Fünf evangelische Gemeinden bitten um Spenden für vielfältige Projekte So bleibt die Kirche im Dorf

Preußisch Oldendorf/Lübbecke (WB). Neue Polster für die Kirchenbänke, ein Plauder-Frühstück für fünf Euro und ein neuer Zaun: Die Kirchengemeinden Bad Holzhausen, Börninghausen, Gehlenbeck, Nettelstedt und Blasheim haben die Spenden ihrer Gemeindemitglieder vielfältig eingesetzt. Nun erhofft man sich neue Mittel – unter anderem für die Reinigung der Gehlenbecker Orgel.

Von Philipp Bülter
Werben um Spenden: (von links) Pfarrer Friedrich Stork (Blasheim), Pfarrer Steffen Bäcker, Pfarrerin Hilke Vollert (beide Pfarrverbund Börninghausen/Bad Holzhausen), Pfarrerin Britta Mailänder (Nettelstedt) und Pfarrerin Barbara Fischer (Gehlenbeck).
Werben um Spenden: (von links) Pfarrer Friedrich Stork (Blasheim), Pfarrer Steffen Bäcker, Pfarrerin Hilke Vollert (beide Pfarrverbund Börninghausen/Bad Holzhausen), Pfarrerin Britta Mailänder (Nettelstedt) und Pfarrerin Barbara Fischer (Gehlenbeck). Foto: Philipp Bülter

Zum 14. Mal haben die fünf Kirchengemeinden jeweils einen Spendenbrief entwickelt, der die Mitglieder über bisherige, aktuelle und angestrebte Projekte informiert. Zudem wird für die bisher geleisteten Spenden gedankt.

Das kostet die Sanierung der Orgel

Die Zuwendungen seien enorm wichtig, betonten die Pfarrer Barbara Fischer (Gehlenbeck), Friedrich Stork (Blasheim), Steffen Bäcker, Hilke Vollert (beide Pfarrverbund Börninghausen/Bad Holzhausen) und Britta Mailänder (Nettelstedt). »Mit der Kirchensteuer können wir nur Personal und Unterhaltung der Gebäude finanzieren. Für die Zusatzangebote für eine aktive Gemeindearbeit, in der wir Raum für Menschen und gemeinsame Treffen schaffen, benötigen wir Spenden«, sagte Barbara Fischer.

Die Pfarrerin aus Gehlenbeck erhofft sich neue Mittel insbesondere für die Sanierung des Parkplatzes am Gemeindehaus und für eine umfangreiche Reinigung der Orgel in der St.-Nikolaus-Kirche, die es zuletzt vor 25 Jahren gegeben hatte. »Das kostet etwa 20.000 Euro und dauert bis zu acht Wochen«, erklärte Fischer.

So planen die Blasheimer die Spenden ein

In Blasheim seien die Spenden bislang beispielsweise für die Einrichtung eines Plauder-Frühstücks mit All-you-can-eat-Angebot für fünf Euro verwendet worden, sagte Pfarrer Friedrich Stork. Da die Renovierungsarbeiten an der Marienkirche laut einer Kostenberechnung mit etwa 710.000 Euro zu Buche schlagen, sei das Spenden wichtig, so Stork. Nur so bleibe die Kirche im Dorf. »Ansonsten müssten wir uns als Institution stärker zurückziehen.«

Wie Pfarrerin Britta Mailänder berichtete, soll in Nettelstedt die 45 Jahre alte Friedhofskapelle in Schuss gebracht werden. In Börninghausen und Bad Holzhausen ist das Pfarrerehepaar Steffen Bäcker und Hilke Vollert glücklich darüber, »dass wir Konfirmationsfeiern und Seniorenfahrten weiter günstig halten können. Alle sollen mitmachen können«, so Vollert. Spenden seien zudem nötig, um die Bauunterhaltungs- und Heizkosten begleichen zu können, betonte Bäcker. »Von etwa 240 Euro Kirchensteuer pro Gemeindemitglied kommen bei den Gemeinden im Kirchenkreis nur etwa 80 Euro, also ein Drittel, an. Der Rest wird für Verwaltung, Diakonie und Kindergärten benötigt«, sagte er. Konzerte, Lesungen und Theaterstücke für Einheimische und Neuzugezogene, Erneuerung von Wegen, neue Notenhefte für Chöre: Die Gemeinden haben viele Pläne.

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