Theater-Premiere beim Dorfabend in Lashorst – Zuschauer begeistert
Der ganz normale Wahnsinn

Preußisch Oldendorf (WB). Beim Dorfabend in der alten Schule Lashorst haben die Laienspieler ihren Gästen eine humorvolle Komödie in drei Akten serviert. Einen Tag im Leben der Familie Beierle erlebten die Zuschauer. Und dieser Tag vereinte den »ganz normalen Wahnsinn«.

Montag, 04.02.2019, 14:19 Uhr
Eine Séance mit ganz viel Klamauk haben die Zuschauer in der alten Schule Lashorst erlebt. Das Stück »Für die Familie kann man nichts« hat für beste Unterhaltung gesorgt. Es gibt noch zwei weitere Aufführungen. Foto: Silke Birkemeyer

Ausverkauft, beste Stimmung, ein bunt gemischtes Publikum aller Altersklassen und ganz viel Stoff zum Lachen: so lässt sich die gelungene Premiere der Komödie »Für die Familie kann man nichts« in Kürze beschreiben. Zehn spielfreudige Akteure auf der kleinen Bühne inszenierten ein dynamisch-komisches Stück, in dem es um die außergewöhnlichen Geschwister Beierle geht.

Von seriös zu wollüstig

Da ist zum einen Willi, ein genialer Computerhacker mit dem Hang zur Übertreibung und Knasterfahrung. Zum anderen gibt es die aus Indien zurückgekehrte Schwester Hermine mit einer Abneigung zum Waschen, fabelhaft in Szene gesetzt von Beatrix Heitkamp. Bruder Hubbi arbeitet in seinem Labor stets an vermeintlich bahnbrechenden Erfindungen.

Und zu guter Letzt ist da auch noch Friedhelm, mit viel Charme gespielt von Andreas Hohmeier. Er hat mit Doris (Petra Fischer) seine Traumfrau gefunden. Wie gut, dass seine Angebetete die Welt durch eine rosarote Brille sieht. Denn so ganz entspricht das, was sie in der Wohnung von Friedhelm erlebt, nicht den Vorstellungen von geordneten Familienverhältnissen.

Dazu tragen auch die Freunde der Familie bei. So mutierte Traudel Siebert (mit viel Körpereinsatz gespielt von Christa Burkamp) nach einem Schluck Alkohol von der seriösen Nachbarin zur wollüstigen Frau. Ihre Übergriffe auf Gerd Hollerbichel (Günter Kleinkröger) haben wahre Lachsalven im Publikum ausgelöst. Immer wieder gab es Szenenapplaus und lautes Gelächter im Publikum.

»Die spielen wie die Profis vom Ohnsorg-Theater«, sagte ein Gast, nachdem die Séance mit den Gästen zum Klamauk wird: »Ihr Geister, schickt mir einen Mann, der mich auf Händen trägt, genug Kohle hat und aussieht wie Brad Pitt!« Das Rätsel um den stummen und scheinbar toten Gast (großartig gespielt von Tobias Ballmeyer) zieht immer größere Kreise. Eine Lachsalve folgte der anderen. Die Aufführung findet ihren Höhepunkt, als die Leiche Albert durch das Muskelreflexionsgerät von Hubbi multifunktionale Eigenschaften bekommt.

Wiederholung in der Sekundarschule

Der sprachlose Albert war der heimliche Star des Abends. Ob als sitzende Leiche auf dem Sofa (auch mal mit einem tiefen Blick ins Dekolleté von Nachbarin Traudel), als Transportgut auf der Sackkarre oder im Schlepptau der aufgeregten Séanceteilnehmer: Tobias Ballmeyer blieb seiner Rolle treu und verzog trotz des lachenden Publikums keine Miene.

Mit viel Applaus wurden die Laienspieler belohnt. »Das Publikum ist richtig mitgegangen«, resümierte am Ende Karsten Ballmeyer und freute sich über die gelungene Premiere.

Wer wissen möchte, wie der turbulente Tag letztendlich ein gutes Ende nimmt, sollte sich die Wiederholungen in der Aula der Sekundarschule in den Terminkalender eintragen: Freitag, 8. Februar um 19.30 Uhr und Sonntag, 10. Februar um 14.30 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse.

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