Polizisten nehmen 23-Jährigen aus Petershagen mit auf die Mindener Wache
Nach Unfallflucht im Bordell

Minden (WB). Eine interessante »Entdeckung« haben Polizisten am frühen Sonntagmorgen in einem Mindener Bordell gemacht. Die Beamten waren zuvor wegen eines Gastes verständigt worden.

Montag, 08.07.2019, 19:17 Uhr aktualisiert: 08.07.2019, 19:26 Uhr
Die Polizei in Minden hat am frühen Sonntagmorgen einen 23-jährigen Unfallfahrer in der Nähe des Tatortes in einem Bordell aufgegriffen. Sie nahmen ihn mit auf die Wache. Foto: WB

Beim Eintreffen stellte sich heraus, dass der 23-Jährige aus Petershagen zuvor mutmaßlich in einen Verkehrsunfall verwickelt war, den Unfallort aber unerlaubt verlassen hatte. Daher nahm die Polizei den Mann mit auf die Wache.

Metallzaun entlang der Fahrbahn auf sechs Metern Länge plattgefahren

Bei ihrer Anfahrt zum Einsatzort um kurz nach zwei Uhr hatten die Polizeibeamten bereits eine ungesicherte Unfallstelle auf der Mindener Werftstraße passiert. Hier hatte ein bis zu diesem Zeitpunkt noch unbekannter Fahrer mit einem Pkw einen Maschendrahtzaun sowie einen Metallzaun rechts entlang der Fahrbahn auf etwa sechs Metern Länge »plattgefahren«. Zudem nahmen die Einsatzkräfte auf der Fahrbahn eine grünlich schimmernde Flüssigkeit wahr.

Unfallfahrer wird hilflos im Bordell aufgegriffen

Die Substanz, die sich als Kühlmittel erwies, führte die Polizei zum Parkplatz des eigentlichen Einsatzortes – dem nur wenige Hundert Meter entfernten Bordell. Auf der Stellfläche befand sich ein an der Front stark beschädigter Pkw, dessen Fahrer (23) sich hilflos im Inneren des Etablissements aufhielt.

Drogen im Spiel: Mann verbringt die Nacht in der Ausnüchterungszelle

Nachdem die Beamten und eine Rettungswagenbesatzung eingetroffen waren, erbrach sich der Petershäger mehrfach und reagierte nicht auf Ansprache. Dabei erkannte man, dass der Zustand des Mannes allerdings weniger auf dem vorherigen Unfall beruhte, sondern mutmaßlich durch den Konsum berauschender Substanzen herbeigeführt worden war.

Als die Rettungssanitäter feststellten, dass der 23-Jährige keine ernsthaften gesundheitlichen Probleme oder Verletzungen aufwies, brachten die Beamten ihn auf die Polizeiwache Minden. Dort wurde eine Blutprobe entnommen. Neben dem Unfallfahrzeug beschlagnahmte die Polizei auch den Führerschein. Als der Betroffene seinen Rausch in einer Ausnüchterungszelle ausgeschlafen hatte, konnte er das Polizeigewahrsam am Sonntagvormittag verlassen. Er muss nun mit einer Strafanzeige rechnen.

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