Mutmaßlicher Brandstifter in Haft
Flüchtling zündet Unterkunft an

Preußisch Oldendorf-Harlinghausen (WB/aha). Ein Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft hat in der Nacht zu Sonntag mutmaßlich ein Feuer in dem Gebäude an der Langenhegge in Harlinghausen gelegt. Den Tatverdächtigen konnte die Polizei ermitteln und vor Ort festnehmen. Er ist seit Montag in Haft. Die Preußisch Oldendorfer Feuerwehr konnte den Brand nach Angaben der Polizei schnell unter Kontrolle bringen.

Montag, 01.04.2019, 17:33 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 17:36 Uhr
Die Feuerwehr hat Sonntagnacht einen Brand in der Flüchtlingsunterkunft Langenhegge gelöscht. Foto: Kai Wessel

Von den Menschen, die in der Unterkunft leben, kam niemand zu Schaden. Gegen 3.30 Uhr wurden die 15 Bewohner der Unterkunft in der Straße Langenhegge vom durchdringenden Pfeifen der Brandmelder aus dem Schlaf gerissen. Kurze Zeit später traf die Feuerwehr ein. Sie lokalisierte einen Brand in der Isolierung der Außenwand und löschte ihn. Das Zimmer wurde durch das Feuer schwer beschädigt.

Sachschaden in Höhe von 10.000 Euro

Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 10.000 Euro. Bereits in der Nacht gab es erste Hinweise auf Brandstiftung. Daraufhin folgte die Festnahme. Nach Lüftung der Unterkunft konnten die verbliebenen Bewohner gegen 4.40 Uhr wieder ihre Zimmer beziehen.

Am Sonntag untersuchten die Spezialisten der Polizei Minden-Lübbecke zusammen mit zwei Brandmittelspürhunden der Polizei aus Stukenbrock sowie einem Sachverständigen das Zimmer. Nach bisherigem Ermittlungsstand wurde dabei eine vorsätzliche Brandlegung festgestellt. Auf welche Art und Weise, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Amtsgericht erlässt Haftbefehl

Der Tatverdächtige wurde zunächst zwangseingewiesen. Wie Polizeisprecher Thomas Bensch mitteilte, wurde der 34-Jährige am Montagnachmittag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld dem Amtsgericht Minden vorgeführt. Dieses erließ einen Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung.

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