Bauausschuss spricht sich für Neubau auf Börninghauser Anlage aus
Minigolfhütte muss ersetzt werden

Preußisch Oldendorf/Börninghausen (WB). Die Holzhütte am Minigolfplatz in Börninghausen ist in die Jahre gekommen. Über den Zustand des Bauwerks, die Kosten für einen Neubau und die Fördermöglichkeiten hat der Bauausschuss der Stadt Preußisch Oldendorf diskutiert. Am Ende waren sich alle einig, dass eine neue Hütte kommen soll.

Samstag, 07.12.2019, 07:36 Uhr aktualisiert: 07.12.2019, 07:40 Uhr
Die Holzhütte an der Minigolfanlage am Haus der Begegnung in Börninghausen ist so marode, dass sie ersetzt werden soll. Das will der Bauausschuss auf den Weg bringen. Foto: Arndt Hoppe

Gabriele Rotter vom Gebäudemanagement der Stadt Preußisch Oldendorf hatte deutlich gemacht, dass die bestehende Hütte „abgängig“ sei. „Das können wir drehen wie wir wollen“, sagte sie. Auf Hinweis der Betreiberin hatte sie sich das Holzhäuschen angesehen. Die Hütte stehe direkt an einem Hang, so dass sie häufig Feuchtigkeit ausgesetzt sei. Das habe zu verfaulten Bohlen, einem beschädigten Fußboden und in der Folge auch zu einem gravierenden Nagerproblem geführt.

Neue Hütte soll wesentlich größer werden

„Teile des Daches weisen außen morsche Bohlen auf“, sagte Rotter. Zudem sei am Tag der Besichtigung auch ein Prüfer des Gesundheitsamtes vor Ort gewesen. „Selbst wenn wir keinen Neubau machen, dann müsste zumindest ein zweites Waschbecken und eine Warmwasserzufuhr für die Spüle eingebaut werden“, sagte sie. „Wenn wir nichts machen, dürfen wir die Hütte nicht weiterbetreiben.“

Gabriele Rotter erläuterte, dass das von der Verwaltung vorgeschlagene Ersatzgebäude als Blockbohlenbau geplant sei, mit leicht geneigtem Dach auf einer Stahlbetonsohle errichtet. „So beugen wir einer Durchfeuchtung vom Boden her vor.“ Die Nutzfläche soll zwischen 21 und 25 Qua­dratmetern liegen und wäre somit je nach Angebot etwa 50 bis 80 Prozent größer als die alte. Die jetzige Hütte genüge nicht mehr den heutigen Ansprüchen, erklärte Rotter.

40.000 Euro sind als Kosten für die neue Hütte veranschlagt

Sie ergänzte, dass die Hütte nicht unbedingt an dem Standort bleiben müsse. Eventuell könnte ein etwas trockenerer Platz gewählt werden. Zudem erwähnte sie, dass sich der Stromanschluss und ein Elektroverteilerkasten für das Haus der Begegnung im jetzigen Kiosk in der Hütte befindet. Eine Verlegung des Anschlusses in das Haus des Gastes sei im jetzigen Kostenrahmen noch nicht enthalten.

Die Gesamtkosten von 40.000 Euro für den Ersatzbau sorgten für Diskussionsbedarf im Ausschuss. Die Holzhütte selbst schlägt mit 17.300 Euro zu Buche. Ein weiterer wesentlicher Kostenfaktor ist laut Rotter die Gründung mit 10.900 Euro.

Der Bau kann zu 65 Prozent (mit 26.000 Euro) über das Landesprogramm Strukturförderung ländlicher Raum“ finanziert werden. Rolf-Dieter Schütte (CDU) sagte: „Bei 17.000 Euro allein für die Hütte streuen sich bei mir die Nackenhaare.“ Er wollte wissen, ob die Verwaltung schon mit dem Heimatverein gesprochen habe. „Vielleicht will der Verein das Projekt in Eigenregie machen.“ Privatpersonen und Vereine könnten bei Angeboten nachverhandeln.

„Wir fangen nicht an, wenn wir keine Förderung bekommen“

Bauamtsleiterin Maren Heidenreich merkte an, dass gemeinnützige Vereine durchaus Anträge stellen könnten, die mit bis zu 65 Prozent gefördert werden, wenn die förderfähige Betrag mindestens 20.000 Euro betrage.

Bürgermeister Marko Steiner sagte: „Für einen Förderantrag ist zwingend ein Bauantrag erforderlich.“ Wenn man nicht allzu lang ohne Hütte dastehen wolle, müsse dieser auf den Weg gebracht werden. Er machte aber auch deutlich: „Wir fangen nicht an, wenn wir keine Förderung bekommen.“

So beschloss der Ausschuss schließlich einstimmig, die Verwaltung zu beauftragen, Gespräche mit dem Heimatverein zu führen und einen Bauantrag zu stellen. Die Ergebnisse sollen in der nächsten Bauausschusssitzung vorgestellt werden.

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