16 verletzte Personen – 500.000 Euro Schaden – mit Videos Yacht in Minden explodiert

Minden (dpa). Nach der Explosion einer Motoryacht im Hafen von Minden (Nordrhein-Westfalen) hat die Feuerwehr die Zahl der Verletzten von 13 auf 16 erhöht. Am Morgen hat die intensive Suche nach der Ursache begonnen. 

Die zerstörte Motoryacht »Gina«, halb versunken im Hafenbecken.
Die zerstörte Motoryacht »Gina«, halb versunken im Hafenbecken. Foto: Federico Gambarini/dpa

»Wir haben drei Schwerverletzte«, sagte der Leiter der Feuerwehr Minden, Heino Nordmeyer. »Die drei Schwerverletzen wurden operiert, sind aber stabil«, erklärte er. Zwei von ihnen waren auf dem Schiff, als es explodierte, sie wurden von Trümmern verschüttet. Da das Boot zum Teil unter Wasser geriet, geriet auch einer der Menschen an Bord mit dem Kopf unter Wasser.

Der dritte Schwerverletzte stand am Steg und hat schwere Verletzungen im Gesicht. Am Dienstagabend war das Boot gegen 22.30 Uhr im Yachthafen in Minden aus bislang ungeklärter Ursache explodiert.

Der Mindener Hafen am Mittwochmorgen. Foto: Christian Althoff

Noch ist unklar, wieso das Feuer überhaupt ausbrach und was die anschließende Explosion ausgelöst hat. »Das Schiff ist stark zerstört. Man muss davon ausgehen, dass es sehr schwierig wird, die Brandursache zu ermitteln«, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei.

Zwar versuche man, anhand der Trümmer des Wracks neue Erkenntnisse zu gewinnen. Ob das aber überhaupt gelinge, sei momentan fraglich. Wie die Wasserschutzpolizei in Duisburg mitteilte, ist unklar, ob erste Ergebnisse schon im Laufe des Tages vorliegen können.

Feuerwehr zunächst zu Schwelbrand ausgerückt

Angerückt war die Feuerwehr am Dienstagabend eigentlich, um einen Schwelbrand auf der Yacht zu löschen. »Sie gingen mit Atemschutzmasken über den Steg auf das Boot. Dann gab es eine fürchterliche Explosion«, schilderte ein Polizeisprecher in der Nacht. Das Boot sei mehrere Meter in die Luft geschleudert worden. 

Zunächst hieß es, es könnte sein, dass auf der Yacht durch die Hitze des Brandes Batterien explodiert sind. Dies sei aber noch nicht bestätigt, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Man wolle zum jetzigen Zeitpunkt nicht über die mögliche Ursachen für die Explosion spekulieren. 

Einer der verletzten Feuerwehrmänner schwebte zunächst in Lebensgefahr, sein gesundheitlicher Zustand habe sich aber verbessert, hieß es. Einer ersten Schätzung zufolge beträgt der Schaden etwa 500.000 Euro.

Kanalhafen vorübergehend gesperrt

Zwei andere Boote wurden beschädigt. Ein am Hafen abgestelltes Auto sei nur noch Schrott. Nachdem der Verkehr auf dem Kanalhafen in der Nacht vorübergehend gesperrt war, konnten dort am Mittag wieder Schiffe fahren. 

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