Lübbecke
Verkaufsoffene Sonntage gestrichen

Lübbecke (WB). Mit einem einstimmigen Ratsbeschluss vor einer Woche war der Weg bereitet, um mit bis zu vier verkaufsoffenen Sonntagen in der Lübbecker Innenstadt die negativen Auswirkungen der Corona-Krise wenigstens ein Stück weit zu reduzieren. Daraus wird nun nichts. Erfolgreiche Verdi-Klagen gegen verkaufsoffene Sonntage in Lemgo und Bad Salzuflen sowie angekündigte Klagen gegen die Beschlüsse in Lübbecke und Espelkamp lassen keinen Spielraum, an den geplanten Terminen festzuhalten.

Freitag, 04.09.2020, 16:21 Uhr aktualisiert: 04.09.2020, 16:24 Uhr
In der Lübbecker Innenstadt soll es „Late Night Shopping“ geben.

Um entgangenen Umsatz zumindest teilweise aufzufangen, sollen den Kunden der Lübbecker Innenstadt nun an drei Freitagen – 2. Oktober, 6. November und 4. Dezember ­ moderat verlängerte Öffnungszeiten bis 21 Uhr („Late Night Shopping“) angeboten und diese Termine jeweils mit Aktionen wie etwa einer besonderen Beleuchtung verstärkt werden. „Für die Klagen von Verdi fehlt uns jedes Verständnis. In Zeiten wochenlanger Geschäftsschließungen, monatelanger Kurzarbeit und andauernd hoher Umsatzverluste zeigen diese Klagen nicht nur ein fehlendes Gespür für die Situation gerade in den kleineren Städten, sondern sie richten sich insbesondere auch gegen die Interessen der Mitarbeiter der Geschäfte“, erklären Thomas Holle und Peter Schmüser, Vorsitzender sowie Geschäftsführer von Lübbecke Marketing.

Planungssicherheit

„Mit maximal vier verkaufsoffenen Sonntagen, die für dieses Jahr sowieso geplant waren und die nur aufgrund notwendiger Veranstaltungsabsagen nicht durchgeführt werden konnten, wäre keine Mehrbelastung für die Angestellten eingetreten. Im Gegenteil: Die nachgeholten Sonntage hätten durch die höhere Vergütung für ein kleines Plus im Portemonnaie gesorgt und die Mitarbeiter hätten gleichzeitig einen Beitrag zur Unterstützung ihres Arbeitgebers leisten können.“ Dass sich der Erlass des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW, auf den sich die ersatzweise beantragten Sonntagsöffnungen gestützt hatten, als nicht tragfähig erwiesen hat, bedauern Vorstand und Geschäftsführung von Lübbecke Marketing sehr.

„Angesichts eines noch nicht absehbaren Endes der Corona-Krise haben wir nun die Erwartungshaltung, dass die Landesregierung hier schnell nachsteuert und das Ladenöffnungsgesetz so anpasst, dass wir für das nächste Jahr Planungssicherheit haben und zumindest in der bevorstehenden Adventszeit noch einen verkaufsoffenen Sonntag nachholen können“, betont Sabine Kolck-Pothe, stellvertretende Vorsitzende. Sollte sich die negative Entwicklung mit andauernd niedrigen Umsätzen fortsetzen, droht aus Sicht von Lübbecke Marketing durch Geschäftsaufgaben eine grundlegende Veränderung in der Angebotsstruktur der Lübbecker Innenstadt, die voraussichtlich nicht mehr umkehrbar sein wird.

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