Gute Stimmung beim Neugeborenenempfang in der Mensa der Sekundarschule in Preußisch Oldendorf Stadt heißt jüngste Bürger willkommen

Preußisch Oldendorf  (WB). Die jüngsten Bewohner Preußisch Oldendorfs sind jetzt ganz offiziell beim Neugeborenen-Empfang begrüßt worden. In gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen konnten sich die Eltern über Angebote der Stadt und des Kreises informieren, sich austauschen oder einfach miteinander ins Gespräch kommen.

Von Eva Krisitna Rahe
Der jüngste Teilnehmer des Neugeborenen-Empfangs in der Mensa der Sekundarschule war acht Wochen alt. Mit einigen Nachzüglern waren insgesamt 14 Säuglinge mit Eltern, Geschwistern und Omas zum Empfang gekommen.
Der jüngste Teilnehmer des Neugeborenen-Empfangs in der Mensa der Sekundarschule war acht Wochen alt. Mit einigen Nachzüglern waren insgesamt 14 Säuglinge mit Eltern, Geschwistern und Omas zum Empfang gekommen. Foto: Eva Kristina Rahe

Als direkte Ansprechpartnerinnen waren von der Stadt Preußisch Oldendorf Gleichstellungsbeauftragte Andrea Kneller und Standesbeamtin Christina Wendland, Sabine Tiemeier vom Arbeitskreis Asyl Pro sowie Edda Heinrichsmeier-Roth von der Organisation »Frühe Hilfen« des Kreises Minden-Lübbecke vor Ort.

Unterstützung für Familien

Auch Bürgermeister Marko Steiner ließ es sich nicht nehmen, die jüngsten Bewohner der Stadt persönlich zu begrüßen. Gleichstellungsbeauftragte Andrea Kneller gab einen kurzen Einblick über Kindertageseinrichtungen und Betreuungsmöglichkeiten. Da es bei der Stadt kein Familienbüro gibt, ist Andrea Kneller eine der Ansprechpartnerinnen für Familienfragen. Sie gibt gern Informationen und Telefonnummern rund um das Thema Familie und Frauen weiter.

Edda Heinrichsmeier-Roth von der Organisation »Frühe Hilfen« des Kreises Minden-Lübbecke stellte das Projekt »Café Kinderwagen« vor, das aus einer Initiative des Arbeitskreises Asyl Pro entstanden ist. Jeden ersten Donnerstag im Monat von 10 bis 12 Uhr ist das Café in der Begegnungsstätte Mosaik in der Spiegelstraße geöffnet und bietet Gesprächsraum und Unterstützung für Schwangere und junge Eltern an. Neben Edda Heinrichsmeier-Roth sind die Mitarbeiterinnen des Arbeitskreises Asyl Pro Sabine Tiemeier und Lisa Cordes sowie eine Familienhebamme vor Ort, die Fragen zum alltäglichen Leben mit Säuglingen beantworten.

Anlaufstelle »Café Kinderwagen«

Oft seien Eltern mit der neuen Lebenssituation überfordert, »denn das Leben mit einem Säugling ist anstrengend«, erklärte Heinrichsmeyer-Roth. Eltern würden heute durch ihr Umfeld nicht mehr automatisch darin »geschult«, wie man mit einem Neugeborenen umgeht. »Wir beantworten so alltägliche Fragen wie: Warum schläft mein Kind nicht durch und was kann es essen?«, sagte sie. »Wir geben auch Ratschläge für die Partner, wie man mit der neuen Situation umgeht, denn nicht alle Familien und Partnerschaften stecken diese Umstellung so einfach weg.«

Der Neugeborenen-Empfang fand in dieser Form zum ersten Mal statt. Im letzten Jahr sei ein Neugeborenen-Empfang in die Familienmesse integriert gewesen, erklärt Andrea Kneller. Da die Messe aber nur alle drei Jahre stattfinden würde, hätten sie sich entschlossen, den Neugeborenen-Empfang abzukoppeln und in einer gemütlicheren Runde zu etablieren. Deshalb wurde als Veranstaltungsort auch nicht die Aula, sondern die Mensa der Sekundarschule gewählt.

61 Mädchen und 33 Jungen geboren

Eingeladen wurden Eltern aller Babys, die im Jahr 2017 in Preußisch Oldendorf geboren wurden. Insgesamt waren das 94 Kinder, davon 61 Mädchen und 33 Jungen. Aus datenschutzrechtlichen Gründen habe man allerdings nur die Neugeborenen einladen können, deren Geburt auch im Rundblick öffentlich bekannt gemacht worden seien, erklärte Bürgermeister Steiner. Es seien aber noch ein paar Eltern spontan vorbei gekommen, »was uns natürlich sehr gefreut hat«. Denn willkommen seien natürlich alle Preußisch Oldendorfer Neugeborenen.

Marko Steiner ging sofort auf Tuchfühlung mit Eltern und Kindern und nach kurzer Zeit war die Mensa der Sekundarschule mit Gesprächen, Kindergebrabbel und Geschrei erfüllt. Die Veranstalterinnen hatten neben einer Info-Ecke auch eine Spielecke eingerichtet. »Da wir alle Kinder aus dem Jahr 2017 eingeladen haben, haben wir auch schon einige Krabbelkinder dabei. Zusammen mit den älteren Geschwistern ist die Stimmung sehr gut«, freute sich Andrea Kneller.

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