Guter Start der Viertklässler an der Grundschule Preußisch Oldendorf
Schilder weisen den Weg

Preußisch Oldendorf (WB). Auf dem Schulhof der Grundschule Preußisch Oldendorf herrscht wieder Leben – wenn auch nur etwas. Ein paar Schüler tummeln sich dort. Drei Mädchen stehen auf einer Kiesfläche und feixen. Die eine zieht einen Strich in den Kies, und als ein anderes Mädchen näher kommt, ruft sie „Geh weg, geh weg“. Was lustig gemeint ist, zeigt, die Schüler haben die Corona-Maßnahmen verinnerlicht.

Donnerstag, 07.05.2020, 17:02 Uhr aktualisiert: 07.05.2020, 17:04 Uhr

Das bestätigt Schulleiterin Christina Meese zum Start der Viertklässler am Donnerstag. „Es lief sehr gut, die Kinder haben sich vorbildlich verhalten. Mit sehr viel Geduld und sehr gesittet. Und das, obwohl sie ihre Freunde ja wirklich lange nicht gesehen haben“, berichtet Meese. Mit zwei weiteren Lehrerinnen hatte sie die Viertklässler morgens auf dem Schulhof mit Listen in Empfang genommen. Und es zeigte sich, dass die Informationspolitik der Schule funktioniert hat. „Es sind alle Viertklässler gekommen“, sagt die Schulleiterin. Auch weil die Schule während der vergangenen Wochen versucht hat, den persönlichen Kontakt zu den Schülern aufrecht zu erhalten. Über das Home Schooling, Anrufe oder Videochats.

Schulleiterin Christina Meese zeigt die Schilder mit den Hygienemaßnahmen an der Tafel.

Schulleiterin Christina Meese zeigt die Schilder mit den Hygienemaßnahmen an der Tafel. Foto: Viola Willmann

Auf dem Schulhof wurden die Mädchen und Jungen dann durch Wegweiser und Absperrband in die richtigen Klassenräume geleitet. Eine Woche etwa hatte Christina Meese Vorlauf, um den Wiedereinstieg der Viertklässler vorzubereiten. In den Klassenräumen wurden die Tische auseinander geschoben und mit Namensschildern versehen, Schilder mit Hinweisen zur Einhaltung der Hygienemaßnamen wurden an die Tafeln geheftet und auf dem Schulhof wurden Begrüßungsschilder mit netten Sprüchen aufgehängt. „Wir wollten die Schüler positiv begrüßen“, begründet Christina Meese die Idee.

Zeit geben

Maximal elf Kinder sitzen nun in einem Raum zusammen, aus drei Klassen sind sieben Lerngruppen geworden. Unterrichtet werden Mathe, Deutsch, Englisch und Sachkunde. Im zehnminütigen Abstand gibt es einen Wechsel bei den Pausenzeiten, damit immer nur eine Lerngruppe auf dem Schulhof ist. Mit dem Start ist die Schulleiterin schon mal zufrieden. „Das war schon beeindruckend zu sehen, wie die Schüler mit der Situation umgehen.“ Auch die Masken scheinen kein Problem für die Mädchen und Jungen zu sein. Die Kinder kommen mit Masken an und behalten sie auf, bis sie auf ihren Plätzen sitzen. Da dort der Mindestabstand gewahrt ist, dürfen sie die Masken dort absetzen. Geht es zur Toilette oder auf den Schulhof heißt es wieder „Maske auf“. Christina Meese: „Es war sieben Wochen alles anders, man muss den Kindern Zeit geben. Alle Maßnahmen, die wir uns überlegt haben, muss man genau beobachten und eventuell anpassen. Wir müssen flexibel bleiben.“

Kaum ist der Start mit den Viertklässlern gelungen, muss Meese die nächste Stufe vorbereiten. Am Montag startet das rollierende System mit allen Grundschülern. Die Jahrgänge kommen dann im tageweisen Wechsel zur Schule. „Es ist alles organisiert, es müssen jetzt alle informiert werden“, sagt die Schulleiterin, die hofft, dass es dann genauso reibungslos weitergeht.

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