Frau in Preußisch Oldendorf erschossen – Feuerwehr unterstützt Polizeiarbeit
Innenstadt wird zum Tatort

Preußisch Oldendorf (WB). Sonntagmittag 14 Uhr in Preußisch Oldendorf. Jetzt ist eigentlich Zeit für einen Nachmittagsspaziergang, für gemütliches Bummeln durch die Innenstadt. Doch an diesem Sonntag passiert auf offener Straße Dramatisches, fällt ein Schuss mit tödlichen Folgen.

Sonntag, 05.01.2020, 20:34 Uhr aktualisiert: 05.01.2020, 20:38 Uhr
Die Kameraden der Löschgruppe Preußisch Oldendorf sind am Marktplatz, um den Tatort mit Scheinwerfern auszuleuchten und vor Schaulustigen abzuschirmen. Foto: Andreas Kokemoor

Die Umstände der Tat sind noch nicht geklärt. Ein 58-jähriger Preußisch Oldendorfer soll seine 54-jährige, von ihm getrennt lebende Frau nach einem Streit erschossen haben. Die Rettungskräfte haben ihr Leben nicht retten können. Entschlossen handelnden Passanten ist es zu verdanken, dass der mutmaßliche Täter festgehalten und von der Polizei verhaftet werden konnte. Auch die heimische Feuerwehr ist im Einsatz, bis in den Abend hinein.

15 Kameraden vor Ort

Wie Martin Kniepkamp von der Freiwilligen Feuerwehr Preußisch Oldendorf berichtet, hat die Polizei die Feuerwehr darum gebeten, Sichtschutz aufzustellen und den Tatort auszuleuchten. „Die Polizei war schon vor Ort, als unsere 15 Einsatzkräfte ankamen“, schildert er die Situation. Mit einem roten Zelt schützte die Feuerwehr in den folgenden Stunden die Arbeit der Spurensicherung vor dem Eiscafé und schirmte die Spezialkräfte von den Blicken Schaulustiger und vor Witterungseinflüssen ab. Außerdem unterstützten die Scheinwerfer der Feuerwehr die Polizeiarbeit.

Belastender Einsatz

Wie lange diese Amtshilfe noch benötigt wurde, konnte Martin Kniepkamp am Abend noch nicht abschätzen. Nach bislang zwei kleineren Alarmierungen 2020 in der Silvesternacht nun also ein vielstündiger Einsatz der Löschgruppe.

Auch wenn das Todesopfer bei Eintreffen der Kameraden schon abgedeckt war – Einsätze, bei denen es um schwer verletzte oder getötete Menschen geht, sind für die Ehrenamtlichen von der Feuerwehr nicht alltäglich und belasten sie sehr. „In solchen Fällen verweisen wir auf die psychosoziale Unterstützung, die unsere Wehr und die Kreisfeuerwehr bereitstellt“, sagt Martin Kniepkamp.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7172746?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516040%2F
Arminia und der Karten-Ärger – Hacker-Angriff?
Zu 20 Prozent darf die Schüco-Arena am Samstag ausgelastet werden. Die Registrierung für die etwa 5400 Karten sorgt für Probleme. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker