Fristverlängerung bis 31. Dezember möglich Kampa-Halle: Gutachter prüft neu

Minden (WB/fn). Die Kreisverwaltung versucht offenbar, die geduldete Öffnung der Kampa-Halle zu verlängern. Wegen der inzwischen erheblichen Sicherheitsmängel der Halle hatte der TÜV dem Kreis als Betreiber eine Beseitigungsfrist bis zum 31. Oktober gesetzt.

Die drohende Schließung der sanierungsbedürftigen Kampa-Halle könnte noch einmal um zwei Monate verschoben werden.
Die drohende Schließung der sanierungsbedürftigen Kampa-Halle könnte noch einmal um zwei Monate verschoben werden. Foto: Volker Krusche (Archiv)

Nun hat die Kreisverwaltung einen neuen »renommierten und überregional tätigen Gutachter (Firma Kempen Krause Ingenieure) beauftragt zu prüfen, ob und inwieweit ein Überbrückungszeitraum für die Kampa-Halle möglich ist«. Darüber habe Landrat Ralf Niermann den Ältestenrat in seiner Sondersitzung zur Kampa-Halle am Montag informiert, teilte der Kreis mit. Der Landrat wolle mit der Beauftragung des Gutachters »keine Chance ungenutzt lassen«, den Weiterbetrieb der Halle zu ermöglichen, ohne die Sicherheit zu gefährden. »Dies gilt unabhängig von der zu treffenden politischen Entscheidung«, sagte Niermann. Der Kreistag berät und entscheidet am Montag, 7. Oktober, 17 Uhr, die Zukunft der kreiseigenen Sport-, Vereins- und Veranstaltungshalle.

Fristverlängerung bis 31. Dezember

Der TÜV habe außerdem zwischenzeitlich eine Möglichkeit aufgezeigt, die Mängelbeseitigungsfrist vom 31. Oktober bis zum 31. Dezember 2019 zu verlängern, teilt der Kreis weiter mit. Bedingung wäre, dass einige Ersatzmaßnahmen für den mangelhaften Brandschutz vorgenommen und mit der zuständigen Bauaufsichtsbehörde der Stadt Minden abgestimmt werden müssten. Ein entsprechendes Brandschutzkonzept mit gegebenenfalls notwendigen weiteren Kompensationsmaßnahmen müsste erstellt werden. Dies wurde von der Kreisverwaltung mittlerweile veranlasst.

Argumentation für Sanierung

Zuletzt hatte Landrat Ralf Niermann erklärt, die Kampa-Halle zum 1. November zu schließen, wenn die Politik keine Entscheidung für die Sanierung trifft. Diese Sanierung wird auf etwa 12,3 Millionen, möglicherweise sogar 15 Millionen Euro geschätzt und würde den finanziellen Spielraum des Kreises beim Bau der von der Stadt Minden geplanten Multifunktionshalle stark einschränken. In der Vorlage zur Sitzung des Kreistages wird für die Sanierung argumentiert.

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