Löschgruppe Blasheim verkauft Bratwurst als Spendenaktion für Feuerwehrmann
„Das Füreinander zählt“

Lübbecke-Blasheim (WB). Das Feuer ist diesmal geplant, die Hitze auch. Schließlich geht es um die Wurst – und die war heiß begehrt. Die Kameraden und Kameradinnen der Löschgruppe Blasheim haben am vergangenen Samstag bei Reinköster Bratwürstchen für den guten Zweck verkauft.

Montag, 07.09.2020, 06:00 Uhr
Die Feuerwehr steht zusammen. Zusammen mit den Kameradinnen und Kameraden des Löschzugs Stemwede begann die Spendeaktion am Samstag in Blasheim. Mit dabei sind (vorne von links): Björn Schröder (Pressewart der Lübbecker Feuerwehr), Thomas Podschadly (Stellvertretender Kreisbandmeister), Dominik Stuwe (Vorsitzender der Löschgruppe Gehlenbeck), Fleischermeister Jörn Brinkmeier und Markus Berger (Zugführer der Löschgruppe West). Foto: Eva Rahe

Die Idee, Spenden für den durch einen Unfall querschnittsgelähmten Feuerwehrmann Sascha Burkamp zu sammeln, sei relativ spontan an einem Sonntagnachmittag entstanden. Fleischermeister Jörn Brinkmeier hatte im Internet gelesen, dass die Feuerwehrkameraden aus Gehlenbeck Hilfe suchten für den Kameraden. Sascha Burkamp, der seit 21 Jahren im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr steht und stellvertretender Leiter der Jugendfeuerwehr Lübbecke ist, erhielt nach einem privaten Unfall die Diagnose Querschnittslähmung und sitzt seitdem im Rollstuhl. Nun sammeln die Kameraden Spenden, damit die Familie einen Fahrstuhl in das gerade umgebaute Heim installieren kann.

Für Fleischermeister Jörn Brinkmeier war es keine Frage, dass auch er helfen wollte. „Ich arbeite oft mit der Feuerwehr zusammen und mir war sofort klar, dass ich die Spendenaktion unterstützen möchte“, berichtete er. So habe er sich auf dem kurzen Dienstweg mit Hermann Knickmeier von der Löschgruppe Blasheim abgesprochen und die Aktion geplant. Hermann Knickmeier mobilisierte das Team und Jörn Brinkmeier stellte die Bratwurstbude sowie die Würstchen gegen einen kleinen Obolus. Die Pommes und das Zubehör wurden von der Firma Prima-Food zum kleinen Preis beigesteuert. Als Termin entschied man sich für den eigentlichen Blasheimer-Markt-Samstag. „Alles, was übrig bleibt, geht über die Freiwillige Feuerwehr an die Familie“, sagte Brinkmeier. Dann sei die Aktion beworben worden – und die Resonanz sei sehr gut.

Lange Schlange

Das war auch am Samstag direkt beim Verkaufsstart zu spüren. Schnell wurde es voll. Den Start machten die Kameraden aus Stemwede, die mit Mannschaftswagen und Löschfahrzeug vorgefahren kamen. Danach nahm die Schlange kein Ende. Am Ende des Tages hatten die Akteure über 2000 Euro eingesammelt. Der Einsatz von Hermann Knickmeier, Pascal Stoll, Günter Klostermeier und Florian Nolte, die in der Bratwurstbude schwitzten, um die Menschen in der Schlange mit Pommes und Bratwurst zu versorgen, hatte sich gelohnt.

Auch Dominik Stuwe, der zusammen mit der Löschgruppe Gehlenbeck die Spendenaktion für Sascha Burkamp ins Leben gerufen hatte, war mehr als zufrieden. Damit hätten sie nicht gerechnet, schrieb er auf Facebook. „Großes Tennis für die Kameraden im Westen!“ Er sei insgesamt positiv überrascht über die große Resonanz. „Es wird Geld aus ganz Deutschland gespendet.“

Für Fleischermeister Jörn Brinkmeier ist die Aktion im besten Sinne verlaufen. „Dieses Schicksal könnte jeden treffen“, erklärte er. Er selbst sei gerade 30 Jahre alt und habe zwei kleine Töchter. „Das geht einem schon sehr nahe“, sagte Brinkmeier. Die Männer und Frauen bei der Freiwilligen Feuerwehr ständen immer zur Verfügung, da müsse man sie unterstützen. „Das Miteinander und Füreinander zählt.“

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