Synode des Kirchenkreises Lübbecke – Hauptgrund ist der demografische Wandel
Kirche nimmt weniger Steuern ein

Lübbecke (WB/art). Auf der Synode des Kirchenkreises Lübbecke hat Dr. Arne Kupke, juristischer Vizepräsident der Landeskirche, über die Kirchensteuerentwicklung referiert. Man könne zwar Dinge annehmen, aber diese Annahmen seien im Moment sehr unsicher. Grundsätzlich seien nicht Kirchenaustritte und nicht Corona das Problem, sondern der demografische Wandel. „Corona dreht die Schraube nur ein wenig schneller.“

Mittwoch, 02.09.2020, 05:28 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 05:30 Uhr
Mit Dr. Arne Kupke, Landeskirchenrat Dr. Thomas Heinrich und Superintendent i.R. Rüdiger Höcker konnte Superintendent Dr. Uwe Gryczan (links) kompetente Gäste begrüßen. Foto: Anja Schubert

Man rechne daher mit einem Kirchensteuerrückgang um 25 Prozent bis zum Jahr 2030. Durch Corona sei von Januar bis Juli ein Rückgang von 5,6 Prozent zu verzeichnen. Noch gebe es keine neueren Mitglieder- und Finanzzahlen, ebenso wenig könne man etwas über die wirtschaftliche Entwicklung im zweiten Halbjahr oder gar über dieses hinaus sagen. „Die westfälische Kirche nimmt an, dass die Einnahmen im Vergleich zu 2019 um 10 Prozent zurückgehen werden“, so der Experte vor dem Hintergrund der aktuellen Zahlen. Das seien Einschnitte, die ein Fahren auf Sicht und eine genaue Beobachtung der Entwicklungen erforderlich machten. Für die Haushaltsplanung 2022 sei noch gar nichts zu sagen.

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