Grüne beklagen rüdes Vorgehen des Kreises bei Sanierung eines Radwegs
Linden stark angeschlagen

Lübbecke (WB/fn). Im Abschnitt zwischen Kreisbahnstraße und Oberbrake wurde die Lindenallee an der K56 in Gehlenbeck erheblich beschädigt. Das beklagt jetzt der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen.

Mittwoch, 03.06.2020, 06:40 Uhr
Die Linden an der K56 sind bei Sanierungsarbeiten am Radweg beschädigt worden.

„Es ist unfassbar wie gleichgültig und unprofessionell vermutlich bei Sanierungsarbeiten am Radweg der K56 in Gehlenbeck gearbeitet wurde“, schreibt die Vorsitzende der Grünen-Kreistagsfraktion Cornelia Schmelzer. „Zahlreiche Linden wurden beschädigt und mindestens drei Linden wurden bis zum Kambium (also bis zur Wachstumsschicht im Baumstamm; Anm. d. Red.) angeschlagen. Die K56 ist in diesem Abschnitt eine Lindenallee und es ist zu befürchten, dass diese Bäume auf Dauer absterben.“ Im Abschnitt Oberbrake bis zum Mittellandkanal seien weitere Linden in unterschiedlichem Umfang und einige davon ebenfalls bis zum Kambium beschädigt worden.

„Mit verkürzter Lebensdauer zu rechnen“

„Linden haben zwar ein recht gutes Wundheilvermögen, aber bei den derart starken Rindenschäden ist mit einem bleibenden Schaden mit verkürzter Lebensdauer zu rechnen“, erklärt Cornelia Schmelzer. Es sei davon auszugehen, dass über die Verletzungen Schadorganismen in den Baum eindringen und den Heilungsprozess behindert und so die erwartete Lebenserwartung der Bäume verringerten, erklärt die grüne Fraktionsvorsitzende. Sie hätten die Kreisverwaltung aufgefordert den Verursacher zu benennen und das bauausführende Unternehmen in Regress zu nehmen. Der Kreis habe jetzt die Aufgabe, die weitere Entwicklung der Bäume regelmäßig zu kontrollieren, so die Forderung der Grünen. Außerdem müsste für abgestorbene Bäume nachgepflanzt werden.

Siegfried Gutsche, stellvertretender Kreis-Fraktionsvorsitzender und Landratskandidat, ergänzt: „ Wir Grüne  wollen weiterhin wissen, welche Maßnahmen die Kreisverwaltung ergreift, um derartige Beschädigungen an den Bäumen zu verhindern. Die Öffentlichkeit muss informiert werden, wie die Baumschäden bei den Sanierungsarbeiten am Radweg entstehen konnten. Das darf nicht noch einmal passieren.“

Das sagt der Kreis

Die Kreisverwaltung bestätigt auf Anfrage dieser Zeitung, dass an der Kreisstraße 56 die Decke des Radweges erneuert wurde. Grund: Die Oberfläche des Radweges war durch Wurzelaufwuchs beschädigt. Kreissprecherin Sabine Ohnesorge weiter: „Die Sanierungsarbeiten gestalteten sich aufgrund der geringen Arbeitsbreite und der Regenereignisse im Frühjahr als ausgesprochen schwierig, sodass die Beschädigungen an einzelnen, wenigen Bäumen leider nicht zu verhindern waren.“ Die Baumschäden seien der Straßenmeisterei bekannt und würden durch fachkundige Mitarbeiter behandelt.

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