Orgelsommer endet mit fröhlichem Finale und Gemäldeausstellung in Lübbecke
Genuss für Ohren und Augen

Lübbecke (WB/ria). Orgelmusik aus Ungarn hat den Schlusspunkt des Orgelsommers im Kirchenkreis Lübbecke gesetzt. Balázs Méhes, seit mehr als 20 Jahren Organist und Chorleiter in Lübbeckes Partnerstadt Tiscakécske, brachte die Steinmann-Orgel in der St.-Andreas-Kirche zum Klingen.

Dienstag, 11.08.2020, 22:00 Uhr
21 Kunstwerke des ungarischen Malers Béla Gyalai schmückten die St. Andreas-Kirche zum Abschluss des Orgelsommers. Foto: Ria Stübing

Das Besondere an diesem Konzertabend: Nicht nur die Ohren wurden verwöhnt, es gab mit einer Gemäldeausstellung des ungarischen Künstlers Béla Gyalai auch noch farbenprächtige Eindrücke ungarischer Landschaften sowie verschiedene Darstellungen von Engeln zu sehen.

Begrüßt wurde das Publikum von Kreiskantor Heinz-Hermann Grube, der die Konzertreihe als einen ganz besonderen Orgelsommer beschrieb. „Das Planen bleibt ein Planen, und die Durchführung ist ein Geschenk“, stellte er angesichts der stark eingeschränkten Planungssicherheit fest. Seinen ausdrücklichen Dank sprach Grube der GBSL-Stiftung aus, die die Veranstaltungsreihe erneut großzügig unterstützt hatte.

Im Bann der Musik

„Fröhlich, nach Bach´scher Art, wird das Konzert beginnen und enden“, kündigte Grube an und versprach damit nicht zu viel. Mit der Toccata F-Dur BWV 540/1, über deren Entstehungszeit und -ort es unterschiedliche Theorien gibt, gelang es Balázs Méhes, das Publikum in den Bann der Musik zu ziehen.

So lauschten die Konzertbesucher gebannt den drei folgenden Choralvorspielen des Abendmahlsliedes „Schmücke dich, oh liebe Seele“. Gottfried August Homilius, Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms haben das Thema ganz unterschiedlich umgesetzt. Im Gegensatz zu einem Gottesdienst bot dieser Konzertabend die Möglichkeit, alle drei Vorspiele direkt hintereinander zu hören.

Es folgten vier weitere Choralvorspiele von Johannes Brahms, bevor Balázs Méhes „Die Legende von Jászó“ aus der Feder des ungarischen Komponisten Zoltán Gárdonyi zu Gehör brachte. Wie von Heinz-Hermann Grube angekündigt, endete das Konzerterlebnis fröhlich mit der Fuge F-Dur BWV 540/2, welche ein Werk mit der zu Beginn gehörten Toccata bildet.

Auf die Schnelle

Vor und nach dem einstündigen Konzert bestand die Möglichkeit, Gyalais in der Kirche ausgestellten Öl- und Aquarellbilder zu betrachten und diese auch zu erwerben. Balázs Méhes war erst am Vorabend mit etwa 30 Bildern seines Landsmannes im Gepäck in Lübbecke eingetroffen, so dass Heinz-Hermann Grubes ganzes Improvisationstalent gefordert war, um auf die Schnelle eine kleine Ausstellung zu organisieren.

Ursprünglich war ein Besuch des Künstlers in der ostwestfälischen Partnerstadt von Tiszakécske geplant, den der 69-Jährige jedoch wegen der aktuellen Lage zum jetzigen Zeitpunkt nicht antreten wollte. Ein Großteil der ausgestellten Bilder ist von der ungarischen Landschaft inspiriert, einige Aquarelle sind erst während des Lockdowns entstanden. Der Kunstverein Lübbecke hatte Béla Gyalai bereits 1992 und 2005 Ausstellungen gewidmet.

Ausstellung

Béla Gyalais Bilder sind in den nächsten Wochen zu den Gottesdienstzeiten, an den Tagen des Wochenmarktes (Mittwoch und Samstag) von 10 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung in der St.-An­dreas-Kirche in Lübbecke zu besichtigen. Zu sehen sind 20 Ölbilder, Aquarelle und Bilder in Mischtechnik mit Landschaftsbildern, Blumenbildern und Bildern mit religiösen Motiven.

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