300 Jahre Stadtrechte: Ortsheimatpfleger koordiniert Vorbereitungen
Viele Mitstreiter zum Jubiläum

Preußisch Oldendorf  (WB). Das Jubiläum »300 Jahre Stadtrechte Preußisch Oldendorf« hat im Vorfeld für viel Wirbel gesorgt. Nun steht fest, dass es zwei zeitlich getrennte Feierlichkeiten geben wird: einen offiziellen Festakt der Stadt mit Eröffnung einer Wanderausstellung und den sogenannten »Platz der Dörfer« (wir berichteten). Für das Gelingen des Letzteren setzt sich inzwischen verstärkt Ortsheimatpfleger Karl-Wilhelm Finke ein.

Donnerstag, 31.01.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 31.01.2019, 13:14 Uhr
Wo Ortsheimatpfleger Karl-Wilhelm Finke steht, soll am 11. und 12. Mai der »Platz der Dörfer« zu 300 Jahre Stadtrechte aufgebaut sein. Er zeigt eine noch unbearbeitete Figur eines Preußischen Husaren. 30 Stück davon werden für das Jubiläum erstellt. Foto: Arndt Hoppe

»Die ersten Gespräche zur Stadtrechte-Jubiläumsfeier und erste Treffen eines Festausschusses gab es bereits 2017«, sagt Finke, damals seien allerdings die Ortsheimatpfleger noch nicht eingebunden gewesen. Mittlerweile liegt die Organisation des »Platzes der Dörfer« komplett in Händen der Ortsheimatpflege Preußisch Oldendorf. Denn seit 2017 hat sich vieles ereignet, das dafür sorgte, dass frühere Ideen verworfen wurden und konkrete Planungen schleppend vorankamen. Wie berichtet, wurden die ursprünglich veranschlagten 15.000 Euro für einen Festakt im Rahmen des Stadtfestes vom Rat auf 1350 Euro zusammengekürzt. Und auch ein weiterer Ansatz von 9000 Euro kam nicht durch.

»So langsam läuft uns die Zeit davon«

»Doch so langsam läuft uns die Zeit davon«, sagt Karl-Wilhelm Finke, der inzwischen zwei Sitzungen mit den Dorfgemeinschaften und den Heimatpflegern organisiert hat. Denn geblieben ist von den ursprünglichen Ideen des ersten Festausschusses vor allem, dass Beteiligte aus den Ortsteilen verschiedene Stände und Aktionen rund um die St.-Dionysius-Kirche beisteuern werden. »Zum ›Platz der Dörfer‹ werden nun wohl alle Dorfgemeinschaften (bis auf Bad Holzhausen und Harlinghausen) etwas beitragen.

Die Ideen für Angebote reichen von Leinenbeuteln bis hin zu Infos über das »Digitale Dorf«. »Der Platz soll sich vom Bürgerhaus bis zur Fußgängerampel an der Spiegelstraße erstrecken«, sagte Finke. Vier bis fünf Hütten werde der Marketingverein zur Verfügung stellen. Die Stadt erledige deren Anlieferung und die Löschgruppe Preußisch Oldendorf den Aufbau.

Auch Vereine und Einrichtungen beteiligen sich

Darüber hinaus möchte Ortsheimatpfleger Finke auch weitere Vereine und Einrichtungen aus dem Stadtteil Preußisch Oldendorf einladen, sich rund um die Kirche zu präsentieren. Zusagen habe er bereits vom Kleinbahnmuseum Preußisch Oldendorf, Feuerwehrmuseum Schröttinghausen, Stadtarchiv, Posaunenchor, Landfrauen, DRK, Stadtmarketingverein, OTSV, KuK, Kirchenförderverein, Musikschule, Galerie Novalis sowie von den örtlichen Glaubensgemeinschaften. »Außer der evangelischen und der katholischen Kirche sind auch die Mennonitengemeinde und die Gemeinde Neues Leben mit dabei«, freut sich Finke. Mit Schulen und Kindergärten wolle er noch Gespräche führen. Den Job des »Marktmeisters« übernimmt Karl-Wilhelm Finke selbst.

Beiträge der Heimatpflege

»Der jetzige Stand von acht Dorfgemeinschaften und 18 Vereinen ist angesichts der bisherigen Querelen sehr erfreulich«, sagt Finke. Ihn treibt bei seinem Engagement der Wunsch an, dass das Stadtrechte-Jubiläum mit vereinten Kräften gebührend gefeiert wird. Dazu will auch die »Ortsheimatpflege Preußisch Oldendorf ihren Beitrag leisten. So ist bereits mit Fördermitteln des Landes ein Schilderbaum angeschafft worden, der am Kirchplatz aufgestellt werden soll. Darüber hinaus wird eine fünf Quadratmeter große Zeittafel platziert, auf der historische Daten des Kirchspiels Preußisch Oldendorf aufgelistet sind. »Des Weiteren wird bis zu dem Fest eine Broschüre mit dem Titel ›Geschichtlicher Spaziergang‹ aufgelegt«, erklärt Finke. Sie beschreibt in Schrift und Bild einen Rundgang, wie er auch bei den Stadtführungen beschritten wird.

30 Preußische Husaren in Metall

Eine weitere Besonderheit, die es extra zu 300 Jahre Stadtrechte geben soll, sind 30 kleine Preußische Husaren. »Sie werden von der Firma Engelbrecht aus Metall geschnitten und von der Getmolder Oberflächentechnik pulverbeschichtet. Die etwa 30 Zentimeter großen »Preußen« werden dann von Kölle-Druck mit farbiger Folie beklebt. »Wer an einer der Figuren interessiert ist, kann einen der Husaren gegen eine Spende für seinen Vorgarten bekommen«, so Finke.

Insgesamt sind die geplanten Aktionen rund um das Jubiläum auch finanziell gesichert. »Die Ortsheimatpflege hat mit Fördergeldern und Spendenmitteln aus früheren Aktionen auf jeden Fall 5000 Euro zur Verfügung.« Auf die Dorfgemeinschaften sollen so keine zusätzlichen Kosten (etwa für Stromversorgung) zukommen.

Die Aktionen auf dem Kirchplatz sollen jeweils an den Stadtfestnachmittagen (11./12. Mai) ab 14 vor Ort sein.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6359961?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516040%2F
Rolle rückwärts beim Kreis Höxter: Corona-Einschränkungen gelten doch schon ab Montag
Von Montag an gelten verschärfte Regeln im Kreis Höxter. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker