Großaufgebot sucht weiter nach vermisster Frotheimerin (65) im Großen Torfmoor und am Mittellandkanal
Suche mit Reiterstaffel fortgesetzt

Espelkamp/Lübbecke (WB) -

Mit mehreren Spezialeinheiten hat die Polizei am Dienstag im Großen Torfmoor in Lübbecke-Gehlenbeck die Suche nach einer 65-jährigen Frau aus Espelkamp-Frotheim fortgesetzt, die seit Montag vermisst wird.

Dienstag, 02.02.2021, 15:04 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 18:14 Uhr
Im Großen Torfmoor in Gehlenbeck ist bei der Suche nach der vermissten Frotheimerin (65), deren Fahrrad auf einem Parkplatz an der Moorbadstraße gefunden wurde, auch eine Reiterstaffel aus Dortmund eingesetzt worden.

Mit mehreren Spezialeinheiten hat die Polizei am Dienstag im Großen Torfmoor die Suche nach einer 65-jährigen Frau aus Espelkamp-Frotheim fortgesetzt, die seit Montag vermisst wird. Am Vortag mussten die Einsatzkräfte bei Einbruch der Dunkelheit die Suche einstellen. Die Polizei vermutet die Vermisste im Bereich des Großen Torfmoors, weil ihr Fahrrad am Montag auf einem Wanderparkplatz an der Moorbadstraße gefunden wurde.

Reiterstaffel

Die Suche im Moor stellt sich besonders schwierig dar, wie Polizeipressesprecher Ralf Steinmeyer auf Anfrage dieser Zeitung erklärte. Am Dienstag habe die Einsatzleitung deshalb für eine Reiterstaffel aus Dortmund angefordert, sagte Steinmeyer. „Das Moor kann man nicht so einfach mit einer Hundertschaft zu Fuß durchkämmen, wie sich das bei anderen Vermisstensuchen in der Region bewährt hat.“ Vielmehr müssten sich die Suchtrupps auf den befestigten Wegen durch das Große Torfmoor bewegen. „Reiter haben eine erhöhte Sitzposition und können weiter in die Fläche schauen. Das kann ein wichtiger Faktor sein. Außerdem können sie mit ihren Tieren auch einiges an Strecke machen, um das weitläufige Moorgelände abzusuchen.“

Mountainbiker und Sonarboot

Darüber hinaus seien, auch Polizeikräfte aus Bielefeld mit Montainbikes zum Besucherzentrum Moorhus nach Gehlenbeck beordert worden, sagte Steinmeyer. „Auch sie haben eine Geschwindigkeitsvorteil gegenüber Suchenden, die zu Fuß unterwegs sind.“ Des Weiteren kam am Dienstag nach Informationen Steinmeyers auch ein Sonarboot der Wasserschutzpolizei zum Einsatz, mit dessen Hilfe Einsatzkräfte auf dem Mittellandkanal nach der Vermissten sichte.

Bereits seit Montagmittag hatten Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Hundestaffel mit einem Großaufgebot nach der 65-jährigen Frotheimerin gesucht. Die Suchmaßnahmen konzentrierten sich auch schon am Montag auf die Wanderwege im Großen Torfmoor und entlang des Mittellandkanals, nachdem Polizisten das Fahrrad der Vermissten am frühen Nachmittag an der Moorbadstraße gefunden hatten.

Die Gesuchte ist 1,60 Meter groß, hat schulterlange graue Haare und eine normale Figur. Vermutlich ist sie bekleidet mit einem schwarzen Mantel, einer Jeanshose, einem pinkfarbenen Schal und Ohrenschützern.

Aufmerksame Nachbarin

Wie Steinmeyer berichtete, hatte sich eine Nachbarin an die Polizei gewandt, da die Jalousien am Haus der Frau noch zur frühen Mittagszeit herunter gelassen waren und der Briefkasten nicht geleert war. Auch auf Klingeln und Klopfen meldete sie sich nicht, so die Nachbarin gegenüber den Beamten. Die ließen das Haus öffnen und durchsuchten die Räumlichkeiten. Zwar fanden sie Handy, Geld und Ausweispapiere, doch von der 65-Jährigen fehlte zunächst jede Spur. Erst als die Einsatzkräfte den gesamten Ort und das weitere Umfeld entlang des Mittellandkanals absuchten, entdeckten sie das Rad der Frau.

Daraufhin wurde bereits am Montag ein Polizeihubschrauber aus Dortmund angefordert, dessen Besatzung die Einsatzkräfte aus der Luft unterstützte. Außerdem beteiligte sich eine Bootsbesatzung der Wasserschutzpolizei an der aufwendigen Suche, indem sie den Kanal und den Leinpfad von der Wasserseite in Augenschein nahmen. Weiterhin setzte die Einsatzleitung einen speziell ausgebildeten Polizeisuchhund aus Stukenbrock ein und forderte noch Kräfte der Feuerwehr aus Lübbecke an. Die brachten zudem eine Drohne zum Einsatz.

Bis zum Einbruch der Dunkelheit fanden die Suchmannschaften jedoch keinen Hinweis zum Verblieb der Vermissten.

Angehörige, Bekannte und die Einsatzkräfte sind in großer Sorge. Wer die 65-Jährige im Laufe des Tages gesehen hat oder Angaben zu deren aktuellem Aufenthaltsort geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei Minden-Lübbecke zu melden unter Telefon 0571/8866-0.

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