Commerzbank setzt positive Entwicklung in Lübbecke fort
650 neue Privatkunden

Lübbecke (WB). Die Commerzbank hat im vergangenen Jahr ihre positive Entwicklung in Lübbecke und der Region nach eigenen Angaben fortsetzen können. Im Privatkundensegment stieg das Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent auf 395 Millionen Euro. Insgesamt wurden im Marktbereich, also den Filialen Lübbecke, Minden und Bünde, netto 650 neue Kunden hinzugewonnen, so die Commerzbank.

Mittwoch, 01.04.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 12:42 Uhr
Als Marktbereichsleiter der Commerzbank ist Tino Schneider unter anderem für die Filiale in Lübbecke verantwortlich. Er sagt, dass die Bank auch in der Coronakrise an der Seite der Kunden stehe.

„Die Bereitschaft zum Wechsel der Bankverbindung ist so hoch wie nie zuvor“, sagte Tino Schneider, als Marktbereichsleiter verantwortlich für die genannten Filialen. „Wichtiger Erfolgsfaktor war auch 2019 das kostenlose Girokonto. Dieses werden wir weiterhin anbieten – sehr zum Ärger mancher Wettbewerber.“ Das seit zehn Jahren andauernde Zinstief macht den Kunden indes zu schaffen. „Bei null Prozent Zinsen und 1,5 Prozent durchschnittlicher Inflation haben Kunden auch 2019 wieder einen Teil ihres Vermögens verloren. Seit Ende 2010 liegt dieser Wertverlust pro Bundesbürger insgesamt bei 1638 Euro – auch in Lübbecke“, betonte Schneider. „Jeder Anleger muss sich überlegen, ob er sein Geld weiter unverzinst auf einem Tages- oder Festgeldkonto belässt, das gilt auch in der derzeitigen Krise.“

Experten erwarten wirtschaftliche Erholung in der zweiten Jahreshälfte

Die Experten der Commerzbank erwarten nach einer Rezession im ersten Halbjahr bereits in der zweiten Jahreshälfte 2020 eine Erholung in der Realwirtschaft und damit auch an den Börsen. „Wer sein Geld mittelfristig angelegt und breit gestreut hat, sollte Ruhe bewahren. Panikverkäufe sind das Schlimmste, was man jetzt tun kann", so Schneider weiter. Auch mit einem konservativ ausgerichteten Vermögensmanagement hätten Kunden im vorigen Jahr einen Wertzuwachs von 8,3 Prozent erzielen können. „Diese Anlageform macht inzwischen einen Anteil von 61 Prozent an unseren Wertpapieranlagen aus.“ Das Wertpapiervolumen stieg per Ende des Jahres um 7,5 Prozent auf 109,9 Millionen Euro.

Auf der anderen Seite sorgte das Zinstief für einen Zuwachs im Kreditgeschäft. So wurden im Baufinanzierungsbereich 2019 neue Kredite in Höhe von 24,4 Millionen Euro ausgereicht. Ratenkredite waren im vergangenen Jahr ebenfalls stark gefragt. Hier wurden im Marktbereich 4,2 Millionen Euro neu vergeben. Damit stieg das Gesamtkreditvolumen um 3,4 Prozent auf 157,6 Millionen Euro.

Smartphone-Nutzung gehört die Zukunft

Mit Blick nach vorn machte Schneider deutlich, dass die Commerzbank, die in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen feiert, ihre mobilen Angebote weiter ausbauen wird. „Unser Ziel: Bis Ende 2023 sollen alle Produkte auf dem Smartphone abschließbar sein.“ Die Kunden müssten aber nicht auf persönliche Beratung verzichten. „Wir haben jeden Monat bundesweit neun Millionen Kundenbesuche in unseren Filialen. Deshalb werden wir auch künftig in unsere Filialen investieren“, betonte Schneider.

Arbeitnehmer, Selbstständige und Mittelständler beschäftige derzeit aber vor allem ein anderes Thema – die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus’. „Wir stehen auch in dieser schwierigen Situation fest an der Seite unserer Kunden“, versicherte Schneider. Das gelte sowohl für Privatkunden als auch für Unternehmen. In Lübbecke ist derzeit der Selbstbedienungsbereich weiterhin für die Kunden geöffnet, Beratung findet hier telefonisch über die bekannten Durchwahlen statt. Die nächste Filiale, in der persönliche Kundenberatung ermöglicht wird, ist Herford, so Schneider.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7351453?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198399%2F2516047%2F
Neuer Arminia-Präsident am 3. Dezember
Hans-Jürgen Laufer ist seit August 2013 DSC-Präsident – und noch bis zum 3. Dezember 2020. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker