Markus Maria Profitlich sorgt mit Auftritt in der Sekundarschule für Gesprächsstoff
Komik mit der Mimik

Preußisch Oldendorf (WB/lei). Komiker Markus Maria Profitlich hat am Freitagabend in der Aula der Sekundarschule Preußisch Oldendorf das Publikum unterhalten – und dabei auch die Grenzen des Ertragbaren ausgereizt.

Sonntag, 05.05.2019, 07:14 Uhr aktualisiert: 05.05.2019, 17:18 Uhr
»Schwer verrückt« heißt das Programm von Markus Maria Profitlich, das er in der Sekundarschule präsentierte. Der Verein KuK zeigte sich über das Gastspiel des Komikers erfreut. Foto: Knickmeier

Seinen Auftritt in der Aula begann er eingeschnürt in eine Zwangsjacke – Symbol für die zahlreichen kleinen und großen Verrücktheiten in unserem Alltag. »Leben wir in einer gigantischen Irrenanstalt?«, fragte er in seinem Programm mit dem Titel »Schwer verrückt«. Mit treffsicherer Komik entlarvte er unter anderem die Tricks der Supermärkte, erzählte von seinem Pilates-Kurs mit dem Dalai Lama oder präsentierte eine Ode an die Eintagsfliege à la »So ein Tag, so wunderschön wie heute«.

Wandelbare Mimik

Die alltäglichen Verrücktheiten im Programm reichten bis zum Spanferkel-Smoothie und strapazierten die Lachmuskeln der Zuhörer über 90 Minuten lang. Bewundernswert war, wie Profitlich nur dank seiner wandelbaren Mimik in verschiedene Rollen schlüpfte und auch seine eigene Parkinson-Erkrankung thematisierte.

Den Geburtstag seiner 14-jährigen Tochter zu organisieren, brachte ihn zur Verzweiflung, weil die Teenager alle an Gluten-, Laktose- und Zuckerunverträglichkeit litten. Spontan reagierte der Komiker aber auch auf Situationen im Publikum. Mitten im Programm verließ ein Gast den Saal Richtung Toilette. Profitlich kommentierte den Abgang nur mit: »Du weißt aber schon, dass das hier live ist?« Er wartete mit der Fortführung seines Programms, bis der Zuschauer wieder auf seinem Platz saß und gab Anekdoten zum Besten, wie er zur Comedy gekommen ist. Die Rückkehr quittierte er dann mit: »Hände gewaschen? Gut, dann können wir ja weitermachen.«

Blank gezogen

Die besten Sketche des Abends waren jene, die ganz ohne Worte und nur mit eingespielten Geräuschen funktionierten. Etwa die Flucht vor der Fahrkartenkontrolle auf die ICE-Toilette, die damit endete, dass der Komiker dem Publikum seinen blanken Hintern präsentierte. Diese Art der Comedy traf dann nicht alle Geschmäcker und wurde zum Gesprächsthema der Pause.

Profitlich stellte auch einen gedopten Kegler, einen Angler und Jäger rein pantomimisch dar und bewies damit sein schauspielerisches Talent. Gelernt hat er Schreiner, doch Karriere machte er im Fernsehen als »Erklärbär« in der »Wochenshow« sowie mit seiner eigenen Comedy-Serie »Mensch Markus«. Auch als Synchronsprecher gibt das sympathische Schwergewicht eine gute Figur ab.

KuK lädt zu Konzert ein

Organisiert wurde der Comedy-Abend vom Verein für Kommunikation und Kultur in Preußisch Oldendorf (KuK). »Ohne die ehrenamtliche Unterstützung der Mitglieder des Vereins wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich«, sagte Vorsitzender Wilhelm Lindemann.

Wer nach diesem unterhaltsamen Abend noch nicht genug von Comedy hat, kann sich im Herbst auf den Besuch von Ingolf Lück freuen. Und wer nicht ganz so lang auf die nächste Veranstaltung des KuK warten möchte, darf sich auf die irische Folk-Band Trail of Smoke freuen. Sie geben am Samstag, 25. Mai, um 19 Uhr ein Open-Air-Konzert im Kurpark in Bad Holzhausen.

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