650 Besucher feiern mit fünf heimischen Bands unter freiem Himmel Der Limberg wird zur Party-Meile

Börninghausen (WB). Ein lauer Sommerabend an der Burgruine und reichlich Musik – für 650 junge und nicht mehr ganz so junge Besucher des Limbergfestes war das genau die richtige Kombination.

Von Ilka Wuttke
Stimmungsvolle Konzertbühne: Auf dem Limberg feiern etwa 650 Musikfreunde unter freiem Himmel ein friedliches Fest. Fünf Bands aus der Region stehen live auf der Bühne. Ehrenamtliches Engagement hat es möglich gemacht.
Stimmungsvolle Konzertbühne: Auf dem Limberg feiern etwa 650 Musikfreunde unter freiem Himmel ein friedliches Fest. Fünf Bands aus der Region stehen live auf der Bühne. Ehrenamtliches Engagement hat es möglich gemacht. Foto: Ilka Wuttke

Am Samstagabend lockten fünf Bands aus der Region zur zweiten Auflage des  Open-Air-Konzertes an den Limbergturm in Börninghausen. Sven Becker von den Veranstaltern begrüßte die Gäste: »Ihr sollt jetzt einfach abfeiern und Spaß haben, damit wir in zwei  Jahren wieder feiern können.«

Die erste Band »My Soulution« feierte an diesem Abend ihren ersten  Auftritt vor großem Publikum. Die vier Studenten Maximilian Saul, Marvin  Kreimeier, Julian Finkam und Sebastian Teubert covern verschiedene Songs  wie »Uptown-funk« oder auch »Highway to hell«. Seit sechs Monaten spielen  die Vier zusammen, sie haben sich durch das Studium im  Bereich Musik kennen gelernt. »Für den ersten Auftritt war es ganz gut,  wir sind nicht hundertprozentig zufrieden, da wir noch mehr Ehrgeiz  haben, aber die Leute hier waren super«, sagte Sebastian Teubert nach dem Auftritt. Für die Band war der Auftritt ein guter Einstieg.  »Gutes Publikum. Coole  Location und das war bestimmt nicht der letzte Auftritt«, meinte Maximilian Saul. Die Band hofft jetzt nach dem Auftritt auch auf Resonanz auf ihrer Facebookseite.

Travolters auf der Bühne

Dann waren die Travolters  an der Reihe. »Eigentlich soll  die Band, die vorher spielt immer schlechter sein, das war diesmal  leider nicht der Fall«, leitete die Band augenzwinkernd ihren Auftritt ein – ein dickes Lob für die  vier Studenten von  My Soulution.

Die  Travolters spielen ihre eigenen Lieder wie »Hurra, wir sind  Travolter« oder »Tausend tolle Tage«. Dabei wurden  im Hintergrund etliche  Fotos von gemeinsamen Erlebnissen auf der Leinwand gezeigt. Das schuf eine schöne Atmosphäre auf dem Konzertgelände.

Abwechslung gab es  durch zwei Gastauftritte,  von dem Börninghauser Niklas Schulz an  der Gitarre  und von Janine aus Minden am Mikrofon, welche gemeinsam mit  den Travolters jeweils ein Lied performen durften. »Vielen Dank, ihr  wart geil. Börninghausen, ich will ein Kind von dir.« Mit diesen Worten endete ein ausgelassener Travoter-Auftritt.

Auffällige Gäste zwischen den Auftritten und vor der Bühne waren zwei »Polizisten«, die als  Persönlichkeitskontrolleure engagiert waren. »Wir müssen ja auch  kontrollieren wie die Leute hier so drauf sind«, sagten die Künstler vom  Improvisationstheater Spektakulär.
Alle Besucher hatten sichtlich Spaß an diesem Abend.  Jede Band erhielt viel Applaus und zahlreiche Zugaberufe.

»Six Effect« heizt Gästen ein

 
Der Rock  der Gruppe »Six Effect« ließ die Gäste noch mal in Stimmung  kommen, und Sänger Hajo Schymanietz animierte die Leute, näher an die Bühne  zu kommen und zu tanzen. Die Technik ließ nichts zu wünschen übrig.  Durch zahlreiche Lichteffekte war das Bühnenbild sehenswert.

Auch die letzten zwei Bands kamen an.   Boogaloo  aus Bad Essen brachte  durch  Funkmusik mit Blasinstrumenten noch mal Stimmung. Teaser brachte mit Hardrock eine weitere Musikfacette in den Abend.

Das Bergfest findet im Zwei-Jahres-Rhythmus statt, da es mit sehr viel  Aufwand verbunden ist.   Organisator Sven Becker: »Es ist zwar viel Arbeit, aber es macht auch viel  Spaß.« Der veranstaltende Verein »Wir im Eggetal« ist aber auch überzeugt,    die Stadt und auch die regionalen Bands etwas bekannter zu machen. »Die Bands  kommen aus einem Umkreis von etwa 25 Kilometern. Wir sind ein regionales  Fest und sind froh, dass die Leute es so gut annehmen, sodass ein  positives Außenbild entsteht«, sagte ein zufriedener  Sven Becker. »Aber das  Glanzlicht  ist natürlich die Burg am Limberg.  Es ist einfach ein schönes  Flair. Man könnte das Konzert auch am Sportplatz machen, aber das hier  ist etwas Besonderes«, sagt Becker.

Das zweite Bergfest war mit 650 Besuchern sogar noch etwas erfolgreicher  als die Premiere im Jahr 2013. Becker: »Wir sind voll zufrieden, mehr Personen  können aus Sicherheitsgründen sowieso nicht auf das Gelände.«

Noch bis mittags liefen  die letzten Vorbereitungen. Zahlreiche freiwillige Helfer engagierten sich, um alles schön herzurichten. Sven Beckers Dank  gilt dem  Forsthaus Limberg  für Essen und Trinken,  dem Taxiunternehmen  Klanke für  den Shuttleservice.  Auch das   Rote  Kreuz, der Verein »Wir im Eggetal«, die  Feuerwehr und  die Stadt hätten zum Gelingen beigetragen. »Das ist alles ein Geben und Nehmen, wir haben viele tolle Helfer und  auch tolle Gäste. Die Stimmung ist super und wir sind vollauf zufrieden,  sogar überwältigt«, sagte Sven Becker – und ist  zuversichtlich, dass es  ein weiteres  Bergfest im Jahr 2017 geben wird.

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