Irisch für Anfänger: Folk-Band lässt das Publikum mitsingen „Folleri-de-dom“

Preußisch Oldendorf (WB). Wer an Irland denkt, denkt an große grüne Wiesen, kleine Pubs und fröhliche Musik. Die war am Freitagabend in der Aula der Sekundarschule zu hören. Vor 70 Besuchern spielte die Irish-Folk Band »Dancing Willow«.

Von Joscha Westerkamp
Irischer Konzertabend in der Sekundarschule: Sängerin Anna Murböck (rechts) hat das Publikum zum Mitsingen animiert – ein Schlückchen Irish-Ale konnte da hilfreich sein.
Irischer Konzertabend in der Sekundarschule: Sängerin Anna Murböck (rechts) hat das Publikum zum Mitsingen animiert – ein Schlückchen Irish-Ale konnte da hilfreich sein. Foto: Westerkamp

»Wir haben bei uns in der Band ein Faible für dramatisch endende Liebesgeschichten – zumindest in unseren Stücken«, sagte Sängerin Anna Murböck. Tragische Geschichten gab’s von der Grünen Insel zu hören, voller Melancholie, was fürs Taschentuch. Nur gut, dass die irische Band auch muntere Stücke im Portfolio hatte. Somit war trotz einer beachtlichen Länge von zweieinhalb Stunden für Abwechslung gesorgt.

Das Publikum wurde in den Auftritt eingebunden, Mitklatschen, ja klar. Bei manchen Stücken sollten die Zuschauer sogar mitsingen, was bei Texten wie „Folleri-de-dom, de-dearai diddero...“ nicht immer einfach war. Nichtsdestotrotz stellte die Sängerin beeindruckt fest: »Die Preußisch Oldendorfer sind aber echt gesangsstark.« Neben Anna Murböck gehörten zur Band Barbara Kranz (Geige), Graham Connell (Akustik- und E-Gitarre), Günter Schiller (Bass), Michael Tuschewitzki (Schlagzeug) und Steffi Budde (Akkordeon). Letztere spielte nicht nur normales Akkordeon, sondern bei einigen Stücken auch »Box«, ein besonderes irisches Knopfakkordeon. Zweimal spielte sie auch »Tin Whistle«, eine irische Flöte. Neben Songs mit der gesamten Band gab es akustische Stücke, bei denen nur ein Teil der Gruppe spielte. Das komplette Konzert wurde ohne Noten aufgeführt. Zwischen den Stücken tauschten sich die Bandmitglieder kurz über das nächste Lied aus.

Letzte Veranstaltung in diesem Jahr

Für einen besonderen Moment sorgte Schlagzeuger Michael Tuschewitzki, als er zum Ende hin von der Bühne hinab ins Publikum stieg. Dort begann er, auf Tischen, Stühlen und Flaschen weiter zu trommeln. Auch ein längeres Schlagzeugsolo begeisterte die Zuschauer. Im Publikum waren Tische aufgestellt, auf denen Salzstangen und leuchtende Kerzen standen. Das sorgte für eine angenehme Atmosphäre. Passend zum Konzert wurde Irisches Ale verkauft. Das bot sich an, um die Stimme fürs Mitsingen geschmeidig zu machen.

Das Konzert war die letzte Veranstaltung des Preußisch Oldendorf Kunst- und Kulturvereins in diesem Jahr. Für den Vorsitzenden Wilhelm Lindemann war es ein gelungener Abschluss: »Es war klasse!« Generell zeigte er sich sehr zufrieden mit dem Jahr. »Wir hatten viele verschiedene Veranstaltungen, jede war auf ihre Art toll.« Für 2020 warten bereits viele neue Veranstaltungen: »Ein besonderes Highlight wird die Lesung mit Schauspieler Joe Bausch«, glaubt Lindemann.

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