Balken des Fachwerkhauses werden ersetzt – 57.000 Euro Kosten
Gutswassermühle in mausgrau

Preußisch Oldendorf (WB). Ein bisschen blass um die Balken sieht sie derzeit aus, die Gutswassermühle im Bad Holzhausener Kurpark. Wo das Fachwerk sonst schwarz-weißen Kontrast zu bieten hat, gibt es jetzt Naturholz und hellgraue Flächen.

Freitag, 08.02.2019, 08:04 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 08:10 Uhr
Teile der Gutswassermühle sind sandgestrahlt worden und warten auf die Sanierung. Ab Montag kommen Zimmerleute, die die total maroden Schwellhölzer des denkmalgeschützten Gebäudes ersetzen. Die Restaurierung wird mit 20.000 Euro gefördert Foto: Arndt Hoppe

»Alles ist vorbereitet, damit am Montag die Zimmerleute anrücken können, um das historische Gebäude zu sanieren«, sagt Klaus Tellbüscher vom Gebäudemanagement der Stadt Preußisch Oldendorf. Grund für die Restaurierung der Mühle seien die sogenannten Schwellhölzer. »Im vergangenen Sommer haben wir festgestellt, dass diese ersten waagerechten Balken des Fachwerkhauses marode sind.« Um die Gutswassermühle, die eine Sehenswürdigkeit und ein beliebtes Ausflugsziel im Bad Holzhausener Kurpark ist, dauerhaft zu erhalten, musste eine Sanierung in Auftrag gegeben werden.

20.000 Euro Zuschuss

»Die Kosten für die Sanierungsmaßnahme liegen bei 57.000 Euro«, erklärt Tellbüscher. »Allerdings erhalten wir eine finanzielle Unterstützung aus dem Denkmalförderprogramm 2018 des Landes Nordrhein-Westfalen. Aus diesem Topf bekommt Preußisch Oldendorf 20.000 Euro. Die restlichen 37.000 Euro muss die Stadt selbst übernehmen. »Glücklicherweise hatten wir bereits vorsorglich einen Antrag bei diesem Förderprogramm gestellt, bevor wir wussten, dass die Wassermühle sanierungsbedürftig ist«, sagt Tellbüscher. Die Mittel für die Denkmalpflege sprudelten nicht mehr so reichlich wie früher.

Er erläutert, welche Arbeiten bereits erledigt sind, und was noch gemacht werden muss. »Angefangen haben die Handwerker schon vor Weihnachten mit dem Sandstrahlen des Gebäudes«, sagt der Gebäudemanager. Dadurch hat die Mühle an zwei Seiten ihr typisches schwarz-weißes Fachwerk eingebüßt. »Jetzt ist die Mühle erstmal noch eine Weile mausgrau.«

Schwellhölzer total marode

Ab Montag rücken die Handwerker der Zimmerei von Spiegel aus Engershausen an. Die Zimmererarbeiten seien in einer eingeschränkten Ausschreibung lokal vergeben worden. Wie Tellbüscher weiter erklärt, muss das Gebäude zunächst einmal abgestützt werden. »Dann wird es leicht angehoben, um die total maroden Schwellhölzer zu entfernen und durch neue zu ersetzen.

Erst wenn die Zimmerer fertig sind, können die abschließenden Malerarbeiten starten. »Wann das so weit ist, hängt natürlich auch vom Wetter in den kommenden Wochen ab«, sagt Klaus Tellbüscher. Welcher Malerbetrieb die Mühle wieder in die alte Fachwerk-Optik versetzt, stehe noch nicht fest. »Die Ausschreibung für die Malerarbeiten läuft noch«, sagt Tellbüscher. »Aber das ist auch nicht schlimm. Denn bis die neuen Balken eingebaut sind, wird noch einige Zeit vergehen.«

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