FWG Mühlenkreis schlägt neues Konzept am Mittellandkanal vor
Ein Radweg mit wenig Aufwand

Lübbecke (WB). Radfahren wird für den Tourismus immer bedeutsamer und bekommt auch im Alltag als umweltfreundliche Fortbewegungsart größere Aufmerksamkeit. Der Kreis Minden-Lübbecke ist dran am Thema und will ein Kreis-Radwegekonzept erstellen. Die FWG Mühlenkreis hat dazu passend eine neue Idee: einen Kanal-Radweg.

Freitag, 06.03.2020, 07:47 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 08:00 Uhr
Siegbert Molitor, Karl Heinz Detert, Jürgen Steinkamp, Kurt Riechmann, Jörg Pohlmann, Dieter Wiemann und Sabine Detert zeigen auf einer Karte, wo der Radweg von Minden-Dankersen im Osten bis Schröttinghausen im Westen entlangführen könnte.

Wie wäre es, wenn man den Mittellandkanal nicht nur als Wasserstraße nutzt, sondern seine schön ebenen Uferwege als Radstrecke ausweist? Die Mühlenkreis-FWG hat einen entsprechenden Antrag formuliert, der am 12. März vom Kreisbauausschuss diskutiert wird (Kreishaus Minden, 16 Uhr). Nach den Plänen der Freien Wähler soll dieser Radweg von Minden-Dankersen im Osten bis Schröttinghausen im Westen entlang des etwa 35 Kilometer langen Kanalabschnitts führen.

„Wir sehen dies als Möglichkeit der Nutzung für Radfahrer als Alternative zum Autofahren, aber auch als Chance für den Touristen, unseren Mühlenkreis auf diesem Wege zu erkunden“, heißt es in dem Antrag. Wo Hafenanlagen eine direkte Route unmöglich machen, sollen Wegschwenker zu Sehenswürdigkeiten führen: beispielsweise Schloss Benkhausen mit Automatenmuseum, das Große Torfmoor oder die Schachtschleuse in Minden. Das bringe Abwechslung in die Tour. Der neue Radweg könnte auch an überörtliche Wege wie den Weser-Radweg angeschlossen werden.

Sehenswürdigkeiten neu erschließen

Für den FWG-Fraktionsvorsitzenden Kurt Riechmann aus Hille besteht der Reiz solch eines Radweges darin, Sehenswürdigkeiten im Kreis neu zu erschließen und etwas für die Radmobilität zu tun. „Und aus unserer Sicht ist dieser Radweg mit wenig Aufwand verbunden“, sagt Riechmann und verweist auf die Uferwege, die bereits in radtauglichem Zustand sind. Allerdings müsste mit dem dafür zuständigen Wasserschifffahrtsamt darüber gesprochen werden. Auch müsse geprüft werden, ob eine Machbarkeitsstudie erforderlich ist.

Der Zeitpunkt für das Projekt sei jetzt besonders günstig, sagt Riechmann, weil sowieso ein Radwegekonzept für den Kreis erarbeitet wird. „Es wäre jetzt sinnvoll, sich über das Thema mit den Städten und Gemeinden zu unterhalten“, betont Riechmann. Die Interkommunale Zusammenarbeit zwischen Kreis – es ist das Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus zuständig – und einzelnen Kommunen hält die FWG beim Thema Radmobilität sowieso für unabdingbar, weil hier Radfahrer in der Regel über Ortsgrenzen hinweg unterwegs sind.

Vom Kreis touristisch vermarktet werden auf der Internetseite des Mühlenkreises bislang drei Radwege. Da ist natürlich die Mühlenroute mit ihrem 300 Kilometer langen Rundkurs sowie Nebenstrecken quer durch den Kreis zu den historischen Mühlen. Die Route ist auch Teil der Radregion Teutoburger Wald. Dann gibt es die Land-Art-Route, die in fünf Rundkursen ländliche Kultur und die Stationen der Land-Art-Kulturwochen ansteuert. Und dann ist da noch die Storchenroute, die die Sehenswürdigkeiten in der Petershäger Weseraue verbindet und die Welt der Störche erlebbar machen will.

www.muehlenkreis.de

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