Kaufmann aus dem Emsland soll den Zuschlag für Schloss Hüffe erhalten Schlossherr gefunden?

Preußisch Oldendorf (WB). Es gehört zu den Perlen des Mühlenkreises: Schloss Hüffe in Lashorst. Seit dem Tod der Gräfin Katharina Gräfin von Schwerin-Krukemeyer im Februar 2015 steht das Schloss leer. Nach Informationen dieser Zeitung soll der Verkauf des ostwestfälischen Herrensitzes jetzt unmittelbar bevorstehen.

Von Kai Wessel und Friederike Niemeyer
Seit vier Jahren steht Schloss Hüffe in Preußisch Oldendorf-Lashorst leer. Ein Sicherheitsdienst bewacht die Luxus-Immobilie. Nun soll der Verkauf des Schlosses unmittelbar bevorstehen. Nach Informationen dieser Zeitung soll der Zuschlag an einen Kaufmann aus dem Emsland gehen.
Seit vier Jahren steht Schloss Hüffe in Preußisch Oldendorf-Lashorst leer. Ein Sicherheitsdienst bewacht die Luxus-Immobilie. Nun soll der Verkauf des Schlosses unmittelbar bevorstehen. Nach Informationen dieser Zeitung soll der Zuschlag an einen Kaufmann aus dem Emsland gehen. Foto: Eva Rahe

Wie die LÜBBECKER KREISZEITUNG aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr, soll der Zuschlag für das Schloss an einen Kaufmann aus dem Emsland gehen. Der Kaufpreis soll demnach 4,6 Millionen Euro betragen. Ursprünglich waren mehr als 6 Millionen Euro für Schloss Hüffe angesetzt. Laut Expertenschätzung beträgt der Wert des Anwesens sogar 15 Millionen Euro.

Kein Kommentar des Käufers

Der potenzielle Käufer ließ gestern wissen, dass er sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht in der Angelegenheit äußern wolle. Insolvenzverwalter Stephan Höltershinken aus Minden hatte sich zuletzt ebenfalls mit Verweis auf noch fehlende Unterschriften bedeckt gehalten. Gleichzeitig hatte er angedeutet, dass es zeitnah zu einem Vertragsabschluss kommen könne.

Gestern erklärte Höltershinken auf Anfrage, dass ihn die Gläubigerversammlung zu Kaufverhandlungen mit dem Interessenten beauftragt habe. Dabei sei jenem auch Exklusivität und Vertraulichkeit zugesichert worden. »Ziel ist es, den Verkauf noch in diesem Monat abzuschließen«, sagte Höltershinken. Zu den Plänen des Käufers erklärte er, dass der Interessent eine private Nutzung des Schlosses beabsichtige.

Zweiter Interessent

Ernsthaftes Interesse am Schloss besteht derzeit noch von anderer Seite. Ein Geschäftsmann aus Düsseldorf hat ein Angebot für das Anwesen abgegeben. Er gab gestern im Gespräch mit dieser Zeitung zu verstehen, dass er seine Nichtberücksichtigung nicht nachvollziehen könne, zumal sein Gebot in nicht unerheblicher Höhe über dem des Mitbewerbers läge: »Mir wurden leider keine plausiblen Gründe genannt, wieso der Zuschlag an jemand anderes gehen soll. Ich hoffe noch immer, dass der jetzige Interessent abspringt.« Der Geschäftsmann betonte, dass er Schloss Hüffe in seiner aktuellen Form erhalten wolle und keinen Weiterverkauf von Ländereien oder Nebengebäuden wie beispielsweise vom Reitstall oder vom Torhaus plane. Dass es nach dem Verkauf zu einer Zerstückelung des Besitzes kommen könnte, befürchten Hüffe-Freunde seit Jahren.

Gläubiger reden mit

Zum Interesse aus Düsseldorf erklärte Insolvenzverwalter Höltershinken, dass ihm bislang nur ein telefonisches Angebot vorläge. Zudem würden die notwendigen Finanzierungsbestätigungen fehlen. Bis auf weiteres sei für ihn daher der vorliegende Beschluss der Gläubigerversammlung bindend.

Höltershinken ist seit 2015 für Schloss Hüffe zuständig. Nachdem kein Erbe das Schloss haben wollte , hatte der Insolvenzverwalter die Vermarktung der Luxus-Immobilie samt der darin befindlichen Wertsachen und der dazu gehörenden Ländereien übernommen. In den vergangenen Jahren sollen sich auch prominente Namen aus der Region und darüber hinaus gedanklich mit Schloss Hüffe befasst haben. Zu einem Verkauf kam es nie.

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