Lübbecker Ausschuss berät über neues Bauhof-Gebäude – Abriss bis Ende 2020
Fotovoltaik soll aufs Dach

Lübbecke (WB). Der städtische Baubetriebshof an der Hahler Straße wird modernisiert. Zwei alte Gebäude sollen abgerissen und ein großer neuer Trakt mit inte­grierter Fahrzeugwerkstatt gebaut werden. Die Stadtverwaltung geht von Kosten in Höhe von knapp 3,4 Millionen Euro aus. Zu Planungsfragen wie der Nutzung von alternativen Energien hat es jetzt Nachfragen im Bauausschuss gegeben.

Freitag, 06.11.2020, 05:00 Uhr
Der Lübbecker Bauhof an der Hahler Straße soll modernisiert werden. Die Fahrzeuge sollen eine neue Halle erhalten, zu der auch eine Werkstatt gehört. Wie dieser Bau ausgestaltet werden soll, ist noch in der Planung. Foto: Ria Stübing

Dezernent Dirk Raddy erläuterte dem Gremium, dass es zu einer Kostensteigerung um etwa 200.000 Euro gegenüber den ersten Plänen Anfang des Jahres gekommen sei. Grund sei unter anderem die technische Ausstattung, die kostspieliger werde: Es müsse eine Lüftungsanlage für 109.000 Euro eingebaut werden. Beim Brandschutz bestehe zudem noch nicht letzte Klarheit, ob die bisherigen Planungen ausreichen.

Wie Raddy weiter erläuterte, muss für den Neubau zudem ein neuer Strom-, Gas- und Wasseranschluss von der Hahler Straße erstellt werden. Von dort aus werden dann die Bestandsgebäude mitversorgt. Der Anschluss kostet 40.000 Euro. Ebenfalls geplant ist eine Zisterne, die das Regenwasser vom Dach des Neubaus auffangen soll (Kosten 20.000 Euro), um in trockenen Sommern Wasser sparen zu können. Und schließlich müssen auch die Abbruchkosten vom Gebäude Hahler Straße 12 und altem Salzlager (40.000 Euro) auf die alte Kostenrechnung des Architekten aufgeschlagen werden, so Raddy. Der Abbruch soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.

Ausreichende Torhöhe

In der Diskussion ging es um die Kosten und um Fotovoltaikanlagen. Bernd Sasse-Westermann (Lübbecke Konkret) bat darum, die Torhöhen für die Fahrzeuge ausreichend groß zu machen. „Bitte baut einen Puffer ein. Die Geräte werden immer höher und teurer. Nicht dass die Tore in ein paar Jahren zu klein sind.“ Hans-Martin Berger (CDU) fragte, ob es aus Kostengründen nicht sinnvoller sei, einen Generalübernehmer zu beauftragen. Bei der Stadtschule habe man damit gute Erfahrungen gemacht. Diese Möglichkeit sei nachrangig, erläuterte Dirk Raddy, weil sonst heimische kleine Unternehmen außen vor wären.

Reinhard Thie (Grüne) wollte wissen, ob an Fotovoltaik auf dem Dach gedacht worden sei. Darüber hatte der Dezernent keine Kenntnis. Karl-August Schlingmann (CDU) meinte, es wäre vielleicht sinnvoll, das Dach zu begrünen. Das veranlasste Bürgermeister Frank Haberbosch, an den Haushaltsgrundsatz der sparsamen Bewirtschaftung der Mittel zu erinnern: „Ich muss immer sehen, welchen Nutzen ich davon habe, wenn ich Mittel einsetze. Bei einer Fotovoltaikanlage sind das niedrige Energiekosten, bei einer Dachbegrünung sehe ich das nicht.“

Einstimmiges Votum

Andrea Lojewski (CDU) erinnerte daran, dass die Stadt sich vorgenommen habe, bei großen eigenen Bauprojekten über regenerative Energien nachdenken zu wollen. Deshalb, so auch Uwe Hannemann (CDU), sollte nach Möglichkeit Fotovoltaik mit in die Überlegungen einbezogen werden.

Der Ausschuss gab ein einstimmiges Votum für die Planungen ab – mit der Anregung, Fotovoltaik auf dem Dach mit einzuplanen.

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