Familie hat traurige Gewissheit Ehepaar aus Minden unter den Todesopfern von Madeira

Minden (dpa/WB/cbr). Unter den Todesopfern des Busunglücks von Madeira ist ein Ehepaar aus Minden. Das bestätigte am Freitag der Evangelische Kirchenkreis Minden unter Berufung auf die Familie des Ehepaares.

Rettungskräfte bergen Verletzte nach einem schweren Busunglück auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira. Mindestens 29 Menschen überlebten die Tragödie nicht, dazu zählt auch ein Ehepaar aus Minden.
Rettungskräfte bergen Verletzte nach einem schweren Busunglück auf der portugiesischen Ferieninsel Madeira. Mindestens 29 Menschen überlebten die Tragödie nicht, dazu zählt auch ein Ehepaar aus Minden. Foto: dpa

Es handelt sich um den 66-jährigen ehemaligen Pfarrer Heinz-Wilhelm Weber, der bis zu seiner Pensionierung in einer Gemeinde in Minden tätig war und mit seiner Frau Ricarda (60) im Weserbergland lebte. Am Dienstag vergangener Woche war das Ehepaar auf Madeira zu einem Ausflug aufgebrochen, um die Insel zu erkunden. Am Mittwochabend vor Ostern verunglückte der Bus dann nahe der nahe der Inselhauptstadt Funchal. »Die offizielle Bestätigung über den Tod ihrer Eltern ist den beiden Töchtern vom Auswärtigen Amt übermittelt worden«, erklärte Superintendent Jürgen Tiemann vom Evangelischen Kirchenkreis Minden, der sich tief betroffen zeigt.

29 Todesopfer und 27 Verletzte

Das Fahrzeug einen Abhang hinuntergestürzt und auf ein Haus gekracht. Bei dem Unfall starben 29 Touristen, die nach bisherigen Erkenntnissen alle aus Deutschland stammten. 27 weitere Menschen erlitten Verletzungen, darunter der portugiesische Busfahrer und die ebenfalls einheimische Reiseleiterin. Auch eine ehemalige Lehrerin des Bürener Mauritiusgymnasiums überlebte das Unglück nicht. Ihr Ehemann, der noch im aktiven Dienst an dem katholischen Privat-Gymnasium ist, wurde bei dem Unfall verletzt.

Polizei Minden-Lübbecke an Identifizierung beteiligt

Nach dpa-Informationen muss Nordrhein-Westfalen mit rund einem Dutzend Todesopfer aus seinen Städten und Gemeinden rechnen. Betroffen sind demnach viele Landesteile. Bekannt ist bislang, dass unter den tödlich Verletzten ein Ehepaar aus Euskirchen ist. Und nach Angaben der Stadt Köln sind zwei Mitarbeiterinnen einer Kindertageseinrichtung der Domstadt unter den Todesopfern. Drei Tage nach dem Busunglück auf Madeira waren die transportfähigen Verletzten mit einem Lazarettflugzeug wieder zurück nach Deutschland gekommen.

Ermittler der Kreispolizebehörde Minden-Lübbecke hatten die ausländischen Kollegen unterstützt und mit der Beschaffung von DNA-Material zur Identifizierung des Ehepaares beigetragen.

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