Scheinwerfer senden Leuchtsignale in den gesamten Kreis Minden-Lübbecke
Kultur ins Licht gerückt

Porta Westfalica (WB). Mit der Lichtkunstinstallation „Leuchtsignal“ zum Erhalt von Kunst, Kultur, Theater und Musik soll am Freitag, 5. Juni, ein weit sichtbares Zeichen für die Kultur- und Kreativszene gesetzt werden. An diesem Abend wird der Funkturm Minden 2 auf dem Jakobsberg in Porta Westfalica für zwei Stunden mit knapp 200 Scheinwerfern illuminiert, und von der obersten Plattform (294 Meter über Normalnull) senden 50 bewegliche Scheinwerfer Leuchtsignale in die Region. Umgesetzt wird das Projekt von den Unternehmen Lange & Ohlemeyer Veranstaltungstechnik, Licht-Ereignis-Manufaktur und Porta Event.

Sonntag, 31.05.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 31.05.2020, 10:00 Uhr
50 bewegliche Scheinwerfer senden vom Funkturm auf dem Jakobsberg in Porta Westfalica Leuchtsignale in die Region.

Die einzelnen Leuchtsignale werden sich im Laufe des Abends mehrfach zu einem Strahl bündeln und gezielt in eine Kommune in der ostwestfälischen Region leuchten. Dieser Lichtstrahl wird dann in den teilnehmenden Städten und Gemeinden das Gebäude einer Kultureinrichtung mit dem vom ZDF initiierten Schriftzug „#KULTURERHALTEN“ als Fassadenprojektion erleuchten. So sendet das Leuchtsignal zum Erhalt von Kunst, Kultur, Theater und Musik in jede Kommune des Kreises Minden-Lübbecke und darüber hinaus.

Gefühlte Normalität

Ausgelöst durch die Covid-19-Pandemie wird die Situation der Veranstaltungswirtschaft derzeit auf eine harte Probe gestellt, die aufgrund der derzeitigen Situation der Untersagung von Großveranstaltungen bis zum 31. August die Kulturschaffenden und die damit verbundenen Gewerke ins Abseits und vor die Frage einer wirtschaftlichen Kapitulation stellt. Die zur Unterdrückung einer Ausbreitung des Virus getroffenen Maßnahmen haben in den ersten Wochen einen kompletten Stopp der Wirtschaft zur Folge gehabt und die derzeit vollzogenen Lockerungen des Lockdowns führen langsam zurück zu einer gefühlten Normalität. Diese Normalität muss aber, unter Berücksichtigung von Schutzmaßnahmen, auch für die Kultur- und Kreativszene gelten. Denn für den Bereich Kunst, Kultur, Theater und Musik gilt noch immer „First In Last Out“.

Um ein Zeichen für die Veranstaltungs- und Kulturszene zu setzen werden Manuel Ohlemeyer, Heiko Rehling und Oliver Roth aus Minden und Porta Westfalica für einen Abend den Fernsehturm in der historischen Porta Westfalica beleuchten. Das Wahrzeichen (neben dem Kaiser-Wilhelm -Denkmal) der Region steht in der Porta Westfalica auf dem Jakobsberg und ist bis weit in die norddeutsche Tiefebene zu sehen. Diese Strahlkraft soll mit der Lichtkunstinstallation „Leuchtsignal“ durch 200 Scheinwerfer verstärkt werden und den Menschen im nordöstlichen NRW sowie den angrenzenden Ortschaften im Kreis Herford sowie Niedersachsen ein Licht senden, das Hoffnung gibt auf dem Weg zum Ende des Corona-Tunnels im Bereich der lokalen und überregionalen Kultur- und Veranstaltungsszene.

Zufahrt gesperrt

Die Veranstalter rufen nicht zur Versammlung auf, der Turm ist weit sichtbar und somit auch die Lichtkunstinstallation „Leuchtsignal“. Die Zufahrtsstraße zum Turm wird vom 5. bis 6. Juni voll gesperrt und auch der Zugang zum Funkturm über die Wanderwege ist nicht gestattet. Die Zuschauer werden aufgefordert sich gemäß der Hygieneschutzrichtlinien in der Öffentlichkeit aufzuhalten und den Mindestabstand von 1,5 bis 2 Meter zur nächsten Person einzuhalten. Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz wird von den Veranstaltern, zur Vermeidung von Ansteckungen, ebenfalls empfohlen. Das Filmen und Fotografieren der Installation „Leuchtsignal“ ist für nicht kommerzielle und gewerbliche Zwecke nicht nur gestattet, sondern erwünscht. Die Veranstalter empfehlen die Nutzung eines Stativs.

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