Erster Spatenstich für Erweiterung der Kita an der Friedhofstraße
»Wunderwelt« wird größer

Preußisch Oldendorf (WB). Gerade einmal fünf Jahre ist es her, dass der evangelische Kindergarten Wunderwelt in Preußisch Oldendorf in der Friedhofstraße gebaut wurde. Und schon wird er erweitert.

Mittwoch, 03.04.2019, 06:00 Uhr
Freuen sich über den Baubeginn zur Erweiterung der Kita Wunderwelt an der Friedhofstraße in Preußisch Oldendorf (von links): Ingrid Ortlieb, Michael Weber, Carsten Schöneberg, Jutta Hovemeyer, Susanne Rathert, Marko Steiner und Diana Bruguet. Foto: Arndt Hoppe

»Dass wir hier so bald wieder einen Spatenstich setzen würden, damit haben wir damals ganz und gar nicht gerechnet«, sagte Carsten Schöneberg vom Trägerverbund Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder im Kirchenkreis Lübbecke. »Aber das Kreisjugendamt hatte den Bedarf an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige ermittelt und ist an uns herangetreten.« Zum Glück sei das Gebäude bereits in Modulbauweise geplant worden, um eine spätere Erweiterung zu vereinfachen.

45 Plätze auf zwei Etagen

All das ist Teil der Vorgeschichte zum symbolischen Spatenstich für den Erweiterungsbau, den Vertreter aller Beteiligten gestern im Garten der Kita setzten. Zur Schaufel griffen außer Carsten Schöneberg auch Kita-Leiterin Ingrid Ortlieb, Pfarrer Michael Weber, Architektin Susanne Rathert, Bürgermeister Marko Steiner sowie Jutta Hovemeyer und Diana Bruguet vom Trägerverbund. Der zweistöckige Anbau wird zwei Gruppen mit zusammen 45 Kindern Platz zur Entfaltung bieten. »In einer Etage wird eine ganz neue Gruppe mit 20 Kindern einziehen. Die andere Gruppe mit 25 Kindern zieht von unserer Kita am Standort Spiegelstraße herüber«, erklärte Ingrid Ortlieb. »Dadurch verbessern wir auch dort die räumliche Situation.«

Garten bleibt nutzbar

Trotz der Bauarbeiten, die einen großen Teil des jetzigen Gartens betreffen, müssen die Kinder nicht auf das Spielen im Freien verzichten. »Alle Geräte im Außenbereich unseres Kindergartens werden bespielbar sein. Und der Weg für die Kinder ist so abgesichert, dass sie gefahrlos an der umzäunten Baustelle entlang in den Garten kommen. Auf den Kletterturm mit Rutsche müssen die Kleinen eine Weile verzichten, bis er im hinteren Teil des Grundstücks wieder aufgebaut wird. Der Turm wurde gestern mit Hilfe eines kleinen Baggers von seinem angestammten Platz entfernt, weil genau dort die Erdarbeiten für den Neubau beginnen sollten. »Das Grundstück, das der Kirchengemeinde gehört, ist groß genug, weil wir schon mit der Erweiterungsoption geplant haben«, erklärte Pfarrer Michael Weber.

Finanzierung

Die Gesamtkosten für die Erweiterung liegen bei 621.835 Euro. Der Kreis Minden-Lübbecke und das Land Nordrhein-Westfalen unterstützen die Maßnahme mit 423.315 Euro. Die Stadt Preußisch Oldendorf steuert einen Anteil von 65.099 Euro zu dem Projekt bei. Damit verbleibt eine Eigenleistung von 133.421 Euro beim Trägerverbund Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder im Kirchenkreis Lübbecke. Carsten Schöneberg sagte: »Wir freuen uns, dass die Erweiterung dank der Verteilung auf mehrere starke Schultern schon so bald verwirklicht werden kann.« Architektin Susanne Rathert ergänzte: »Ziel ist es, dass der Anbau bis Mai 2020 fertig ist.«

Bürgermeister Marko Steiner sagte: »Die Stadt freut sich, dass sich der Trägerverbund entschlossen hat, unsere Versorgung mit Kindergartenplätzen auf noch bessere Füße zu stellen. Das Angebot für Kinder ab einem Jahr ist auch ein wichtiger Standortfaktor für Preußisch Oldendorf, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen.« Damit werde nicht nur Platz für die Kinder geschaffen. Mit den modernen Räumen würden auch die Arbeitsbedingungen für das Personal der Einrichtung verbessert.

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