Andreas Eckermann radelt für Kinderhospize einmal durch Deutschland
Jeder Kilometer spendet

Preußisch Oldendorf (WB/fs). Als Andreas Eckermann am vergangenen Mittwoch in Grenzach-Wyhlen, dem südlichsten Punkt Baden-Württembergs zu seiner Spendenradtour gestartet ist, habe er nicht damit gerechnet, dass er mit seiner Aktion so viel Aufsehen erregen würde. Das sagt der 36-Jährige sichtlich Stolz und mächtig verschwitzt, als er am Mittwoch Station im Rathaus von Preußisch Oldendorf macht.

Donnerstag, 08.08.2019, 07:00 Uhr
Auch im Rathaus in Preußisch Oldendorf haben die Mitarbeiter Spenden gesammelt. Marlies Bormann hat sie an Andreas Eckermann übergeben. Foto: Freya Schlottmann

Knapp sieben Tagesetappen hat er da schon hinter sich. Vier sind es noch bis zum Ziel, der Insel Sylt und damit dem nördlichsten Punkt Deutschlands. Pro Etappe legt Eckermann zwischen 80 und 150 Kilometer auf seinem Rennrad zurück. Alles in allem radelt er 1100 Kilometer – einmal quer durch Deutschland.

Im Gepäck hat er nur das Nötigste: »Mein Smartphone, ein Akkuladegerät und ein paar leichte Klamotten.« Alles was er für seine Tour braucht, hat der 36-Jährige auf seinem Rad dabei, denn Begleitung oder Unterstützung hat er während der zwölf Tage keine.

Warum er diese Anstrengung auf sich nimmt? »Ich will das Thema Kinderhospiz bekannter machen und die Aufmerksamkeit darauf lenken«, sagt Eckermann.

Bislang sind schon fast 70.000 Euro eingegangen

Vor einem Jahr hat der Marketingberater den Entschluss gefasst, mit seinem Fahrrad durch ganz Deutschland zu fahren und Spenden für jeden gefahrenen Kilometer zu sammeln. Der gesamte Erlös seiner Aktion soll dem Bundesverband Kinderhospiz zugute kommen. »In Deutschland leben 40.000 Kinder und Jugendliche mit lebensbegrenzenden Krankheiten«, erklärt Eckermann. Viele von ihnen verbringen eine lange Zeit in einem Hospiz. Und dabei würden nicht nur die Kinder eine schwere Zeit durchmachen, sondern auch deren Familien, sagt Eckermann. »Mit dem Spendengeld will ich den Familien wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern.« Einen Teil des Erlöses soll beispielsweise das »Oskar Sorgentelefon« erhalten, bei dem sich Angehörige von kranken Kindern melden können und Unterstützung bekommen.

Aus den ursprünglich geplanten 5000 Euro sind in den vergangenen Tagen auf Eckermanns Spenden-Konto bereits knapp 70.000 Euro eingegangen. »Das ist der Wahnsinn«, sagt der 36-Jährige. Besonders freue es ihn, dass immer mehr Leute davon erfahren und ihn unterstützen würden. »Jürgen Milski hat mich beispielsweise für 15 Kilometer auf dem Rad begleitet und vom FC Schalke 04 habe ich ein unterschriebenes Trikot zum Versteigern bekommen«, berichtet Eckermann.

Auf seinen Stationen besucht er zudem auch immer wieder Einrichtungen, wie zum Beispiel das Kinderhospiz in Bethel. »Vor Ort sieht man dann auch immer wieder, dass jeder Euro dort gut ankommt.«

Weitere Informationen zur Spendenradtour und die Möglichkeit zum Spenden gibt es im Internet.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6833598?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516040%2F
Polizei: Kaum mehr Hoffnung für vermisste 26-Jährige
Der Schluchtensteig: Hier war die Bad Lippspringerin wandern. Foto: Schluchtensteig Schwarzwald
Nachrichten-Ticker