Bürger können sich bei der Pflege des Bestandes engagieren Stadt Lübbecke sucht Baumpaten

Lübbecke (WB). Die Bäume der Stadt Lübbecke brauchen gerade angesichts der Trockenheit in den vergangenen Wochen Hilfe – und jede helfende Hand ist willkommen. Gesucht werden deswegen ab sofort Bürgerinnen und Bürger, die sich ganz praktisch für den Erhalt des Grüns in ihrer Stadt engagieren und „Baumpaten“ werden wollen.

Wunderschön – und pflegebedürftig: Stadtbäume in Lübbecke, hier an der Jahnstraße. Bürger können sich jetzt für die Übernahme von Patenschaften melden.
Wunderschön – und pflegebedürftig: Stadtbäume in Lübbecke, hier an der Jahnstraße. Bürger können sich jetzt für die Übernahme von Patenschaften melden.

Lübbecke und seine Ortsteile sind geprägt von viel öffentlichem Grün. Die Waldflächen komplett außen vorgelassen, sind im Stadtgebiet aktuell mehr als 7500 Einzel-Bäume kartiert, zuzüglich einer Menge Bäume, die auf waldartigen Flächen stehen. Die Bäume gestalten den Stadtraum, spenden im Sommer Schatten, verbessern die Luft und bieten vielen Lebewesen Nahrung und Lebensraum. Nicht zuletzt sind sie einfach schön anzusehen. Der Stadt Lübbecke ist deshalb viel am Erhalt ihrer Bäume gelegen.

Viel Grün bedeutet hohen Pflegeaufwand

Viel Grün bedeute zugleich hohen Pflegeaufwand, und gerade für Stadtbäume sind die Lebensbedingungen häufig schwierig, schreibt die Stadtverwaltung. Bäume im Siedlungsbereich müssen in der Regel mit kleinen Standräumen, hohen Temperaturen und sehr trockenen Bedingungen kämpfen. Aktuell deutet einiges darauf hin, dass es den dritten überdurchschnittlich trockenen Sommer in Folge geben könnte.

„Wir haben nicht die Kapazitäten, dass wir unter solchen Bedingungen alle Bäume im Stadtgebiet vor Austrocknung schützen könnten“, sagt Armin Feiler, Leiter des Bereichs Grün und Umwelt bei der Stadt Lübbecke. Hier könnten die Bürgerinnen und Bürger mit überschaubarem Aufwand einen wertvollen Beitrag leisten.

Stadt hofft auf Bereitschaft vieler Bürger

Die Stadt hofft, mit ihrem Aufruf ein Stück weit offene Türen einzurennen. „Im Gespräch mit den Bürgern erfahren wir immer häufiger die Bereitschaft, sich ehrenamtlich für die Umwelt zu engagieren“, meint Feiler. Vereinzelt gebe es Initiativen, die sich schon jetzt vorbildlich um Grünflächen kümmerten, so etwa am Schützenplatz. Mit den Baumpatenschaften wolle die Stadt bürgerschaftliches Umwelt-Engagement heben, fördern und mit den Aktivitäten des Baubetriebshofes koordinieren.

In einer Patenschaft überantwortet die Stadt einen oder mehrere Bäume an interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Pflege und Obhut. Die Paten sorgen durch Ihre aktive Mithilfe zum Beispiel dafür, dass Stadtbäume bei lange anhaltenden Trockenperioden gegossen werden, auf den so genannten Baumscheiben kein hoher Aufwuchs aufkommt oder informieren den Bauhof, wenn es Probleme mit ihrem Baum gibt. Die fachliche Baumkontrolle und -pflege sowie die Verkehrssicherungspflicht verbleiben natürlich bei der Stadt Lübbecke.

„Grünes Patenkind“

Wer sich für ein „grünes Patenkind“ zum Beispiel vor der eigenen Haustür, in der Nähe seines Arbeitsplatzes oder sonst wo im Stadtgebiet einsetzen möchte, kann sich einfach bei der Stadtverwaltung melden. Armin Feiler (Telefon 276-196, E-Mail: a.feiler@luebbecke.de) und Julia Warner (Telefon 276-197, E-Mail: j.warner@luebbecke.de) beraten Interessierte gern, beantworten Fragen zur Pflege und helfen dabei, den persönlichen Wunschbaum zu finden. Die Patenschaft wird überdies mit einer Urkunde besiegelt. Sie ist grundsätzlich unbefristet, kann aber auf Wunsch des Baumpaten oder der Stadt jederzeit beendet werden.

Die Baumpatenschaften sind der erste Baustein eines größeren Maßnahmenpakets, mit dem die Stadt unter dem Titel „Natürlich Lübbecke“ verschiedene Aspekte des Umweltschutzes ins Visier nimmt, darunter Aktionen in der Umweltbildung, Mitmachangebote für Kitas, Schulen und Bürger, das Anlegen von Blühwiesen und ökologisch orientierten Pflanzungen, eine geänderte Bewirtschaftung der Wegeseitenstreifen oder Bau und Pflege von besonderen „Habitaten“ (Nist- und Brutstätten, kleine Biotope, Fassaden- und Dachbegrünungen).

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