Gespräch in Barres Brauwelt mit Vertretern von TuS und GWD – Unterstützung für Landratskandidatin
Laschet hört Handballern zu

Lübbecke (WB). Am Ende gab es in Anbetracht der frühen Tageszeit zwar kein Bier für den Ehrengast, dafür aber einen Handball und ein Trikot: Ministerpräsident Armin Laschet ist am Samstagmorgen auf Stippvisite in Barres Brauwelt gewesen, um sich dort mit Vertretern der heimischen Handball-Bundesligisten auszutauschen und sich ihre Sorgen in der Corona-Pandemie anzuhören.

Samstag, 19.09.2020, 15:44 Uhr aktualisiert: 19.09.2020, 15:48 Uhr
In guter Stimmung verabschieden die Minden-Lübbecker Handball-Vertreter Ministerpräsident Armin Laschet (rechts) mit Trikot und Handball: (von links) CDU-Landratskandidatin Anna Bölling, Rolf Hermann (Sportlicher Leiter TuS N-Lübbecke), Markus Kalusche (Geschäftsführer GWD), Torsten Appel (Geschäftsführer TuS N-Lübbecke), Frank von Behren (Geschäftsführer Sport GWD). Foto: Friederike Niemeyer

Der CDU-Politiker betonte, wie wichtig es sei, vor Ort Gespräche zu führen, um zum Umgang mit Corona Detailfragen zu klären, schließlich sei die Situation überall anders. „So wird die nächste Verordnung besser.“ Dennoch dürfe eine Corona-Schutzverordnung des Landes auch nicht zu kompliziert ausfallen. „Es sollte so einfach wie möglich sein, damit nicht jedes Gesundheitsamt, das damit arbeiten muss, eine Auslegung des Ministerpräsidenten braucht.“

„Probleme werden ernst genommen“

TuS-Geschäftsführer Torsten Appel, der gemeinsam mit dem sportlichen Leiter Rolf Hermann von Seiten des Lübbecker Vereins an dem Gespräch teilnahm, bedankte sich, dass der Ministerpräsident in die „Handballhauptstadt Deutschlands“ gekommen sei, um zuzuhören. Und Frank von Behren, Geschäftsführer Sport der Mindener, nannte es ein schönes Zeichen, „dass unsere Probleme ernst genommen werden“. Immerhin leben die Handballvereine davon, Zuschauer in die Hallen zu lassen.

Angesprochen auf die Situation der Brauer, die stark von Gastronomie und Veranstaltungen abhängig seien, konnte Armin Laschet einen Funken Hoffnung verbreiten: „Bei der Gastronomie können wir noch mehr tun.“ So müsse man beispielsweise daran arbeiten, mit Vorsicht Familienfeiern auch in etwas größerem Rahmen als jetzt zuzulassen. „Wir können schließlich den Menschen nicht ein ganzes Jahr lang verbieten zu heiraten“, spitzte der CDU-Politiker zu. Partys und Diskoabende würden aber in absehbarer Zeit nicht stattfinden können.

Laschet verwies in diesem Zusammenhang auf die staatlichen Hilfsfonds, von denen auch Gastronomiebetriebe und Brauereien profitieren können. Er nannte auch Kurzarbeit sowie die von Bund und Land getragenen Entlastungen der Kommunen von den Unterbringungskosten für Hartz-IV-Empfänger – allein in NRW würde das eine Milliarde Euro bedeuten – und den Gewerbesteuerausgleich. Hier schultere NRW 1,4 Milliarden Euro.

Unterstützung im Landratswahlkampf

Anna Bölling, Landratskandidatin der CDU im Mühlenkreis, hatte Armin Laschet zum Thema Handball nach Lübbecke gelotst, nachdem der Ministerpräsident die Bereitschaft geäußert hatte, sie im Wahlkampf vor dem Stichwahltag am 27. September persönlich zu unterstützen. Laschet: „Die Kandidatur von Anna Bölling im Kreis Minden-Lübbecke ist eine ganz wichtige in NRW.“ Es gebe hierzulande nur sehr wenige Frauen in kommunalpolitischen Führungsrollen.

Bölling freut sich über den Zuspruch. „Es hat mir viel bedeutet, vom Landesvater besucht zu werden. Das hat nicht jeder.“ Auch über den Tag hinaus wolle sie, wenn sie zur Landräting gewählt würde, einen guten Draht nach Düsseldorf pflegen. Kontakte, die sie zu Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Verkehrsminister Hendrik Wüst habe knüpfen können, könnten bei der Krankenhausplanung, wenn es um die Zukunft der Mühlenkreiskliniken gehe, oder beim Thema Mobilität auf den Dörfern wichtig werden.

 

 

Kommentare

Bertram  wrote: 20.09.2020 18:03
Der Stadtbus in Lübbecke muss eingestellt werden, dann ist man auch wieder mobil.
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