Lübbecker Bündnis möchte Bürger zum Mitmachen motivieren
Gesicht zeigen gegen Rechts

Lübbecke (WB). Vom ersten Treffen an ist „Gesicht zeigen“ das Motto des Lübbecker „Bündnis gegen Rechts“, welches Irmgard Schmidt im März ins Leben gerufen hat. Hauptinhalt des letzten Treffens waren die nächsten Schritte, um die Gruppe bekannter zu machen und noch mehr Lübbecker Bürger zum Mitmachen zu motivieren.

Sonntag, 12.07.2020, 16:05 Uhr aktualisiert: 12.07.2020, 16:08 Uhr
Mit Plakaten und öffentlichen Auftritten wollen die Teilnehmer des Bündnis gegen Rechts in Lübbecke auf ihr Engagement aufmerksam machen und weitere Mitstreiter gewinnen. Foto: Stübing

Ein wichtiger Baustein hierfür ist das Plakat, welches Ralf Kleine- Tiemann aus Gehlenbeck gestalten wird. Das Poster soll zeigen, wer aktiv ist und worum es geht: „Lübbecke zeigt Gesicht – Bürger*Innen und Rat für Demokratie, Vielfalt und Respekt“ lautet der Slogan, auf den sich die Teilnehmer des Treffens am Mittwochabend nach reger Diskussion geeinigt haben. Um die Aussage zu untermauern, sieht die Gestaltung vor, möglichst viele Gesichter von Lübbeckern, die sich mit diesem Text identifizieren können, als Collage in Form der Stadtsilhouette abzubilden.

Fotos einschicken

Um sich der Öffentlichkeit vorzustellen und mit Menschen ins Gespräch zu kommen, soll am Mittwoch, 26. August, eine Veranstaltung auf dem Hof des Alten Amtsgerichts stattfinden. Der Beginn ist für 17 Uhr anvisiert und es sollen neben Wortbeiträgen von Mitgliedern des Bündnisses und Schülern der weiterführenden Schulen auch musikalische Einlagen geboten werden. Als weitere Möglichkeit, für mehr Vielfalt, Demokratie und Respekt zu werben und den Bekanntheitsgrad des noch jungen Bündnisses zu erhöhen, wurde die Idee geboren, am 22. August mit einem Stand in der Innenstadt Präsenz zu zeigen. Mit Plakaten und der Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen, will die Gruppe den Samstagvormittag nutzen und auch noch einmal die Werbetrommel für den Termin am Alten Amtsgericht rühren.

Die Beweggründe der Bündnisbeteiligten sind vielfältig: Ein pensionierter Geschichtslehrer findet es wichtig, junge Leute für die Thematik zu sensibilisieren, ein anderer Besucher des Treffens weiß aus seiner Erfahrung als Sohn einer Kriegswitwe, wohin Hass und Gewalt führen können. „Man kann den Anfängen nicht am Ende wehren“, erklärt er seine Motivation, sich im Bündnis gegen Rechts zu engagieren. Initiatorin Irmgard Schmidt zitiert auf die Frage, warum sie sich engagiert gern einen Satz von dem Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer. „Ihr seid nicht schuld an dem, was war, aber verantwortlich dafür, dass es nicht mehr geschieht“, war eine der zentralen Botschaften des im September 2016 verstorbenen Schriftstellers und Vizepräsidenten des internationalen Dachau-Komitees.

Wer ebenfalls „Gesicht zeigen“ will für Demokratie, Vielfalt und Respekt, schickt einfach in den nächsten Tagen ein Foto (am besten ein Porträt) per E-Mail an gesichtzeigen.luebbecke@gmail.com und kann so Teil der bunten Collage auf dem geplanten Plakat werden.

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