Urkunde der Vereinten Nationen für Aktion „Kinder brauchen Natur“ in Preußisch Oldendorf Jugendarbeit erhält viel Lob

Preußisch Oldendorf (WB). Eine Auszeichnung der Vereinten Nationen gibt es nicht alle Tage für Preußisch Oldendorf. Diese konnte Jugendpfleger Andreas Keller zum Abschluss seines Jahresberichtes präsentieren. Die Ehrung hatte die Aktion des Jugendtreffs „Kinder brauchen Natur“ erhalten. Sie wurde als offizielles Projekt der „UN-Dekade Biologische Diversität“ im Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“ geführt.

Von Arndt Hoppe
Jugendpfleger Andreas Keller (links) und Bürgermeister Marko Steiner freuen sich über die Auszeichnung der UN für das Jugendtreff-Projekt „Kinder brauchen Natur“.
Jugendpfleger Andreas Keller (links) und Bürgermeister Marko Steiner freuen sich über die Auszeichnung der UN für das Jugendtreff-Projekt „Kinder brauchen Natur“. Foto: Arndt Hoppe

Doch diese Ehrung war bei weitem nicht der einzige Grund, den die Ausschussmitglieder fanden, um Andreas Keller für seinen Jahresbericht ein Lob auszusprechen. Dieser hatte die vielfältigen Angebote der Jugendpflege präsentiert. Insgesamt 110 Ferienspiele habe die Jugendpflege in den Oster-, Sommer- und Herbstferien anbieten können. Keller verwies darauf, dass besonders die Nachfrage nach Ferienfreizeiten gestiegen sei, insbesondere bei benachteiligten Kindern. Für die Anmeldung zu den Ferienspielen wolle er nicht komplett auf „Online“ setzen, betonte Keller: „Ich wehre mich dagegen, denn online erreiche ich die nicht, die ich erreichen möchte. Da braucht es auch die persönliche Ansprache.“

50 Vermietungen

Keller berichtete auch über die Auslastung des Jugendtreffs: Neben den Zeiten des Offenen Treffs an 100 Tagen im Jahr gab es Veranstaltungen mit Schulen (28) und Kindergärten (5). Es habe außerdem 50 Vermietungen des Jugendtreffs für Kindergeburtstage und Gruppen gegeben. Die Jugendpflege stellte außerdem Fahrzeug und Material für die Sekundarschule und die evangelische Jugend zur Verfügung. Der Jugendtreff beteiligte sich überdies an diversen Veranstaltungen vom Kinderkarneval, Fest zum Weltkindertag sowie an den Weihnachtsmärkten. „In diesem Jahr sind wir leider nicht beim Weihnachtmarkt in Bad Holzhausen dabei“, sagte Keller. „Da fehlt es uns einfach an personellen Ressourcen.“ Denn Andreas Keller ist nach wir vor der einzige hauptamtliche Mitarbeiter der Jugendpflege. Viele weitere Aufgaben werden von ehrenamtlichen Helfern und Praktikanten übernommen, in deren Ausbildung Keller auch involviert ist.“

Andreas Keller ging auch auf die Vandalismusschäden durch Jugendliche im Verlauf des Jahres in Preußisch Oldendorf ein. „Wir kriegen das alles hin“, sagte er, wünschte sich aber auch dort mehr personelle Unterstützung. Er stehe zwar in regem Austausch mit Polizei und Ordnungsamt, aber: „Da habe ich auch so manche Nachtstunden verbracht.“ Iris Pfeif (SPD) wollte wissen, ob er in diesen Fällen allein unterwegs sei. Keller entgegnete, dass er einen anderen Zugang zu den Jugendliche habe, wenn er nicht mit Ordnungskräften erscheine: „Ich begebe mich dabei nicht in Gefahr.“

Eine gute Nachricht des Jugendpflegers lautete: „Wir bleiben im Budget.“ Mit Blick auf das Jahr 2020 sagte er: „Ich weiß nicht, ob ich das Angebot halten kann.“ Neue ehrenamtliche Helfer zu motivieren, gestalte sich zunehmend schwierig. „Das lässt sich ja leider auch bei anderen Vereinen feststellen“, sagte Keller.

Kommentare

eine Zeitung von gestern

Herzlichen Glückwunsch Andreas zu dieser verdienten Auszeichnung. Du zeigst was mit persönlichem Engagement trotz knapper Kassen alles möglich ist.

Im Gegensatz zum Westfalenblatt, das noch in der Vergangenheit lebt und nicht mitbekommen hat, dass die "Jugendpfleger" schon seit einigen Jahren im Kreis Minden-Lübbecke "Jugendförderer" heißen und darüber auch in der Presse berichtet wurde. Vielleicht beim Interview ein bisschen sorgfältiger zuhören wär mein Tipp.

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