Firma Plümat nimmt Abfüllmaschine im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg in Betrieb
Kapazität erhöht

Espelkamp (WB). Die Firma Plümat aus Espelkamp hatte im Zuge der Ausschreibungsverfahren der Bundeswehr den Zuschlag für die Lieferung eines Tischmoduls zur Abfüllung von brennbaren Flüssigkeiten in Flaschen erhalten. Dieses Modul ist explosionsgeschützt und somit für die Abfüllung von Ethanol- und Isopropanol-haltigen Flüssigkeiten geeignet und kann daher auch für die Abfüllung von Desinfektionsmittel genutzt werden.

Montag, 11.05.2020, 07:35 Uhr aktualisiert: 11.05.2020, 07:40 Uhr
Desinfektionsmittel sind stark nachgefragt. Die Firma Plümat hat jetzt bei der Inbetriebnahme von Abfüllmaschinen geholfen. Foto: dpa

Nachdem im Zuge der Corona-Krise in Deutschland die Desinfektionsmittel knapp wurden, beauftragte das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg die Firma Plümat, schnellstens Techniker für die Inbetriebnahme der bereits gelieferten Abfüllmaschine trotz der Reise- und Kontakteinschränkungen nach Hamburg zu entsenden.

Das Bundeswehrkrankenhaus gewährleistete selbstverständlich die Sicherheit der Plümat- und der Krankenhaus-Mitarbeiter vor einer möglichen Ansteckung. Besondere Hygienevorschriften gehören hier zum Alltag.

Freiwillige halfen in Hamburg

Freiwillige Plümat-Techniker für diesen Einsatz waren schnell gefunden. Die Apotheke des Bundeswehrkrankenhauses Hamburg nahm die Abfüllmaschine kurzfristig in Betrieb und konnte mit der Unterstützung der Espelkamper Firma den Abfüllprozess erleichtern und beschleunigen. Das Bundeswehrkrankenhaus und Plümat handelten schnell und erhöhten somit die Abfüllkapazität für Desinfektionsmittel deutlich, so dass einem Versorgungsmangel frühzeitig entgegengewirkt werden konnte.

Das Unternehmen aus Espelkamp leistet darüber hinaus auch im Bereich von Infusionslösungen einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung des Coronavirus. Die Produktion von Kunststoffspritzgussteilen wie Anschluss- und Zugangssysteme für Infusionsbeutel und Infusionsflaschen läuft auf Hochtouren. Mitarbeiter legen Sonderschichten ein, um die erhöhte Nachfrage abzudecken.

Schutz der Mitarbeiter wichtig

Auch in Krisenzeiten handelt Plümat nach eigenen Angaben verantwortungsbewusst und überlegt. Sofort nach Bekanntwerden der ersten Corona-Fälle in Deutschland wurden zwei Mitarbeiterteams gebildet, die abwechselnd arbeiten. All diejenigen Mitarbeiter, die von zu Hause arbeiten können, wurden ins Home-Office geschickt. Eine Kontaktsperre zwischen den drei Werken an der Dr.-Max-Ilgner-Straße wurde umgehend umgesetzt.

Jede Woche werden die Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus überprüft und der aktuellen Situation angepasst. Ab dieser Woche wird bei Plümat wieder in voller Besetzung gearbeitet. Die Pharmazeuten warten auf ihre Maschinen – die rechtzeitige Auslieferung der Maschinen hat heute mehr Bedeutung als je zuvor.

Bisher gibt es in der Firma keine positiv auf Corona getesteten Mitarbeiter. Plümat wird sich weiter im Kampf gegen das Virus engagieren und hofft, dass alle schnell und gut durch diese schwierige Zeit kommen.

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