aus alten Ziegeln gebauten Bienenmauer. Im gegenüberliegenden Rosarium geht es farbenfroh und sommerlich zu. Viele neue Details gibt es zu entdecken. Verschlungene Wege führen durch Hain und Wildnis, schnurgerade Achsen weiten den Blick. Überall erfreut und überrascht die Verbindung aus klarer Geometrie und üppigem, manchmal wildem Wachstum. Die Vielfalt der Beete im Küchengarten ist zudem einzigartig. Es gibt Hochbeete für asiatisches, italienisches oder traditionelles Gemüse, Kübel und Töpfe in verschiedenen Variationen sowie Hügelbeete. Und in der „Ippenburger Kinderstube“ wachsen kleine Pflänzchen, die auch im Gartenshop angeboten werden.

Zur Ippenburger Gartenöffnung wird es Kaffee und Kuchen, Waffeln mit Erdbeeren und Eis und herzhafte Baguettes geben.

Weitere Öffnungen und Informationen erhalten Interessierte hier.

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