83-jähriger Stemweder außerhalb des Kreisgebietes verstorben
Weiterer Corona-Todesfall im Mühlenkreis

Minden (WB). Die Verwaltung des Kreises Minden-Lübbecke hat am Dienstag insgesamt 470 laborbestätigte Corona-Fälle gemeldet. 406 Menschen sind bereits wieder genesen. Zudem hat die Kreisverwaltung mitgeteilt, dass ein mit Corona infizierter Stemweder am Dienstag außerhalb des Kreisgebietes verstorben ist. Somit steigt die Zahl der Toten auf neun.

Dienstag, 19.05.2020, 15:58 Uhr aktualisiert: 19.05.2020, 19:54 Uhr
Symbolbild. Foto: dpa

Die Fallzahlen für die einzelnen Kommunen schlüsseln sich wie folgt auf: Bad Oeynhausen 48 Infizierte (44 Genesene/ 2 Tote), Espelkamp 35 (34/-), Hille 32 (28/1), Hüllhorst 27 (24/-), Lübbecke 48 (44/-), Minden 136 (98/2), Petershagen 26 (25/-), Porta Westfalica 24 (21/1), Preußisch Oldendorf 19 (18/-), Rahden 23 (20/1), Stemwede 52 (50/2).

Im Johannes-Wesling-Klinikum in Miinden werden laut der Kreisverwaltung aktuell fünf Covid-19-Patienten behandelt. Davon wird einer auf der Intensivstation beatmet. Drei Covid-19-Patienten sind im Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, in Behandlung, zwei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation.

Insgesamt 406 Personen, die sich in 14-tägiger Quarantäne befanden, konnten bisher vom Gesundheitsamt aus der Isolation entlassen werden. Sie gelten als gesund.

Weiterer Todesfall

Zudem habe es am Dienstag noch einen weiteren Todesfall gegeben, teilt die Verwaltung mit. Es handele sich um einen 83-jährigen Mann aus Stemwede, der Dienstagmorgen außerhalb des Kreisgebietes verstorben sei. „Mein Beileid gilt der Familie und den Angehörigen des Verstorbenen“, sagt Landrat Ralf Niermann (SPD. „Dieser traurige Einzelfall zeigt, dass es noch länger eine wichtige gemeinsame Aufgabe von uns allen bleibt, besonders achtsam zu sein, um insbesondere unsere älteren oder gesundheitlich vorbelasteten Bürgerinnen und Bürger zu schützen“.

Appell des Kreises zu Christi Himmelfahrt

Der Landrat und der Krisenstab des Kreises Minden-Lübbecke schließen sich zudem einem Aufruf der Kreispolizeibehörde zum anstehenden Feiertag Christi Himmelfahrt an. „Bei allem Verständnis dafür, dass die Menschen gerne wieder feiern möchten – es wäre mehr als bedauerlich, wenn wir nach all den Einschränkungen der vergangenen Wochen wieder auf einen Anstieg der Neuinfektionen zusteuern würden, weil wir jetzt unvorsichtig oder leichtsinnig werden“, so Niermann. „Deshalb appelliere ich noch mal dringend an alle Bürgerinnen und Bürger: Das Virus ist weder verschwunden noch mit Sicherheit kontrollierbar. Bitte halten Sie weiter Abstand und vermeiden Sie unnötige Kontakte, um unsere bisherigen Erfolge nicht zu gefährden.“

Polizei und Kommunen setzen auf Einsicht

Christi Himmelfahrt sollte man in diesem Jahr am besten im Kreise der Familie verbringen, so der Appell von Polizei und Kommunen des Mühlenkreises zum anstehenden Feiertag. Die besonderen Umstände rund um den Infektionsschutz ließen leider keinen Raum für größere Ansammlungen oder Bollerwagen-Touren bunt gemischter Gruppen, heißt es. Polizei und Ordnungsämter werben um Verständnis für notwendige Maßnahmen und setzen dabei auf die Eigenverantwortung und gegenseitige Rücksichtnahme in der Bevölkerung.

Neben den derzeit geltenden Einschränkungen für Treffen im öffentlichen Raum sowie dem Verbot von Ansammlungen und Zusammenkünften von Personengruppen wird es für beliebte Ziele von Vatertagstouren besondere Regelungen geben. Diese betreffen für Minden die Kanzlers Weide und den Weserstrand sowie für Bad Oeynhausen den Sielpark, die Rehmer Insel, den Kurpark und den Inowroclawplatz.

Wie in den Vorjahren seien Polizei und Ordnungsämter im engen Dialog und am Vatertag verstärkt im Einsatz.

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