Gärtnereien unterstützen Lübbecker Hospiz veritas mit üppigen Sträußen
Blumen trösten und heitern auf

Lübbecke (WB). Es ist ein Ort, wo Menschen würdevoll in den Abschied vom Leben begleitet werden. Die Gestaltung der Räume im Hospiz veritas in Lübbecke nimmt eine wichtige Rolle ein. „Blumen sorgen dort für eine wohnliche und warme Atmosphäre. Sie helfen, die oft schwierige Situation von Menschen im Hospiz zu lindern“, sagt Antje Rohlfing, die Leiterin der Einrichtung.

Samstag, 01.08.2020, 02:00 Uhr aktualisiert: 01.08.2020, 05:01 Uhr
Sie haben im Hospiz veritas in Lübbecke bunte Sträuße und Sommerpflanzen verteilt (von links): Helga Finke, Dr. Sabine Groß, Nadine Sommerfeld und Marlies Gottschling – zur großen Freude der Hospizgäste und des dortigen Teams.

Der Blumenschmuck könne trösten und aufheitern. Bereits seit vielen Jahren unterstützten die „grünen“ Betriebe Sigrid Berning und Gärtnerei Wittemeyer das stationäre Hospiz veritas durch Blumenspenden. Nun helfe auch die Gärtnerei Horstmann aus Quernheim, die Zimmer und Flure im Hause ansprechend zu dekorieren. Initiiert hat die weitere Unterstützung für das Lübbecker Hospiz Nadine Sommerfeld, die bei Horstmann als Auszubildende arbeitet. „Dass das Hospiz auf Hilfe angewiesen ist, weiß ich von meiner Großmutter, die dort ehrenamtlich arbeitet“, berichtet die engagierte junge Frau.

Dass in vielen Pflegeeinrichtungen gerade jetzt Besuche eingeschränkt seien, mache es sicher schwer für die Menschen, die dort wohnten. „Da habe ich meinen Chef angesprochen, ob er nicht Blumen und damit Freude spenden wolle“, benennt Sommerfeld ihre Motivation. Heinrich Wilhelm Horstmann gefiel die Idee und er stellte sofort eine große Menge Gerbera zu Verfügung.

Blühende Pracht im ganzen Haus verteilt

Gemeinsam mit ihrer Großmutter und anderen Ehrenamtlichen rückte Sommerfeld an und verteilte die blühende Pracht im ganzen Haus. „Das Schönste ist für mich der Moment, wenn man den Hospizgästen den bunten Strauß überreicht: Da leuchten die Augen“, fasst Sommerfeld die Emotionen in Worte. Für Hospizleiterin Antje Rohlfing bedeuten die Blumenspenden viel.

„Wir könnten uns derart üppige Sträuße und Sommerpflanzen gar nicht leisten“, klärt sie über den finanziellen Hintergrund auf. Wichtiger sei ihr aber der zwischenmenschliche Aspekt: „Wie schön, dass die junge Frau ihrer Großmutter so gut zugehört hat und die beiden unseren Hospizgästen nun gemeinsam Freude bereiten. Das berührt mich.“

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