Aktion des Lashorster Heimatvereins und des Posaunenchors Alswede zum Erntedank
Erntewagen holt Gaben von den Höfen

Preußisch Oldendorf-Lashorst/Lübbecke-Alswede (WB). Der Dank für die gute Ernte und das Spenden an Bedürftige ist eine uralte Tradition, die noch immer gepflegt wird. Der Lashorster Heimatverein und der Posaunenchor Alswede machen daraus ein besonderes Ereignis. Sie holen die Gaben zum Erntedankfest direkt bei den Spendern ab.

Dienstag, 08.10.2019, 06:00 Uhr
Christine Hemmers (links) und Ulrike Höppner (3. von links) von der Kirchengemeinde Alswede nehmen die Spenden entgegen, die Jörg Katenbrink (2. von links), Henrik Langelahn (4.von links), Werner Hülsmeier (5.von links), Ole Steinmeier (4. von rechts), Marlon Deeke (3. von rechts), Gerhard Burkamp (2.von rechts) und Elisabeth Werdin (rechts) mit dem Erntewagen eingesammelt haben. Foto: Eva Rahe

Die Erträge aus Landwirtschaft und den heimischen Gärten werden oft mit viel Hege und Pflege und guter Energie erzeugt. Zudem ist die Ernte von Wind und Wetter abhängig. Äpfel und Birnen, Möhren, Gurken und Kartoffeln, sie alle wachsen nicht von alleine. Daran erinnert die uralte Tradition des Erntedankfestes. In der christlichen Gemeinschaft richten die Gläubigen zudem Gebete und Fürbitten an Gott und danken ihm so für die gute Ernte.

Strecke ist seit langem gleich geblieben

Auch in der St. Andreaskirche zu Alswede wird diese Tradition gepflegt. Vor dem Altar und an den Seitenwänden stehen Kisten und Kartons mit Feldfrüchten, Obst und Gemüse. Sie warten am Vortag des Erntedank-Sonntags darauf, vor dem Altar dekoriert zu werden.

Ein Teil dieser Gaben wird seit Jahrzehnten vom Lashorster Erntewagen gebracht. Dieser alte Pferdewagen holt die Gaben direkt bei den Spendern ab. In diesem Jahr wurde der Erntewagen von Gerhard Burkamp vom Heimatverein Singgemeinde Lashorst betreut. Er sorgte dafür, dass die Fahrgäste, die Mitglieder des Posaunenchors Alswede, während der Fahrt gut versorgt waren und dass alle Gaben auch eingesammelt wurden.

»Die Strecke ist bis auf ein paar Ausnahmen immer die Gleiche geblieben«, erklärte er. Der alte Pferdewagen wird heute von einem Trecker gezogen. Er startete um 14 Uhr an der Alten Schule Lashorst, von dort fuhr er erst eine Schleife nach Süden und überquerte dann Richtung Norden den Kanal, um auch auf dieser Seite die einzelnen Höfe anzufahren. Dann ging es über Hedem weiter in Richtung Alsweder Kirche.

Erntegaben werden an die Tafel Lübbecker Land gespendet

Diese alte Tradition würde es schon ewig geben, erklärte Organist Henrik Langelahn, der die Musiker begleitete. »Seit Pferdewagens-Zeiten fährt der Erntewagen schon die alte Route«, sagte Langelahn. Überall dort, wo Erntedankgaben zum Abholen bereit lägen, würde der Posaunenchor ein kleines Ständchen spielen. »Das kommt bei den Spendern immer noch gut an«, sagte er. Diese würden sich nicht selten mit einem kleinen Geschenk bedanken. Dann würden auch schon mal Pralinen oder Süßigkeiten in den Wagen gereicht.

An der St. Andreaskirche wurden die Gaben in die Hände von Küsterin Christine Hemmers und Presbyterin Ulrike Höppner übergeben, die sie bis zum Gottesdienst am Sonntag in die richtige Form und Anordnung brachten. Für den Erntedankgottesdienst dienten sie aber nicht nur als hübsche Dekoration. »Nach dem Fest werden alle Gaben an die Tafel Lübbecker Land gespendet«, erklärte Christine Hemmers. »Dort wissen wir sie in guten Händen, wo sie an die Bedürftigen weiter verteilt werden.«

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