Ralph Brinkhaus und heimische CDU zu Gast bei Barre-Brauerei in Lübbecke
Regionale Unterstützung

Lübbecke (WB). An der Brauerei vorbeigefahren ist er auf dem Weg von Gütersloh nach Norden schon häufiger, auch sind ihm die Produkte der Privatbrauerei Barre ein Begriff. „Aber ich bin noch nie hier gewesen“, stellte Ralph Brinkhaus jetzt beim Besuch in Lübbecke fest und freute sich auf Einblicke in das Familienunternehmen.

Dienstag, 08.09.2020, 23:55 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 00:00 Uhr
Zu Besuch in der Privatbrauerei Barre: Ralph Brinkhaus MdB (von links), Thomas Holle, Klaus Jürgen Bernotat, Anna Katharina Bölling, Bianca Winkelmann MdL und Christoph Barre.

Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und OWL-Bezirkschef der CDU hat die CDU-Landratskandidatin Anna Katharina Bölling unterstützt und mit ihr die Barre-Brauerei besucht. Mit dabei waren die Landtagsabgeordnete Bianca Winkelmann und der Lübbecker CDU-Fraktionschef Klaus Jürgen Bernotat.

Christoph Barre gab einen kurzen Einblick in die Firmengeschichte. Vor allem drehte sich das Gespräch aber um die wirtschaftliche Lage. „Wir gehören in Deutschland zu den Brauereien mit dem höchsten Fassbieranteil“, erklärte Barre. „Was sonst ein Vorteil war, hat uns in dieser Krise aber sehr getroffen. Wir sind dennoch dankbar für die regionale Unterstützung, die wir in der aktuellen Situation erfahren.“ Die Brauerei greift auch jetzt noch auf Kurzarbeit zurück.

Andere Länder kopieren Kurzarbeitsinstrument

„Das Instrument der Kurzarbeit hat uns in der Krise sehr geholfen", sagte Ralph Brinkhaus.  „Andere Länder fangen schon an, es zu kopieren.“ Aus dem Koalitionsausschuss berichtete er: „Wir haben die Regelungen bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Die SPD hätte sich mehr vorstellen können, es gilt aber auch, auf das Geld zu achten. Es muss das Ziel sein, den Bundeshaushalt 2022 ohne signifikante Neuverschuldung aufzustellen.“ Insofern sei ein guten Kompromiss gelungen.

Rund 1500 Gastronomiebetriebe versorgt die Barre-Brauerei mit ihren Produkten, dementsprechend weiß Christoph Barre um die Situation der Branche. „Die Soforthilfen kamen sehr schnell und unbürokratisch an“, sagte er. Schwierig bewertet er es, wenn ab Herbst die Außengastronomie wegfalle. Unabhängig von Corona würden viele Betriebe schließen, weil der Nachwuchs nicht weitermachen wolle.

„Wir müssen es hinbekommen, einen neuen Gründergeist zu schaffen“, sagte Brinkhaus. Aus Sicht von Anna Katharina Bölling hat Wirtschaftspolitik durch die Krise wieder größeren Stellenwert bekommen: „Arbeitsplätze zu schaffen, ist die beste Sozialpolitik“, sagte sie. „Minden-Lübbecke hat Pfunde, mit denen es wuchern kann.“ Dazu zähle der Mix aus Stadt und Land, starke Unternehmen und die gute Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Standortmarketing.

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